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Mittwoch, 10. Februar 2016

Fastenzeit

Heute beginnt die Fastenzeit. Seit ein paar Jahren nutze ich das, um bewusst auf etwas zu verzichten. Letztes Jahr habe ich auf Fleisch verzichtet. Es war ein sehr schönes Experiment und noch heute versuche ich beim Kochen auf Fleisch weitesgehend zu verzichten.
Unschöner Nebeneffekt damals war, dass ich mehr Süßigkeiten zu mir nahm. Ähm ja.
Dieses Jahre werde ich -trommelwirbel- auf Süßigkeiten verzichten. Ziemlich klassisch, ich weiß. Mir ist aufgefallen, dass ich insbesondere auf Arbeit kaum mehr auf Süßes verzichten kann. Schlimm! Jetzt muss ich wohl oder übel auf Gemüse und Obst umsteigen. Müsli ist auch erlaubt. Gummibärchen und co sind tabu *schluck*, genauso der Sandtaler vom Bäcker.
Mir graut vor meiner eigenen Entscheidung, aber da muss ich jetzt wohl durch...

Das Wochenende ist davon zum Glück ausgenommen =) Da gibt es trotzdem Kuchen oder Waffeln!

Freitag, 5. Februar 2016

Unser Jahreszeitentisch im Januar

Seit wir in unserem Haus wohnen, haben wir eine kleine Ecke für unseren Jahreszeitentisch. Er steht in der Küche, gleich neben dem Esstisch. Im Mai betörten uns die Fliederblüten, im Sommer planschten Enten im Teich, im Herbst durfte Joppe zusammen mit Wildschweinen und Elchen im Moos wohnen, im Advent wurde er vom Adventskranz geschmückt und jetzt im Januar war er ganz schlicht weiß. Die übrigen Kerzen des Adventskranzes brannten, helle schlichte Tulpen brachten frischen Glanz, Hirsch- und Hirschkuh stehen auf der schneekristall-geschmückten weißen Decke.



Donnerstag, 14. Januar 2016

Vogelfutter am Wochenende

Am Wochenende habe ich endlich mal wieder mit den Kindern etwas "gebastelt".
Einerseits haben wir Lippensalbe hergestellt. Das läuft ungefähr so: Ich bereite alles vor und rufe den Großen. Der freut sich, schaut kurz hin, hampelt rum und geht wieder weg. Ich fange an das Wachs zu schmelzen. Die Kleine kommt an und möchte hoch, das heißt getragen werden. Ich setze sie auf den Küchentisch, wo sie sich ein bisschen an mich klammern und ich weiter arbeiten kann. Der Große kommt und guckt. Das Wachs ist geschmolzen und ich gieße das Öl hinein. Sofort flockt alles aus. Das Öl ist wohl zu kalt. Wieder ins Wasserbad damit und nochmal alles schmelzen. Der Große hampelt rum, die Kleine will den Honig naschen. Im Wasserbad ist wieder alles geschmolzen, ich möchte den Honig zugeben. Sofort verklebt der Löffel mit Wachs und der Honig löst sich nicht. Ist wohl alles viel zu kalt bei uns. Also wieder alles ins Wasserbad. Die Kleine will runter, der Große - hampelt. Endlich ist alles homogen und ich befülle kleine Döschen. Sofort ist der Große zur Stelle und möchte die verbleibenden Dosen (hampelnd) selbst befüllen und ich bin froh, dass es keinen Schreianfall gab, da er nicht alle Döschen selbst befüllen konnte.
Ich würde es trotzdem als gelungenes Projekt mit den Kindern betrachten ;-) Zugegeben habe ich das vor allem für mich gemacht. Mich hat die Salbe schon lange fasziniert.
Genaue Rezeptangaben finden sich bei Frau Mierau.
 
Das zweite Projekt haben wir noch im Schlafanzug gestartet. Angeregt von den beiden wunderschönen Seiten Kinderjubel und Waldsinnen haben wir Vogelfutter gemacht. Dazu haben wir nach Gutdünken Haferflocken (meine Kleine sagt Haferlocken), Rosinen und Sonnenblumenkerne gemischt. Danach haben wir Kokosfett geschmolzen. Diese Zeitspanne haben die Kinder überbrückt, in dem sie sich ständig etwas der Trockenzutaten stibitzt haben. Endlich kann man Kokosfett und Haferflocken-Rosinen-Sonnenblumenkernmischung verrühren. Kurz kosten: es schmeckt immer noch wunderbar und so geht das fröhliche Naschen weiter. Die Mischung kommt in Apfelscheiben ohne Kerngehäuse und in Muffinförmchen. Bändchen nicht vergessen und dann auf die Terasse zum Abkühlen. Das Verteilen der Vogelleckerlis hat den Kindern mindestens so viel Spaß gemacht wie die Herstellung. Jetzt hoffen wir, dass es den Vögeln ebenfalls gefällt und schmeckt!


Dieses Wochenende war wirklich sehr schön und ich bin sehr zufrieden. Ich habe wenig geschimpft und gezetert =) Am Samstag haben wir die allerletzten Schneereste der Umgebung gefunden und waren Langlaufski fahren. Also ich blieb im Auto beim eingeschlafenem Mädchen, während Mann und Sohn ca. 20m in die eine und 30m in die andere Richtung fuhren. Es sind die ersten Versuche des Großen und er hat sich gut geschlagen. Natürlich lässt er sich nicht sagen, wie man fährt (so ist er halt), aber er hat es drauf. Und wenn er hinfällt, dann steht er halt wieder auf. Ein zähes kleines Bürschchen!


Samstag, 9. Januar 2016

Tschüss 2015

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich 2015 gegenüberstehe. Ich bin nicht traurig, dass es vorbei ist. Eigentlich gab keine großen Ereignisse im letzten Jahr. Keine Doktorarbeiten, keine neuen Babys, kein Hausbau und doch empfand ich dieses letzte Jahr als sehr anstrengend. Es gab viele Neuerungen und erste Male.

Am 2. Januar sind wir in unser neues Haus gezogen. Fließend kaltes Wasser gab es nur an einem Hahn (im Heizungsraum), unser Licht kam über Baustrahler und Baustrom. Abenteuerfeeling! Und wir haben es so genossen, endlich so viel Platz und Licht und Raum zu haben und die 51qm Wohnung hinter uns zu lassen. Das Haus selbst war noch nicht ganz fertig und wir haben im gesamten Jahr noch so viele Arbeitsstunden hineingesteckt. Ach ja, dann wurde ich auch noch 30, wir haben eine tolle Umzugs-Geburtstagsparty gefeiert, unser Kamin konnte angefeuert werden und ich habe wieder angefangen zu arbeiten.
Im Februar wurde leider mein Fahrrad geklaut, mitsamt den Spikereifen, die ich erst zu Weihnachten geschenkt bekam.
Im März lernt Lieschen alleine zu laufen!
Im April fuhr mein Mann auf Dienstreise und ich war eine Woche alleine mit den Kindern. Es lief gut.
Anfang Mai wurde die Erde für unseren Garten geliefert. Juchu, die Gartensaison konnte beginnen. Wir begannen sofort, ein Gemüse- und Kräuterbeet anzulegen und wurden im Sommer und Herbst mit herrlichem eigenem Gemüse belohnt. Außerdem fuhr mein Mann auf Dienstreise und ich war eine Woche alleine mit den Kindern.
Der Sommer ist lang und heiß. Trotzdem war ich kein einziges Mal baden! Wir haben unsere Badeteiche ebenfalls nicht besucht. Wie konnte das nur passieren? Ich habe keine Ahnung. Dafdür badete Le Petit viel im Kinderbasin im Garten. Ich kochte Unmengen von Marmelade, unser Garten wurde immer schöner und voller. Wir verbrachten viel Zeit zu Hause und nahmen eine kleine Katze bei uns auf. Außerdem begann ich eine Puppe zu nähen und nahm an der Puppenmitmacherei teil.
Der August war sehr voll. Wir fuhren zu einer Goldenen Hochzeit, ließen die Kinder taufen und feierten Le Petits vierten Geburtstag. 
Mitte September fuhren wir dann nach Bornholm in den Urlaub und genossen zwei wunderbare, ruhige Naturwochen, die uns gezeigt haben, wie wichtig Urlaub für die Kinder und die Familie ist.
Im Herbst gab es viele Aktivitäten bei uns im Dorf mit Erntedankfest und St.-Martinsfest, für die ich sehr dankbar bin. Der Herbst war lang und sonnig.
Im November begann ich zusammen mit einer Nachbarin eine weitere Puppe zu nähen, die das Geburtstagsgeschenk für Lieschen werden sollte.
Der Dezember schlitterte nur so vorbei mit den zwei Geburtstagen, die wir feierten (Lieschen wurde zwei Jahre!), und der Adventszeit.

Wir hatten viele schöne Momente im letzten Jahr. Momente, in denen ich am liebsten die Zeit angehalten hätte. Wie oft habe ich zu meinem Mann gesagt, wie gut wir es haben. Ich liebe unser Haus und unsere neue Freiheit. Die Kinder können viel draußen spielen und selbstständiger sein. Wir haben tolle Nachbarn mit vielen Kindern.
Und doch - irgendwie war ich das ganze Jahr lang sehr angespannt und unausgeglichen, was sich auch auf die Kinder übertragen hat. In Zukunft möchte ich weiter daran arbeiten, ruhiger und gelassener zu werden. Weniger und leiser zu schimpfen und mich einfach zurücklehnen.

Donnerstag, 12. November 2015

St. Martinsfest

Seit Januar wohnen wir in einem der Stadt angegliederten Dorf. Dieser kleine alte Dorfkern liegt tatsächlich auch ein bisschen außerhalb, abgetrennt von einem kleinen Feld. Ich genieße dieses Dorfleben sehr. Wir können zu Fuß zur Kirche gehen, der Deich liegt direkt hinter der Gemeinschaftswiese, Ende des Sommers gab es ein Erntedankfest und gestern eben ein St. Martinsfest. Der Große war Teil des Kinderchors. Ganz alleine stand er zwischen den anderen Kindern und sah so klein aus. Für uns ist er immer der große Junge, zwischen anderen ist er der kleine Vierjährige.


Nach dem Chor und der kleinen Vorstellung begann der Laternenumzug. Zwei Pferde ritten voran, viele Kinder und Eltern lichtelten hinterher - hinunter zum Deich, an der Kirche entlang und zurück zum Lagerfeuer. Als schönstes Bild hat sich bei mir der Anblick von lampointragenden Kindern auf dem Deich, die dunkelblaue Nacht im Hintergrund, eingebrannt.
Am Lagerfeuer gab es Würstchen und Kinderpunsch für die Kinder. Wunderschöner Abend nicht wahr?
Dann kam der Wutanfall des kleinen Lieschen... Sie ist nicht mehr so klein (also doch schon!), sondern wird langsam zwei Jahre alt. Beeindruckend (und zermürbend) wie lange Zweijährige weinen können. Sie ließ sich nicht beruhigen, sie aß nichts, sie trank nichts. Sie nahm immer wieder ihr Brötchen in die Hand, denn sie hatte ja Hunger, aber nein, sie war ja auch so wütend und schubste es wieder weg. Ich trug sie herum wie ein kleines Baby und schuckelte sie. Letzten Endes ging ich mit ihr nach Hause, wo sie auch noch sehr, sehr lange brauchte um sich zu beruhigen. Wenn das mal keine gute Vorbereitung auf den Laternenumzug im Kindergarten war, der heute stattfindet...
So ähnlich ging es Le Petit allerdings auch in dem Alter. Sie sind halt einfach noch klein, die kleinen Mäuse.

Dazu passen auch die Fotografenbilder, die letztens im Kindergarten gemacht wurden. Unser Mädchen scheint das allertraurigste und alleingelassenste Mädchen in der ganzen Krippe zu sein. Le Petit hat sein Standardlächeln aufgesetzt. Sehr niedlich sind die Bilder und doch auch zum Schmunzeln.

Montag, 26. Oktober 2015

Unser Wochenende

Was für ein reiches, volles Herbstwochenende. Wir hatten so tolles Wetter, leuchtende Sonne, kühle Luft, strahlende Farben, blauer Himmel, unerwartete Herbstschätze.
Meine Schwester und ihr Freund besuchten uns Freitag Abend, sodass wir zusammen redend das Wochenende einläuten konnten. Leider musste mein Mann Samstag arbeiten und konnte uns so nicht auf einen wunderschönen Herbstspaziergang begleiten. Wir fanden viele bunte Blätter und Esskastanien! Der Herbst ist so wunderbar mit seinen ganzen Schätzen. Wieder zu Hause buken wir Zwiebelkuchen und aßen die Maronen frisch aus dem Ofen.
Die Kinder spielten viel und einträchtig mit Lego und bauten Endlosautos mit vielen, vielen kleinen Mitfahrern. Die kleinen Männchen, die Lieschen zur Taufe geschenkt bekam, wurden auch wieder bespielt.
Der Sonntag brachte viel Ruhe und Harmonie. Die Beete wurden winterfest gemacht und wir ernteten die letzten Kartoffeln, Möhren und Bohnen. Ich bin immer noch überglücklich einen eigenen Garten zu haben! In der Mittagspause bastelte ich  mit Le Petit Geisterumhänge für Halloween und zu allem Überfluss sprang auch noch ein halbes Stündchen stricken für mich heraus. Wir besuchten einen Bauernmarkt, aßen Honigbonbons, tranken frischen Apfelsaft und genossen die zusätzliche Stunde am Abend. Die Kinder gehen zur Zeitumstellung immer zur "alten" Zeit ins Bett und schlafen dafür Montag morgen aus.
Und jetzt noch eine kleine Bilderflut:

 





Mittwoch, 9. September 2015

Wochenende

Heute ist zwar schon Mittwoch, aber ich möchte dennoch vom Wochenende erzählen. Wenn meine Arbetiskollegen fragen, was wir am Wochenende geplant habe, stocke ich meist kurz. Denn meist haben wir nichts geplant und trotzdem ist das Wochenende voll. Zum Hinsetzen und Erholen bleibt meist keine Zeit. Ich ärger mich darüber, wir haben ständig irgendetwas zu tun. Es ist dauernd etwas zu werkeln oder zu putzen. Gerade das Saubermachen würde ich gerne auf die Wochentage schieben, aber das klappt nicht richtig. Ich muss allerdings auch zugeben, dass wir viele Dinge selber machen, obwohl man sie kaufen könnte. Diese Dinge kosten Zeit und Energie, aber machen uns einfach Spaß Am Samstag habe ich beispielsweise Marmelade eingekocht - Mirabelle und Pfirsich. Hm, das hat geduftet. Und auch wenn das Entkernen der Mirabellen sehr mühlselig war, ich werde mich im Februar sehr über die säuerliche, fruchtige Marmelade freuen, die nach Spätsommer schmeckt. Mittlerweile haben wir über 50 Gläser Marmelade, das sollte wohl reichen, denke ich. 
Sonntag Nachmittag haben wir einen wunderschönen Ausflug gemacht. In unserer Nähe gibt es Beerenfelder. Direkt davor ein Beerencafee mit Spielplatz. Und so saßen wir im stürmischen Wind, ließen uns Kaffee und Kuchen schmecken und tobten über die Heuballen (was war ich dankbar, dass ich Le Petit fangen sollte. Es hat so einen Spaß gemacht.). Es war ein wunder-, wunderschöner Herbsttag. Viel Wind, dunkle Wolken, goldenes Heu und ab und zu Sonnenstrahlen. Ich wurde in meine eigene Kindheit katapultiert und kam aus einem Freudentaumel gar nicht mehr raus. Anschließend kamen die Kinder in die Wanne und ich kochte Grießbrei mit Pflaumen und Zimt zum Abendbrot. Ach ja, so muss Herbst sein! Die ganze Woche zehre ich davon.



Freitag, 21. August 2015

Es herbstelt

Heute morgen hat es das erste Mal geherbstelt. Das Termometer zeigte gerade einmal 12 Grad, die Luft war frisch und klar. Ich habe mir das erste Mal ein Tuch aufgesetzt, um mich vor dem kalten Fahrtwind zu schützen (wie hab ich das zu Schulzeiten nur ohne Tuch bei Minusgraden gemacht? Ich kapiers nicht.) Das tolle am Herbst ist ja, dass es morgens so schön frisch ist und es am Tag aber trotzdem noch warm wird.

Am Sonntag ist die Taufe der Kinder. Ich freu mich schon. Und ich bin überhaupt nicht aufgeregt. Dass ich Abends nicht einschlafen kann, mich tausendmal rumwälze und wieder aufstehe, in der Nacht aufwache und tagsüber mein Herz wie wild klopft, das liegt bestimmt an was ganz anderem. Denn ich bin ja gar nicht aufgeregt. Ich muss nur noch dies und das erledigen, dabei nichts vergessen, die Geschenke noch fertigstellen, saugen, wischen, Bad putzen, Fenster sauber machen, Essen vorbereiten, bangen ob die Gläser und Teller und Stühle reichen. Ja, aber aufgeregt bin ich nicht. Aber ich freue mich!
Die Kinder bekommen ein tolles Geschenk. Für Le Petit habe ich eine Puppe genäht. Ich dachte, es wird ein wilder Junge und nun ist es ein liebes Mädchen. Seltsam, aber die Puppen und Le Petit haben ihren eigenen Kopf. Vielleicht ist es ja ein Gegen- und Ausgleichspol zu Le Petit. Wozu brauche ich zwei wilde Jungs? Das kleine Mädchen bekommt was, womit sie ihre Leidschaft zu stecken ausleben kann. Ich muss beides noch ein bisschen vollenden. Ahem....

Hier ist ein sehr interessanter Bericht über einen Berliner, der Flüchtlinge bei sich schlafen lässt. Diese Einzelschicksale treiben mir die Tränen in die Augen. Was antwortet man auf so eine Frage:
„Wieso darf Ahmad bleiben und ich nicht?“, hat er mich einmal gefragt. „Weil ihm genommen wurde, was ich nie hatte?“ 
Der Flüchtling aus Syrien erinnert mich an einen jungen Mann, den ich bei meinem ersten Besuch in  der Zeltstadt traf. Er war auch aufgeweckt, hilfsbereit, konntet gut Englisch. Beim zweiten Besuch habe ich ihn leider nicht wieder getroffen. Ich hoffe, dass er es schafft. Aber was ist mit den ganzen Youssoufs des Berichts? Echt jetzt, das ist doch alles Mist! Kann die Welt nicht anders sein?


Ach ja, und heute morgen haben wir dann bemerkt, dass er gar nicht seine Schwester zum Geburtstag eingeladen hat, sondern ein Mädchen aus dem Kindergarten, das genauso heißt. Ich hab ihm die Einladung gegeben und gemeint, er könne sie ihr ja gleich geben. Sie ist ja hier. Er war verwirrt und fragte, warum die anderen nicht da sind. Irgendwann dämmerte es mir dann. Zum Glück! Wenn wir sie jetzt nun nicht eingeladen hätten und dann an seinem Geburtstag gesagt hätten "Aber hier ist doch L., deine Schwester.", na da hätte er blöd geguckt (und geschrien und geweint...). Uffa..

Donnerstag, 7. Mai 2015

"Der Wind, der Wind,

das schümmlüsche Kind." - Le Petit glaubt mir nicht, dass es eigentlich "himmlisch" heißt.
Traumhaft heute! Sonnig, blauer Himmel, windig, klar, kühl, luftig - wie ein Sommertag in Dänemark - oder in Schleswig Holstein, nicht wahr mein Schatz?
Und obwohl ich den Wind sehr mag, wie er durchs Haar zaust und an den Blättern zieht, so macht er mich in der Stadt irgendwie nervös. Diese ganzen, vielen kleinen Blätter an den großen Ästen, alle wirbeln durcheinander und rauschen beständig. Das ist mir zuviel.
In Dänemark oder Schleswig Holstein stört mich das nicht. Im Gegenteil! Da mag ich es. Denn da bin ich im Urlaub und bin entspannt. Da kann ich ruhig der Natur lauschen und den Windböen übers Wasser nachblicken. Ach ja, Urlaub ist schon schön.

By the way, heute morgen hat Le Petit bitterlich geweint, weil eine Nachbarin 5 Jahre alt geworden ist, er aber erst 4 Jahre alt wird. "Ich will aber auch 5 sein!"

Mittwoch, 1. April 2015

Adrenalinkick

Was für ein Sturm! Die letzten Tage hat er mir den ein oder anderen Adrenalinkick verpasst. Nicht nur dass er permanent an Haus und Hof Fenstern rüttelt, die Bäume biegt und Äste abreißt. Gestern wurde ich vom Wind auf die Straßenbahnschienen abgetrieben. Um ein Haar wäre ich vom Rad geschubst worden. Glücklich war ich, dass keine Bahn kam. Aufregend war es auch für die Kinder. Sie durften (zum Glück!) nicht draußen spielen, "damit uns keine Äste auf den Kopf fallen, Mami!". Auf dem Nachhauseweg haben wir einen LKW mit beinahe umgekipptem Hänger gesehen. Nur der Bordstein hielt ihn noch in der Schräge. Der sehr nervöse Fahrer sowie ein Helfer haben sich an den Hänger gehängt und ihn wieder auf die Räder gebracht. Auf dem Rückweg kam ich in zwei(!) Hagelsturmschauer; dazwischen schien die Sonne.
Ich bin mehrmals völlig durchnässt worden. Dabei merke ich, dass ich wenig Lernpotential habe, ziehe ich meine Softshelljacke, die gestern schon durchweichte, heute wieder an, statt die Regenjacke rauszuholen. Und während ich aus meinen nassen Schuhen schlüpfe, frage ich mich ein bisschen, ob wir es mit unserem Umweltbewusstsein und damit ständigem Fahrrad statt Auto fahren ein bisschen zu weit treiben. Aber eigentlich macht es mir auch einfach Spaß. Sobald ich auf dem Fahrrad sitze, kann ich ersteinmal durchatmen, fühle ich mich frei, sind die Kinder ersteinmal im Anhänger und es herrscht Ruhe. Wir probieren gerne aus, wieviel man mit dem Rad noch wegschleppen kann. Mein Mann transportierte letztens einen drei Meter langen Balken vom Baumarkt nach Hause. Wie er das gemacht hat, frage ich mich allerdings auch. Nur für den wöchentlichen Einkauf bin ich mittlerweile aufs Auto umgestiegen.
Aber sobald der Wind endlich etwas nachlässt, mache ich drei Kreuze. Denn die Angst weggepustet zu werden (auf die Straße, an den Zaun, in den Graben) fährt immer mit (haha).

Dienstag, 17. Februar 2015

Fasching

Diese drei Optionen standen Le Petit gestern offen: Clown, Handwerker oder Feuerwehrmann.
 Überaschenderweise hat er nämlich Sonntag Abend erklärt, er würde sich gerne als Clown verkleiden, so wie seine kleine Freundin. Nach einem kleinen Schreck, fiel mir dann das passende Outfit ein. Und so zog ich möglichst bunte Kleidung aus seinem Schrank, nähte noch eine Blume auf sein T-Shirt, malte ihm eine rote Nase und rote Wangen und gelte seine Haare nach oben und in alle Richtungen. Tadaa, ein Clown. Er war sehr zufrieden.
Heute morgen legte ich ihm ein Kleidermännchen im Badezimmer zurecht und nachdem er schlecht gelaunt reinkam, lachte und gluckste er und zog sich alleine an. Das hatten wir schon eine ganze Weile nicht mehr. Besonders niedlich, wie er lachend seine Unterwäsche nahm und mit den Worten "Die Unterhose!" anzog. Lieschen ging als Erdbeere. Eindeutig oder? 
Ich denke, beiden hat es gefallen. Ein Freund von Le Petit ging übrigens als Fee.
Leider nur vom Handy aus photografiert.




In der Ecke hinter meinem Sohn soll mal meine Nähecke entstehen! Jupidu!


Freitag, 12. September 2014

Licht an

Jetzt fängt sie wieder an, die Zeit, in der das Licht angeschaltet wird. Plötzlich kann ich wieder die Nachbarn von gegenüber sehen und fühle Vertrautheit gegenüber den Fremden. Beim Abendspaziergang (*hüstel* ich habe Bier vom Spätshop geholt) inspiziere ich die Fenster. Hängt das Faltboot eigentlich noch in dieser einen Wohnung? Schade, dort ist kein Licht an. Oder war das in einer anderen Wohnung? Wieviele Leute sind schon zu Hause? Das Licht gibt mir Geborgenheit und Gemütlichkeit. Der laute und offene Sommer zieht sich langsam zurück und macht die Bühne breit für den bunten, aber geordneten Herbst. Die Küchen der Anderen leuchten warm und strahlen in die Nacht. Ich mag den Übergang zwischen Sommer und Herbst. Alles wird für mich ruhiger. Eine Tasse Tee am Abend, eingekuschelt auf dem Sofa?

Dienstag, 9. September 2014

Die neue Lust zu wandern






Früher waren wir, meine Eltern, meine Schwester und ich, oft unterwegs, nicht selten wandernd. Im Harz, im Erzgebirge, im Thüringer Wald oder am liebsten in der Sächsischen Schweiz. Seit ich meinen Mann kenne, waren wir, er und ich, eher auf dem Wasser unterwegs. Erst segelnd, dann paddelnd auf einem Faltboot, auf Flüssen, Seen und der Ostsee. Mal stundenweise, mal als Tagesausflug oder als Gepäcktour mit Zelt. Dann kam Le Petit und unser Bewegungsradius schränkte sich erst einmal stark ein. Auch verlagerten wir uns inzwischen aufs Fahrrad und den Anhänger. Jetzt aber sind wir irgendwie zurückgekehrt. Zwei wunderschöne Wanderungen liegen hinter uns. Man schnappt sich einfach beide Kinder und einen Rucksack (sowie zwei Tragen) und schon geht's los. Das war nur mit Le Petit so irgendwie nicht möglich. Da erschien es mir immer als riesiger Aufwand. Jetzt haben wir mit beiden Kindern irgendwie relativ schnell alles beisammen, um uns auf den Weg zu machen. Übungssache?
Jedenfalls wurde meine Lust aufs Wandern wieder geweckt. Ich liebe den Herbstwald, der warme Duft von Pilzen, Laub und Nadeln. Hier ein frischer Wind, dort eine warme Brise. Die Anzahl der Kilometer ist  mit Kinder lächerlich klein, aber darum geht es ja auch nicht beim Wandern. Nicht wahr? Der Weg ist das Ziel. Auf zu neuen Erlebnissen.

Auf der ersten Wanderung gemeinsam mit meiner Schwester konnten wir viele leckere Pilze sammeln. Trotz vorgerückter Stunde haben wir Abends noch schnell eine unglaublich duftende Pilzpfanne zubereitet, die mir schon beim Anblick das Wasser im Munde zusammen laufen ließ. Allerdings - alles für die Katz beziehungsweise den Biomüll; es hatten sich tatsächlich ein paar Bitterlinge dazu gesellt. Mist! Nächstes Mal wieder nur mit Pilzbuch.

Freitag, 1. August 2014

August

Oh, wie schön ist der August. Der August ist für mich der erste Monat der Überfülle an frischem Gemüse und Obst der Ernte. Natürlich gibt es vorher bereits so feine Dinge wie Spargel, Rhabarber,  Erdbeeren und all die anderen leckeren Sommerbeeren. Die richtige Überfülle der Erntezeit jedoch beginnt für mich im August (als ob ich das beurteilen könnte, in der Stadt lebend ohne Garten und Natur). Wenn die Marktstände überquellen mit Klaräpfeln und Pflaumen, mit Tomaten, Kürbis und Kartoffeln. Ich liebe diese reiche Überfülle. Ein bisschen läutet der August den Herbst ein. Noch essen wir zuckersüße, saftige Melonen und Pfirsiche, doch schon bald werde ich den ersten duftenden, zimtigen Apfel-Pflaumenkuchen aus dem Ofen holen. Und dann dauert es nicht mehr lange bis die ersten Blätter bunt werden und der Wind uns um die Ohren pfeift.
Willkommen lieber August!

Dienstag, 26. November 2013

Der erste Schnee und Mutterschutz

Jetzt haben auch wir den ersten Schnee. Heute früh lagen ein paar minikleine Krümel herum. Auf dem Weg zur Arbeit sind die ersten Schneeflocken auf meinem Handschuh gelandet und in der letzten Stunde schneite es sogar so lange, dass ein bisschen mehr liegen blieb. Schön sieht es aus!
 
Und ich bin froh, dass ich nur noch heute mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren muss. Ab morgen habe ich Mutterschutz. Oh, wie freue ich mich darauf! Man merkt unserer Wohnung an, dass sie klein ist. Im Moment ist sie einfach total unaufgeräumt. Überall liegen kleine Häufchen mit Kram rum. Am liebsten würde ich ja die ganze Wohnung ausmisten und aufräumen und putzen. Na mal sehen, wieviel ich schaffe. Denn zum Nähen und Stricken und durch die Stadt bummeln will ich auch noch kommen. Außerdem müssen doch die ersten Plätzchen mit Le Petit gebacken werden. Ach, ich hab's so gut, dass ich jetzt frei habe.
Mir ist außerdem aufgefallen, dass ich noch NICHTS für unser kleines Mädchen genäht oder gestrickt habe. Komme mir ja schon fast lieblos vor, aber immer schmuggeln sich Projekte ein, die vorher noch fertig werden müssen. Mütze für meinen Mann, Mütze für ein andere kleines Baby... Demnächst sortiere ich mal meine Wolle und gucke, was sich daraus machen lässt. Lass dir noch ein bisschen Zeit mein kleines Mädchen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Mehr Herbst geht nicht

Unser Wochenende haben wir mit lauter Herbstsachen total vollgepackt. Die letzten Wochenenden waren irgendwie alle anderweitig verplant, sodass wir jetzt endlich dazu kamen. Eltern-sein ist prima. So waren Le Petit und ich nämlich am Freitag einen Drachen kaufen! Es ist Ewigkeiten her, dass ich mal einen Drachen hab steigen lassen. Meinem Mann ging es ähnlich. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als ich gefühlte Stunden neben meinem Vater stand und fragte, ob ich den Drachen auch mal halten kann =) Ja, jetzt dürfen wir wieder zu Kindern werden und deswegen besitzen wir jetzt endlich auch wieder einen Drachen. Zum Glück hab ich den erst Freitag gekauft, denn so hab ich auch gleich erfahren, dass am Sonntag in unserer Nähe ein Drachenfest stattfindet. Prima!
Samstag Vormittag waren wir ganz klassisch auf dem Markt und anschließend auf dem Spielplatz. Das läutet bei uns immer das Wochenende ein. Le Petit hat auch mal wieder Mittagsschlaf gehalten, sodass mein lieber Mann, seine Chiliernte verarbeiten konnte. Tolles Erlebnis ;-) Abends hat er übrigens erwähnt, dass seine Hände endlich nicht mehr brennen...
Ich hab die Mittagszeit genutzt, um einen leckeren Apfel-Pflaumenkuchen zu backen. Außerdem hab ich schon mal den Hefeteig für den abends geplanten Zwiebelkuchen angesetzt, sowie die Fülling vorbereitet. Ich war gespannt, ob das gut geht, aber es hat prima geklappt.



Nach einem ausgiebigen Vesper mit Kuchen und Schlagsahne und Kakao (bei soviel Süßem und Sahnigem wurde mir tatsächlich schlecht) haben wir uns auf die Socken gemacht, um Kastanien zu sammeln und den Drachen schon mal zu testen. Kastanien haben wir tatsächlich gefunden, der Wind war noch ein bisschen träge für den Drachen. Extrem niedlich war es mit Le Petit. Ich hab den Drachen gehalten, mein Mann stand neben Le Petit und hielt die Schnur. Nachdem der Drachen nicht so richtig hochging, ist mein Mann losgerannt und Le Petit stand heulend da und hat dem Papi hinterhergezeigt. Süß und total verständlich =)



Am späten Nachmittag haben sich meine beiden Jungs hingesetzt um Kastanienfiguren zu basteln. Schöne Tiere sind entstanden und Le Petit hat schön mit ihnen gespielt. Zum Abschluss dann noch Zwiebelkuchen. Hmmm
Sonntag Nachmittag ging es dann zum Drachenfest. So viele unterschiedliche Drachen in der Luft! Es war wunderschön anzusehen. Unser Drachen hielt sich mal besser, mal schlechter in der Luft. Der Wind hat uns ordentlich durchgepustet und wir sind mit roten Ohren und Wangen wieder nach Hause gegangen.


Tolles, volles Wochenende. Ich liebe den goldenen Herbst.

Es war übrigens ein Wochenende, an dem ich so viele Bilder wie schon lange nicht mehr geknipst habe. Es ist nur natürlich, dass jetzt unser Kartenleser für die Speicherkarte nicht mehr auffindbar ist...
Außerdem tagge ich gefühlt jeden zweiten Post mittlerweile mit "Jahreszeit".

Mittwoch, 25. September 2013

Holundersuppenzeit

Jetzt ist sie wirklich da - die Herbstzeit. Niemand kann das mehr bestreiten. Morgens, wenn der Wecker klingelt ist es noch ganz düster. Zum Frühstück und Abendbrot zünden wir eine Kerze an, eigentlich sogar schon seit Mitte September. Erst wollte ich das Ritual erst im Oktober wiederbeleben. Aber was soll das? Warum sollte ich mich an bestimmte Daten halten? Wenn es jetzt bereits düster ist und ich Lust auf Kerzen habe, warum nicht? Im Februar läuft es schon immer so, dass ich mir gerne Blumen kaufen möchte und dann denke, ach vielleicht doch lieber erst ab Frühlingsanfang und letzten Endes kaufe ich nie welche. Ich sollte die Dinge dann machen, wenn ich das Verlangen danach habe.
So langsam färben sich auch die ersten Bäume bunt und es gibt Eicheln und Kastanien zu finden. Am Wochenende habe ich Holunder beim Wandern entdeckt und eine kleine Tüte mitgenommen. Daraus habe ich uns eine schöne, süße und wärmende Suppe gekocht. Le Petit war am Montag Abend sowieso irgendwie angeschlagen. Genau der richtige Zeitpunkt für Holundersupppe.
Dafür habe ich den Holunder erst entstielt, in einem Topf mit Wasser bedeckt, ordentlich Zucker dazu getan und gekocht. Anders als sonst habe ich anschließend nicht die ganzen Beeren durch ein Tuch gewrungen, sondern einfach mal püriert. Gute Entscheidung! Die pürierten Beeren fühlen sich beim Essen knisterig im Mund an. Lustig! Nach dem Pürieren habe ich noch ein paar Pflaumen und Birnen reingeschnippelt und mit Zimt gewürzt. Außerdem kamen noch kleine Klößchen dazu. Dafür nimmt man 250g Mehl, 3 Eier, eine Prise Salz, Vanillezucker und soviel Milch, dass eine klebrige Masse entsteht. Von der Masse sticht man Teelöffelgroße Portionen ab und tut sie in die kochende Suppe. Nach ca. 10 Minuten sind sie gar. Ich habe am Ende noch anderthalb Löffel Gries untergerührt, um die Suppe zu binden.
Ein richtig herbstliches Gericht, das uns hoffentlich Husten und Schnupfen ein wenig abhält.

Dienstag, 24. September 2013

Das WWWochenende

Letztes Wochenende war das große Wander- und Wahlwochenende. Wir haben zusammen mit meinen Eltern, meiner Schwester und ihrem Freund eine Ferienwohnung in der Sächsischen Schweiz gemietet und waren zusammen wandern. Im Herbst ist die Sächsische Schweiz einfach am schönsten. Die Blätter färben sich langsam, die Luft riecht feucht und schwer, manchmal leicht und süßlich. Wir haben Pilze gefunden, dass es für eine kleine Vorspeise am Abend reichte. In der Nacht vom Freitag auf Samstag regnete es reichlich, sodass ich schon große Sorgen hatte, ob wir überhaupt loskommen. Zum Glück hat sich der Regen dann aber gelegt, der anfängliche Nebel verschwand auch irgendwann und am Nachmittag kam sogar ein paar Mal die Sonne raus.
Le Petit ist große Strecken selbst gelaufen, ich war ganz verblüfft. Ansonsten wurde er auch mal von meiner Schwester oder ihrem Freund getragen, wenn er nicht gerade auf dem Rücken meines Mannes saß.
Es war ein sehr schöner Ausflug und wir hatten schöne gesellige Abende zusammen.
 
Am Sonntag haben wir nur einen kleinen Ausflug unternommen und sind dann schon wieder zurückgefahren. Wir wollten ja noch wählen. Das Wahllokal ist gar nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Das ganze Viertel war richtig belebt, viele Leute waren unterwegs. Wir haben uns noch in ein Cafe gesetzt und ein leckeres Stück Kuchen verputzt. Pünktlich 18 Uhr waren wir dann beim Türken essen und konnten sofort die ersten Hochrechnungen verfolgen.
Ein sehr schönes, ausgefülltes Wander- und Wahlwochenende liegt hinter uns!

Donnerstag, 29. August 2013

Ein früher Morgen

Kalte klare Luft, ein bisschen feucht. Das Licht spiegelt sich golden auf dem Wasser vom Fluss und der Sandstein schimmert orangegelb. Die Ohren und die Hände zwicken schon ein bisschen wegen der Kühle, aber für ein Tuch ist es noch zu warm. Ein bisschen erinnert mich dieser wunderschöne Frühherbstmorgen heute an Stockholm. Damals bin ich im Herbst gekommen. Ich erinnere mich an kalte Oktobermorgen mit herrlichem Sonnenschein, an denen ich von der Bushaltestelle oder der Tunnelbanastation zum Institut gelaufen bin und mir im Pressbyran unterwegs einen Kaffee gekauft habe.
Aus genau diesem Grund habe ich mir jetzt im Institut auch ersteinmal einen kleinen, aber starken Kaffee aufgesetzt und denke noch ein bisschen zurück.
(Unglaublich, aber vor einem Jahr haben wir um diese Zeit in unserem Urlaub noch regelmäßig gezeltet - mit einjährigem Kindelein - brrrr.)

Freitag, 12. April 2013

Komm lieber Mai

und mache, die Bäume wieder grün.
Vor ein, zwei Jahren hab ich mal mit meiner Mutti gemutmaßt, warum eigentlich der Mai erst die Bäume grün machen soll. Schließlich treiben schon im März die Knospen aus und die ersten Blätter sind zu sehen. Sie meinte damals (damals!), dass wahrscheinlich gemeint ist, dass im Mai die Bäume erst so richtig grün und voller Blätter sind. Ich meine heute, dass das Lied wohl einfach in einem Jahr wie diesem geschrieben wurde. Es ist Mitte April und die Bäume haben keine aufgegegangenen Blattknospen. Kein einziger!
Naja, jetzt ist das Wetter ja auch nicht mehr Smalltalk, sondern politisch oder so, wo klar ist, dass der lange Winter ein erstes Anzeichen des Klimawandels ist. (Ich als Physiker habs ja immer gesagt, aber auf mich hört ja keiner).

Ansonsten ist jetzt tatsächlich alles in Sack und Tüten. Ich habe heute meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben (geht ja auch erst am Montag los, ja, die Uni ist auf zack! *Ironie*). Schön, dass das endlich abgehakt werden konnte. Jetzt erst einmal Wochenende und mein letzter freier Freitag.