Gerade komme ich aus dem Schlafzimmer. Le Petit ist im Bett. Wir haben uns noch eine Geschichte angeguckt und ich habe ihm Schlaflieder vorgesungen (wobei ich dabei immer das Gefühl habe, er hört gar nicht zu, aber ohne geht es für ihn auch nicht, hm). Immer wenn ich ihm jetzt vorsinge, höre ich in meinen Bauch hinein und spüre bloß Stille und Leere. Wie oft saß ich im letzten Jahr im Schlafzimmer auf dem Boden und habe meinen beiden Kindern vorgesungen. Eines lag vor mir (und machte Quatsch), das andere noch wohlig im Bauch. Tja und jetzt ist sie da, das kleine Menschlein :-) und meine Gute Nacht Lieder singe ich (zur Zeit) wieder nur Le Petit vor - ungewohnt.
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Sonntag, 19. Januar 2014
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Kindermund und Bauch mit zwei-einhalb
Mine und Pupa sind nicht mehr! Dafür gibt es jetzt tatsächlich Omi und Opa. Ach, mein Mann und ich weinen Mine und Pupa ja ein bisschen hinterher. So schön es ist, Le Petit immer besser zu verstehen und seine kleinen Sichtweisen zu hören, so schade ist es, wenn solch niedliche Konstruktionen irgendwann den richtigen Wörtern weichen.
Ansonsten hatte ich letztens ein ärmelloses Kleid mit Strickjacke an. Als ich die Strickjacke auszog, meinte Le Petit ganz erschrocken. "Oh, Mami! Keine Ärmel!"
Gestern meinte mein Mann zu mir, dass sich wohl mein Bauch ganz schön gesenkt hat. Schön, das hatte ich nämlich bei Le Petit nicht. Der ist nach unten gewachsen ;-)
Ich leide seit dem Wochenende ständig unter Nierenschmerzen. Tja, da sind das wohl doch keine Nierenschmerzen, sondern Senkwehen. Während ich der festen Überzeugung bin, dass sich unser Mädchen auch bis nach dem Termin Zeit lässt, ist mein Mann der Meinung, dass es bald kommt. Mal sehen, wer Recht hat.
Dienstag, 10. Dezember 2013
Schwangerschaftsgedanken
Jetzt sind es noch ca. 4 Wochen bis zum errechneten Termin. Aber darauf gebe ich eigentlich gar nichts. Le Petit kam ganze 12 Tage später. Damals hat mich das Warten ganz schön genervt. Dieses Mal habe ich (denke ich jetzt) nichts dagegen. Die Zeit im Mutterschutz ist schon toll. Ein bisschen Bedenken habe ich, dass ich mich zu sehr an meine freie Zeit und die Freiheiten gewöhne. Aber eigentlich weiß ich ja, was mich erwartet. Ich weiß jetzt, dass man mit Mini-Baby nur kleine Stückchen planen kann. Auch wenn mir das auf anderen Blogs irgendwie anders vorkommt. So nutze ich jetzt meine Zeit und nähe ein bisschen.
Psychisch ging es mir letzte Woche irgendwie nicht so gut. Ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist. Ich war mir auch sicher, dass ein Arztbesuch nichts zeigen würde. Nur dieses Gefühl war einfach da. Inzwischen geht es mir wieder besser. Ich habe wieder mehr Vertrauen, dass alles gut ist und gut gehen wird. In Gedanken bin ich schon sehr oft bei der Geburt. Ich bin gespannt, wie sie diesmal wird. Morgen habe ich mein "Aufnahmegespräch" in der Klinik.
Ganz besonders gravierend anders ist dieses Mal, dass bereits ein kleiner Junge hier rumspringt. Er nimmt so viel Aufmerksamkeit in Anspruch. Das ist wunderschön und macht es eben doch so anders. "Beim ersten Kind denkt man nur an der erste Kind und beim zweiten ebenso." An diesen Spruch muss ich ganz oft denken. Das zweite Kind ist eben trotz Bauch und kleiner Tritte einfach noch nicht so greifbar.
Oftmals habe ich von Zweitmüttern gelesen, dass sie sich Gedanken darüber machen, ob sie das zweite Kind ebenso lieben können. Als ich das früher gelesen habe, hielt ich den Gedanken für Blödsinn. Und gerade in den letzten Wochen ist er mir nun doch manchmal gekommen. Ich bin mir völlig sicher, dass man beide Kinder lieben wird, aber manchmal nagt da so ein bisschen der Zweifel.
Zur Babyparty einer Freundin werde ich am Wochenende nicht fahren. Letztes Wochenende haben mir gezeigt, dass die anderthalb Stunden Fahrt pro Strecke einfach zu viel wären. Sehr, sehr schade! Ich wäre sehr gerne dort gewesen. So sehen wir uns wohl erst wieder, wenn beide Babys angekommen sind.
Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit Stricken der Babyhose. Die Farben ergeben ein so wunderschönes Bild und ich freue mich darauf, sie unserem Mädchen überziehen zu können.
Dienstag, 26. November 2013
Der erste Schnee und Mutterschutz
Jetzt haben auch wir den ersten Schnee. Heute früh lagen ein paar minikleine Krümel herum. Auf dem Weg zur Arbeit sind die ersten Schneeflocken auf meinem Handschuh gelandet und in der letzten Stunde schneite es sogar so lange, dass ein bisschen mehr liegen blieb. Schön sieht es aus!
Und ich bin froh, dass ich nur noch heute mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren muss. Ab morgen habe ich Mutterschutz. Oh, wie freue ich mich darauf! Man merkt unserer Wohnung an, dass sie klein ist. Im Moment ist sie einfach total unaufgeräumt. Überall liegen kleine Häufchen mit Kram rum. Am liebsten würde ich ja die ganze Wohnung ausmisten und aufräumen und putzen. Na mal sehen, wieviel ich schaffe. Denn zum Nähen und Stricken und durch die Stadt bummeln will ich auch noch kommen. Außerdem müssen doch die ersten Plätzchen mit Le Petit gebacken werden. Ach, ich hab's so gut, dass ich jetzt frei habe.
Mir ist außerdem aufgefallen, dass ich noch NICHTS für unser kleines Mädchen genäht oder gestrickt habe. Komme mir ja schon fast lieblos vor, aber immer schmuggeln sich Projekte ein, die vorher noch fertig werden müssen. Mütze für meinen Mann, Mütze für ein andere kleines Baby... Demnächst sortiere ich mal meine Wolle und gucke, was sich daraus machen lässt. Lass dir noch ein bisschen Zeit mein kleines Mädchen.
Dienstag, 19. November 2013
Stups, Stups
Gestern Nachmittag zeigte Le Petit unvermittelt auf meinen Bauch und sagte: "Kleine Swesta, Baby!". Anschließend legte ich seine kleine (eiskalte Hand) auf meinen Bauch und die Kleine antwortete sofort mit zwei Stupsern. Das war ein wunderschöner Moment. Mein Sohn hat gelächelt und mich erstaunt angeguckt. In zwei Monaten ist sie spätestens da, die kleine Schwester - und mein Sohn wird großer Bruder. Und wir werden Eltern von zwei Kindern sein!
Mein Schwangerschaftsgefühl ist dieses Mal ein kleines bisschen anders. Ich habe das Gefühl mit meinem Kind besser kommunizieren zu können. Immer wenn mir wieder bewusst wird, dass ein kleines Kind in meinem Bauch ist, das sich gerade sehr still verhält, dann frage ich leise, ob es ihr gut geht. Nicht lange muss ich warten und ich bekomme eine Antwort. Genauso frage ich sie morgens nach dem Aufwachen. Es ist schön und beruhigend immer einen kleinen Stupser auf mein Fragen zu erhalten. Ich kann mich nicht erinnern, dass das bei Le Petit auch so war. Aber wahrscheinlich war ich da auch noch ganz anders. Ich glaube, dass ich mich in den letzten zwei Jahren als Mutter schon sehr verändert habe.
Heute morgen musste ich winzige 40 Meter nach der Bahn rennen und war entsetzt und erstaunt, wie sich das anfühlt. Meine Beine wogen Zentner und mein Becken fühlte sich an, als ob es gleich aus den Fugen gerät. Oha, das hätte ich nicht erwartet. Eigentlich fühle ich mich relativ gut und dem Umständen entsprechend sportlich. Mit dem Fahrrad auf Arbeit zu fahren ist kein Problem (hehe, bei der Geschwindigkeit...), aber rennen, nun ja, das klappt weniger gut.
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Schwangerschaftsgedanken
Heimlich, still und leise bin ich im letzten Drittel der Schwangerschaft angekommen. Morgens fühle ich mich fit und munter. Oft denke ich dann, dass ich mich eigentlich gar nicht so schwanger fühle (es sei denn mein kleines Mädchen tritt mir in die Blase während des Fahrradfahrens, sehr unangenehm). Tagsüber spüre ich das kleine Kind oft, wie es zappelt und strampelt oder Schluckauf hat. Wenn ich eine zeitlang konzentriert arbeite, spüre ich meist nichts. Dann frage ich manchmal besorgt nach innen, ob alles okay ist und bekomme meist prompt eine Antwort.
Wenn sich der Abend nähert, werde ich immer müder und kaputter. Insbesondere kurz vor dem Abendbrot, nachdem ich mir mit Le Petit schon den Mund fusslig geredet habe und selber kurz vor dem Verhungern stehe, bin ich nur noch sehr dünnhäutig. Zum Glück bereitet mein Mann dann ganz oft das Abendbrot vor.
Abends, wenn ich zu Bett gehe, dann fühle ich mich so ausgelaugt und unbeweglich, dass ich mich frage, wie ich die restlichen Wochen überhaupt noch überstehen soll. Meist schlafe ich dann ganz schnell ein. Ich habe das Gefühl, dass durch die Kühle im Herbst das Restless-Leg-Syndrom diesmal viel weniger ausgeprägt ist. Bei Le Petit hat mich das fast wahnsinnig gemacht. Ich lag Abends im Bett, war hundemüde und konnte wegen des Bewegungsdrangs meiner Beine einfach nicht einschlafen. Überhaupt ist diese Schwangerschaft doch in einigen Dingen anders. Obwohl Le Petit schon seit über einem Jahr durchschläft, scheine ich das Aufwachen in der Nacht noch gewöhnt zu sein. Dass ich Nachts (zum Glück nur einmal) raus muss, stört mich fast nicht. Überhaupt habe ich einen sehr leichten Schlaf und wache bei jedem Piep meines Sohnes auf. Trotzdem bin ich morgens meist frisch. So kann es jetzt eigentlich noch bleiben.
Im Moment beschäftigt mich die Geburt sehr. Ich versuche mich darauf vorzubereiten. Überlege, was beim letzten Mal eventuell ungünstig war und wie ich das umgehen kann. Schon irgendwie doof, dass man das nicht üben kann! Außerdem frage ich mich regelmäßig, wie das Leben mit Baby und Kleinkind wohl so wird. Unser Fokus ist total auf Le Petit ausgerichtet. Er steht bei uns im Mittelpunkt. Werden wir beiden Kindern gerecht? Machen unsere Nerven dabei mit? Haben wir uns das mit dem zweiten Kind wirklich gut überlegt? Mein Herz sagt immer ja. Manchmal hilft wohl Kopf abschalten...
Freitag, 20. September 2013
Das zweite Kind
Mittlerweile bin ich bereits in der 24. Woche. Das kleine Kind in mir wächst und wächst, mein Bauch immer sichtbarer und runder. Es fühlt sich sehr schön an. Ich spüre die kleinen Tritte und Schluckaufs, merke, wie sie sich dreht und male mir dabei aus, wie es sich in ihrer Höhle anfühlt. Mein Mann freut sich jedes Mal, wenn er Kontakt aufnehmen kann und ebenfalls einen Stupser an die Hand bekommt. Le Petit hat dem Baby bzw. dem Bauch letztens einen Kuss gegeben und ihn gestreichelt, als ich meinte, dass wir dem Baby jetzt auch Gute Nacht sagen können. Er wird großer Bruder werden! Wie er sich wohl verhält, wenn das kleine Mädchen da ist? Und wie werden wir mit zwei Kindern klar kommen?
Die zweite Schwangerschaft ist ganz anders als die erste. Ich kenne vieles schon, weiß, was mich erwartet. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie im Trubel des Alltags an uns vorbeifliegt. Am späten Nachmittag und Abend ist meine Konzentration auf Le Petit, meinen Mann und die alltäglichen Dinge ausgerichtet. Ich springe hierhin und dorthin, hebe Le Petit hoch. Mir fällt meine Müdigkeit und Erschöpfung auf. Ich bringe Le Petit ins Bett und wenn ich dann neben seinem Gitterbett sitze und Gute-Nacht-Lieder singe ("Sterne! Mond!"), dann merke ich ein kleines Stupsen und singe bewusst für meine beiden Kinder. Manchmal wird meinem Mann und mir bewusst, dass wir bald Eltern von zwei Kindern sind. Also richtig, echte Eltern also =) Ein schöner Gedanke.
In letzter Zeit versuche ich mich ein bisschen mehr auf diese Schwangerschaft zu konzentrieren. Abends, wenn mein Mann noch im Bad ist und ich schon im Bett bin, dann nehme ich mir schönes Öl zur Hand und tue mir, meinem Bauch und meiner Kleinen etwas Gutes. Ich finde es schön, diese Angewohnheit gefunden zu haben und mir ganz bewusst dafür Zeit zu nehmen und zu spüren. Nächste Woche beginnt mein Geburtsvorbereitungskurs, der eigentlich eher ein Kurs mit Entspannungsübungen ist (oder so, mal sehen). Noch mehr bewusste Zeit für mich und mein Baby.
Dienstag, 13. August 2013
Alles besser
Seit zwei, drei Wochen habe ich endlich wieder mehr Energie. Davor bin ich mit dem Fahrrad eher auf Arbeit gegondelt, jetzt kann ich wieder in die Pedale treten. Es ist schön zu merken, dass ich wieder ein bisschen mehr Energie und Kraft übrig habe und das Fahrrad fahren tut mir auf jeden Fall auch sehr gut. Es ist viel entspannter als Straßenbahn oder Auto, man spürt die frische Luft , die leichte Kühle und die Sonne (frische Luft soweit das in der Stadt halt geht, morgens ist sie meist noch ganz klar).
Auch Abends kann ich mich endlich wieder aufraffen und noch etwas nähen oder stricken. In den letzten Wochen empfand ich selbst stricken als zu anstrengend.
So kann es jetzt auf jeden Fall weitergehen. Prima Timing übrigens, wollen wir doch nächste Woche endlich in den Urlaub fahren =)
Donnerstag, 1. August 2013
Zum Reinwachsen
Meine Strickjacke ist fertig! Angefangen hatte ich sie im Januar. Es sollte eine Shalom-Jacke werden. Ich hatte auch tatsächlich eine Hilfsanleitung gefunden, die zur Wolle passte (Stricknadeln Größe 5). Nur leider habe ich mich dann in der Anleitung verguckt und viel zu viele Maschen angeschlagen. Mitte April war sie im Prinzip fertig. Naja, fertig, aber völlig sackartig. Die Armausschnitte waren viel zu groß und insgesamt war sie viel zu weit. Wie habe ich mich geärgert! Beinahe hätte ich sie wieder aufgetrennt (was meinen Mann wohl in den Wahnsinn getrieben hätte).
Meinem Mann ist es tatsächlich zu verdanken, dass sie doch noch etwas geworden ist. Nachdem sie einige Zeit nur so rumlag und ich keine große Lust hatte, weiter an ihr zu arbeiten, wollte ich sie dann aber doch irgendwann mal tragen. Die Armausschnitte habe ich weiter zugenäht und somit verkleinert, die Knöpfe asymmetrisch angebracht (beides seine Ideen!). Außerdem habe ich noch schöne Kanten rangehäkelt. Nun passt sie. Meine erste gestrickte Jacke.
| Im Garten meiner Eltern aufgenommen. |
Es ist auch noch ein wenig Platz zum Reinwachsen vorhanden.
| "Los Mami, ich will dir die Johannisbeeren zeigen!" |
Und den werde ich brauchen. Je kälter es wird, desto häufiger werde ich hoffentlich die Jacke tragen diesen Herbst. Und desto runder wird mein Bauch werden. Mitte Januar zieht bei uns ein neues kleines Menschlein ein. Die Jacke wird es bis dahin schön warm halten und mich geborgen fühlen lassen. Wir freuen uns auf dich, du kleiner Mensch!
P.S.: Ich habe mir schon Garn für eine weitere Shalom-Strickjacke besorgt. Eine ganz edle Mischung aus Baumwolle und Leinen (wow, ich freue mich schon darauf, das zu verstricken!). ;-)
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