Posts mit dem Label Puppen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Puppen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. Dezember 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das sechste Treffen

Heute ist es soweit. Wir treffen uns zum sechsten und damit letzten Mal der Puppenmitmacherei. Die fertigen Puppen werden präsentiert. Meine Puppe hatte ich bereits Ende August fertig gestellt. Sie war von Anfang an als Taufgeschenk für meinen Sohn vorgesehen. Ich hatte schon längere Zeit vor, so eine Puppe zu nähen. Es einfach mal auszuprobieren. Die herzallerliebsten Puppen von kivitt und von zauberflink haben mich inspiriert und mir Mut gemacht. Und zufällig hat sich tatsächlich genau zu der Zeit auch die zweite Puppenmitmacherei ergeben. Natürlich hatte ich mich sofort angemeldet.

Ich wollte es einmal propbieren, eine Puppe ohne gekaufte Anleitung zu nähen. Es gibt viele schöne Tutorials. Das Schnittmuster wollte ich selber zeichnen. Diese Puppe sollte meinen Pinselstrich führen. Anfangs habe ich mich doch recht schwer getan. Aber je länger ich daran arbeitete, desto faszinierter war ich von diesem kleinen Puppenkind, das unter meiner Hände Arbeit entstand. Auch meine Kinder, vor denen ich die Näherei nicht versteckte, waren von den Puppenteilen und dem Kopf fasziniert.

Eigentlich muss man nur anfangen, dann klappt es schon. Ein Ansatz, der eigentlich ganz oft zutrifft, ob man nun das erste mal Fliesen verlegt, einen Garten anlegt oder eine Puppe näht.
Natürlich hat meine Puppe einige Schönheitsfehler. Ein Bein ist dicker als das andere, der Hals ist ein bisschen faltig und die Füße ein wenig spitz. Aber das ist okay so. Ich habe nicht erwartet, dass mein erster Versuch mit einer Puppe von zauberflink oder Mariengold mithalten kann. So trägt die Puppe eben meine Handschrift, die beim ersten Versuch noch ein wenig ungelenk ist.

Meine Kinder durften zwar den Nähprozess mit verfolgen, irgendwann aber, als die Puppe langsam Haar bekam und ich die Kleidung nähte, ließ ich alles still und heimlich verschwinden. So ganz wollte ich die Überaschung nicht nehmen. Schließlich packte mein Sohn nach der Taufe sein Geschenk aus. Seine Augen strahlten, er nahm sie in die Arme und sagte leise: "Meine Püppi!"
Das war ein wunderschöner Augenblick. 
Seitdem musste die Püppi, die er auf den Namen Emma-Greta getauft hat, allerdings schon so einiges einstecken. Er geht nicht immer liebevoll mit ihr um. Dass sie ihm allerdings doch am Herzen liegt, stellte ich in unserem Urlaub fest. Die Püppi hatte plötzlich einen riesigen schwarzen, öligen Strich im Gesicht. Mein Sohn war entsetzt und wollte die Puppe nicht mehr anfassen. So säuberte ich sie noch im Urlaub mit Wasser und Seife (was hatte ich Schiss davor), aber alles ging gut und die beiden freundeten sich wieder an =)

So sieht sie nach 3 Monaten aus. Schon ein bisschen mitgenommen und grau an der Nasenspitze.

Meine Puppennäherei blieb auch den Nachbarn nicht verborgen. Ich wurde darauf angesprochen, es gab Interesse und so startete ich letztens eine kleines, privates Puppensewalong mit einer Nachbarin. Unsere beiden Mädchen haben im Dezember Geburtstag und brauchen auch noch dringend eine Puppe. So hat sie unter meiner Anleitung eine Puppe fertig gestellt. Und für mein Mädchen habe ich ebenfalls eine genäht.
Darf ich das baldige Geschwisterpaar präsentieren? Hier sind sie:
 

Die kleine Schwester ist interessanterweise viel größer geworden, da der Kopf von Anfang an größer war. Bei ihr konnte ich einige "Fehler" umgehen, die mir beim ersten Versuch unterlaufen waren. Die Falten am Hals sind weniger geworden, genäht wurde direkt am Schnittmuster entlang (und nicht mit 1 cm Nahtzugabe und dann irgendwie den 1 cm abschätzen...), für die Haare habe ich Mohairwolle bestellt. Außerdem habe ich die Füße eleganter genäht, sodass sie nicht so spitz und eckig sind. Die kleine Schwester ist somit zwar ein wenig knitterfreier, in die erste Puppe habe ich dagegen mehr Herzblut gesteckt. Jetzt fehlen bloß noch die Haare und die Kleidung für das zweite Püppchen und dann ist das Puppenkapitel erst einmal beendet.

Ich bin sehr froh, dass ich die Puppenmacherei gewagt habe und bin über meine zwei entstandenen Püppchen sehr glücklich. Ich hoffe, dass sie lange Spielkameraden oder Wegbegleiter meiner Kinder werden.
Vielen Dank Caro und Maria für die schöne Idee und das sichere Leiten der Mitmacherei!

Die anderen Puppenmacher treffen sich heute bei Caro und zeigen die fertigen Püppchen.

Wer die anderen Treffen noch verfolgen möchte, klickt bitte hier:
1. Treffen, die Idee
2. Treffen, die Vorbereitung
3. Treffen, Kopf und Körper
4. Treffen, Haare und Gesicht
5. Treffen, die Kleidung

Freitag, 6. November 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das fünfte Treffen

Beim fünften Treffen, dem vorletzten bereits, geht es um die Kleidung der Puppen. Puppenkleidung mag ich sehr. Man braucht nicht viel Stoff und kann mit einfachen Mitteln so hübsche Dinge zaubern (nicht, dass ich das schon mal getan hätte). Ich habe mich vorher informiert und mich gefreut, wie einfach die Schnittkonstruktion für Puppensachen ist. Da aus meinem Puppenjungen ja überaschenderweise ein Mädchen geworden ist (mein Sohn hat es sich so gewünscht), schwebte mir vor allem ein Kleid, eine Unterhose, Schuhe, Haarbänder und eine Strickjacke vor. 

Die Unterhose habe ich bei Kivitt gefunden. Leider hat sie inzwischen aufgehört zu schreiben, was ich sehr bedauere. Die Unterhose lässt sich gut stricken, rutscht bei meinem Püppchen allerdings ein bisschen. Beim nächsten Mal würde ich weniger Maschen anschlagen.

Das Schnittmuster vom Kleid habe ich selbst entworfen. Aber eigentlich gibt es da nicht viel zu entwerfen. Ich habe die Ärmel und das Oberteil aus einem Stück geformt und hinten einen lange Schlitz gelassen, damit der große Kopf durchpasst. Ich bin immer wieder überascht, wie sehr die Puppen kleinen Babys ähneln. Einen Knopf wollte ich noch hinzufügen, habe es dann zeitlich nicht mehr geschafft und es dann gelassen. Aus dem Stoff habe ich meinem Patenmädchen ein Kleid genäht als sie ein Jahr alt war. Eine schöne Erinnerung. Als Abschluss bekam das Kleidchen noch eine Spitzenbordüre.

Die Anleitung für die Schuhe habe ich von der zauberhaften Zauberflink, die mich auch so wunderbar inspiriert hat und so tolle Anleitungen bereit hält. An die Größe der Schuhe musste ich mich ein bisschen herantasten. Auch das gelang mir nicht so gut und die Schuhe rutschen immer ab. Da muss ein Bändchen noch Abhilfe schaffen. Meine arme Puppe scheint ein bisschen zu klein und zu schmal geraten sein. 
Für die Haarbänder habe ich einfach Luftmaschen gehäkelt. Die kann mein Sohn natürlich noch nicht anbinden. 

Eine Strickjacke wollte ich auch noch stricken, aber dazu kam ich noch nicht. Anleitung wäre diese hier. Sehr süß! Und jetzt, wo das Wetter kalt wird, wünsche ich mir auch noch eine Hose und eine Mütze nach Ringelmiez' oder Junikates Anleitung. Vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk?
Besonders faszinierend fand ich allerdings auch diese tollen Stiefelchen. 

Eigentlich würde ich gerne noch eine ganze Ausstattung nähen. Die Windel fehlt nämlich auch noch! Mir hat es großen Spaß gemacht, die Kleidung zu kreieren. Da muss ich einfach noch mal ran.

Alle anderen Kleider- und Puppenmacher sind wie gehabt bei Caro und den Naturkindern zu finden.

Also dann, bis zum letzten Treffen im Dezember!


Mittwoch, 7. Oktober 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das vierte Treffen

Heute nun also das vierte Treffen der Puppenmitmacherei. Es geht um die Gestaltung von Gesicht, Haaren und Details. Ich habe das Gesicht gleich aufgestickt, als der Kopf fertig war. Das erschien mir am einfachsten. Vielleicht wäre es besser das erst zu machen, wenn der Körper schon mit Kopf verbunden ist? Ich weiß es nicht. Vielleicht probiere ich es beim nächsten Mal anders aus. Denn das nächste Mal ist schon fest verplant. Meine Tochter wird im Dezember zwei Jahre alt. Zeit für eine große Puppe, nicht wahr?
Gut, aber zurück zur Puppe meine Sohnes. Für die Augen und den Mund verwendete ich Stickgarn aus meinem großen Fundus. Ich freue mich, dass es endlich mal zum Einsatz kommt. Ich habe es mal auf dem Flohmarkt erbeutet. Es ist ziemlich altes, noch von "damals" in Glauchau hergestellt, also gar nicht so weit weg von hier. Hier kam auch endlich die lange Nähnadel zum Einsatz und sie war wirklich sehr nützlich. Die Augen habe ich so erst mit Abbindegarn am Hinterkopf fixiert und auch den Mund angedeutet. Wobei mir der Mund nicht so sehr gefällt. Machen das andere Puppenmacherinnen anders? Für die Augen verwendete ich ein helles blau. Mein Sohn hat so helle, strahlende blaue Augen, da musste ich einfach ebenfalls blau verwenden. Der Mund wurde ein zurückhaltendes rot. Gestickt habe ich in den Abendstunden auf der Terasse, bis es dunkel wurde. Ich lehnte mich dann immer ganz weit nach hinten, um das Licht aus der Küche zu erhaschen.
Die Augen gefielen mir anfangs nicht und eines trennte ich noch einmal ängstlich auf. Ängstlich, da ich nicht wusste, ob man die Einstichlöcher des Garnes sehen würde. Ganz zufrieden bin ich mit den Augen auch nicht. Sie sind zu wenig rund. Das konnte ich erst evaluieren, als ich sie ganz direkt mit anderen Puppengesichtern verglich. Aber ich traue mich nicht, sie nocheinmal aufzumachen. Der Mund ist auch zu weit nach innen gezogen. Wie gesagt, beim nächsten Mal würde ich ihn nicht am Hinterkopf fixieren.
Dann ging es an die Haare. Ich hatte ja schon erzählt, dass ich meinen Sohn in den Entstehungsprozess mit einband. Er suchte sich "gelbe und blonde Haare", wie er sie nannte, aus meinem Fundus (von der Omi bekommen) aus. Ich muss zugeben, dass es keine echte Wolle ist, sondern eine Mischung mit Acryl, wohlmöglich sogar nur Acryl. Aber ich freue mich, dass er so eine genaue Vorstellung von den Haaren, eigentlich von der ganzen Puppe hatte. In meinen Augen wollte ich eine Jungspuppe machen, aber er wünschte sich ein Mädchen (das dritte) mit langen blonden Haaren. Also dann.
Ich häkelte eine Kappe für das Puppenmädchen. Dafür verwendete ich die Anleitung von Zauberflink. Vielen, vielen Dank dafür! Die Kappe wird auf den Kopf genäht und dann werden die Haarsträhnchen eingeknüpft.

Auf weitere Details (Ohren, Bauchnabel, Po) habe ich bei diesem Püppchen ganz bewusst verzichtet.
Zum Schluss wurde ihr noch Leben eingehaucht und ich machte ihr rote Bäckchen und eine rote Nase. So, jetzt dürft ihr sogar schon einen Blick auf die fertige Puppe mit Kleidchen erhaschen:
Aber die ganze Puppe zeige ich erst später.

Ich bin gespannt, was die anderen Puppenmacherinnen bei Caro heute alles zu berichten haben und stöbere hier ein bisschen herum.

Mittwoch, 2. September 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das dritte Treffen


Nachdem ich beim letzten Treffen als Vorletzte gepostet habe, bin ich heute ganz vorbildlich mit dabei. Beim heutigen Treffen geht es also um den Kopf und den Körper. Ich habe als erstes den Kopf gestaltet, da ich an ihm den Körper anpassen wollte. Ich habe draußen auf unserer Terasse mit Le Petit neben mir als Kameraassistent sowie Filzprofi gearbeitet.
Zuerst wurde eine große Kugel gewickelt, die ich mit Filznadel verdichtet habe.
 Le Petit hat auch wild drauf losgestochen verdichtet und sich nicht verletzt (uffa).

Dann wird der Stern gelegt, abgebunden und mit Mullschlauch umwickelt.

Eine kleine Nase habe ich ebenfalls noch mit eingearbeitet. Einfach eine kleine Kugel Wolle mit der Filznadel angefilzt. Dabei tat mir das Püppchen schon ab und zu leid. Aber in ihr war ja noch kein Leben. Und tadaa, fertig war der Kopf.

Beim anschließenden Festnähen des Trickots habe ich mich sehr schwer getan. Ich habe ein Rechteck über den Kopf gelegt. Erst oben zugenäht - das ging noch - und anschließend mir einen abgebrochen den Stoff am Hinterkopf festzunähen ohne dass Falten am Hals entstehen. Ich muss zugeben, der Hinterkopf sieht ziemlich gruselig aus. Die Falten habe ich leider auch nicht wegbekommen, trotz ziehen und zerren. Sie sind am Hals immer noch da. Durch das ganze Festziehen sind die Backen des Püppchens auch irgendwie schmaler geworden. Das ärgert mich ein bisschen. Der Puppe kam so das Babyhafte abhanden. Naja, aber nicht ganz so schlimm. Als der Trikotstoff endlich drüber war, habe ich den Kopf wieder Le Petit gezeigt. Die Nase konnte man ja sehen. Ich hab ihm gezeigt, wo dann die Augen hinkommen und er hat das einfach nicht verstanden. Er hat gefragt, ob die Nase dann die Augen werden und hat die Augen gesucht. Sehr interessant, dass er sich das nicht vorstellen konnte. Anschließend hab ich das Gesicht gestickt, obwohl das ja erst im nächsten Schritt dran kommt. Ihr überseht das jetzt einfach mal großzügig.
Hinterkopf mit tausend Nähten und Falten, hier sieht man sie wenigstens nicht.

Beim Körper habe ich lange überlegt. Wie angewinkelt sollen die Arme sein? Beine direkt am Körper dran und dann den Fuß durch ein paar Stiche nach oben heben? Fußspitzen offen ausschneiden, um die beste Fußform zu bekommen? Letztendlich entschied ich mich dazu die Beinnaht über das Knie zu legen und die Beine einzeln an den Körper zu nähen. Bei den Proportionen hielt mich an den Vorschlag aus diesem Tutorial. Also Kopf 1/4 der Gesamtlänge, Beine und Körper jeweils die Hälfte der verbleibenden 3/4. Gestopft habe ich mit Essstäbchen und einem Kochlöffel und zwar zuerst den Fuß, dann den Unterschenkel und dann den Oberschenkel. Genauso bei den Armen. Genäht habe ich mit der Maschine mit dem dreifachen Geradstich. Das lief sehr gut, allerdings sind mir die Arme rgendwie etwas verrutscht und einer ist dünner und stärker gekrümmt als der andere. Im Nachhinein fiel mir auch wieder ein, dass es besser ist direkt am Schnittmuster entlang zu nähen und es anschließend rauszuziehen, statt mit Nahtzugabe auszuschneiden und dann zu nähen. Die Arme wollte ich erst über den verlängerten Hals legen und dort festnähen. Das sah aber mit der Armkrümmung seltsam aus und so hab ich sie erst einzeln zugenäht und anschließend an die Schultern des fertigen Körpers genäht. So sind sie jetzt gut beweglich. Beim Nähen der Schulternaht fiel es mir ein bisschen schwer die Wolle immer wieder nach innen zu stopfen und anschließend waren auch noch einige Wollfädchen zu sehen, aber jetzt fällt das nicht mehr auf.

Äußerst schlecht belichtetes Nachtbild.
Meine Tochter hat mir bei diesen Schritten geholfen.

Ärmchen von Fingerchen gehalten.
 Das kleine Lieschen ist überhaupt so von der Puppe angetan (auch schon vom Kopf alleine). Ich habe auch eine für sie zum Geburtstag im Dezember auf der Liste.

Noch ohne Arme. Sehr ihr die Falten am Hals? Ich hab sie nicht wegziehen können.
Schließlich mit Armen.
 Und so saß sie dann bei uns in der Küche und wartete auf Haare und Kleidung. Zum Glück war es ja sommerlich heiß, sodass die Seidentücher ausreichend waren.
Das "Zusammenbauen" der Puppe ging für mich überaschend gut und einfach. Ich bin mit der Körperform äußerst zufrieden. (Ok, die Füße sehen ein bisschen komisch aus und die Arme sind unterschiedlich, aber das sehe ich nicht so eng.) Gerne hätte ich ein bisschen Granulat eingenäht, aber das war mir zu teuer. Kies fand ich auf die Schnelle nicht und auf die Idee einen Stein zu wattieren und mit einzunähen, wie ich es später gelesen habe, bin ich leider, leider nicht gekommen. Aber sie liegt auch so gut im Arm.

Wie sieht es bei euch aus? Hier bei den Naturkindern können die anderen Projekte bestaunt werden.
Hier ist Teil 1 und Teil 2 meines Püppchens zu sehen.

Sonntag, 16. August 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das zweite Treffen

Jetzt komme ich nun endlich dazu am zweiten Treffen teilzunehmen. Ich war Abends zu sehr damit beschäftigt, die Puppe auch wirklich zu nähen. Denn in einer Woche - zur Taufe der Kinder - wird sie auch schon gebraucht. Und sie ist tatsächlich auch schon fertig. Naja, die Haare fehlen noch, ebenso die Kleidung. Außerdem möchte ich ihr mit roten Bäckchen noch Leben einhauchen. Aber im Moment ist alles an ihr dran.

Im zweiten Treffen soll es nun also um die Vorbereitung gehen. Ich habe mein Material über Wollknoll besorgt. Für meine Puppe kaufte ich dort:
Außerdem habe ich dabei auch Filznadeln gekauft, die ich für die Nase verwendet habe.



Den Rest nehme ich aus meinem Fundus, wie beispielsweise
  • Nähgarn (in orange, sieht man kaum),
  • Stickgarn für Augen  und Mund (endlich kommt mein wunderschönes Stickgarn mal zum Einsatz, übrigens gaaaanz altes vom Flohmarkt noch "damals" in Glauchau hergestellt, also gar nicht so weit weg),
  • Heilwolle zum Stopfen (gibt es in der Apotheke für ca. 5 Euro),
  • Wolle für die Haare, hier werde ich ganz normale Wolle nehmen, keine Puppenhaarwolle,
  • Stoff und Wolle für die Kleidung

Mit einer Anleitung habe ich mich ein bisschen schwer getan. Letztens Endes habe ich fast vollständig dieses Tutorial verfolgt. Im Prinzip ist es ja eigentlich auch nicht so schwer. Das Schnittmuster habe ich mir selber erstellt, habe mich bei den Proportionen aber auch an der Anleitung orientiert. Über die Beine habe ich lange nachgedacht. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

Insgesamt freue ich mich riesig, endlich eine große Puppe (ca. 40 cm) in Angriff genommen zu haben und dabei den Projekten der anderen folgen zu können.
Und hier bei den Naturkindern können die anderen Projekte bestaunt werden.

Mittwoch, 1. Juli 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das erste Treffen

Vor zwei Jahren fand das erste Puppen-Sew.Along bei den Naturkindern statt. Ach, was hab ich mir die Augen aus dem Kopf geguckt. So viele, so wunderschöne, handgemachte Puppen voller Liebe. Davor hatte ich riesigen Respekt. Und es war das erste Mal, dass ich diese Puppen überhaupt kennenlernte. Feine, weiche Waldorfpuppen, aus Stoff, mit gesticktem Gesicht, wunderschöne handgefertigte Kleidung. Ich verliebte mich sofort in diese Puppen. Aber selber machen? Wie gesagt, hatte ich davor großen Respekt.
Ein paar Monate vor dem ersten Geburtstag meiner Tochter stieß ich im Wollladen auf Bastelpakete von De Witte Engel für kleine Püppchen. Und so nähte ich nach Anleitung das erste kleine Schmusepüppchen. Lange hat es gedauert. In vielen Stunden habe ich das Püppchen per Hand genäht und ständig Löcher geflickt (von Hand zu nähen dauert lange und ist aufwendig).  Mit dem Ergebnis bin ich einigermaßen zufrieden.
Diesen Frühling dann vergaß ich einmal die (gekaufte) Puppe meines Sohnes im Kindergarten, was am Abend dann zu zahlreichen Tränen führte (übrigens ein verlängertes Wochenende...). Und so nähten wir beide gleich am nächsten Morgen eine Puppe für ihn (diesmal die Nähte mit der Maschine!). So entstand ganz ohne Anleitung und völlig spontan Anna-Maria-Charlotte Bruwolf :-)
Das ganze hätte ich nicht gewagt, wäre ich nicht vorher auf den wunderbaren kivitt-Blog gestoßen. Hier werden wunderschöne Püppchen genäht und das ganze nach eigenem Schnittmuster. Ich druchforstete das ganze gesamte(!) Internet nach Anleitungen und holte mir Mut von kivitt. Sie unterstützte mich in meinem Vorhaben und nun will ich versuchen das Schnittmuster ebenfalls selbst zu entwerfen. Bei Anna-Maria sind mir die Proportionen ein bisschen mislungen, was auch an der Schnelligkeit lag. Ich bin gespannt, wie es mir gelingen wird. Großen Respekt habe ich vor dem Hals der Puppe. Da weiß ich noch gar nicht, wie ich vorgehen will. Im Kopf habe ich die Puppe schon tausendmal gemacht, jetzt muss sie bloß noch Realität annehmen.

Gerade bei all diesen Gedanken und Ideen wurde tatsächlich ein zweites Puppen-Sew-Along von Caro von den Naturkindern und Maria von Mariengold ins Leben gerufen und ich mache natürlich sofort mit!
Wahrscheinlich wird es ein Junge. Kurze Haare, ich glaube, ich möchte sie meinem Sohn ähneln lassen. Aber er hat da auch großes Mitspracherecht. Ein Puppenjunge für meinen Jungen zur Taufe (Ende August). Damit ist auch schon mal klar, dass ich deutlich vorarbeiten muss. Das Finale des Sew-Alongs ist ja auf Anfang Dezember angesetzt. Aber Mitte Dezember hat ja auch mein kleines Mädchen Geburtstag! Also strebe ich ein bisschen zwei Puppen an. 
Ich freue mich riesig auf den Startschuss und hoffe von vielen Seiten inspiriert zu werden.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1. Treffen am 1. Juli: Ideensammlung
2. Treffen am 5. August: Vorbereitungen
3. Treffen am 2. September: Herstellung von Kopf und Körper
4. Treffen am 7. Oktober: Gestaltung von Gesicht, Haaren und Details
5. Treffen am4. November: Anfertigung der Kleidung
6. Treffen am 2. Dezember: Finale