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Donnerstag, 4. Februar 2016

Ranunkeln



Drei Jahre ist es jetzt her, dass ich unser kleines Pünktchen verloren habe. Ich kann mich an die Zeit erinnern, als sei es gestern gewesen. Und auch wenn es erst 8 Wochen alt war, gehört es für mich zu eine der schmerzhaftesten Erfahrung. Die erste Schwangerschaft mit Le Petit verlief problemlos, so war ich mit Pünktchen absolut zuversichtlich. Es hat lange gedauert, ehe ich die Schwangerschaft mit Lieschen im Herzen angenommen habe. Ich wollte nicht wieder so enttäuscht werden.


Das klitzekleine Kind habe ich an einem Samstag verloren. Am Montag hatte ich ein Bewerbungsgespräch, drei Wochen später war die Verteidigung meiner Doktorarbeit. Es war keine leichte Zeit. Mein Körper musste einiges mitmachen.
Wir - damals noch zu dritt - haben jeder eine Ranunkel in den Fluß am Krankenhaus gelegt und zugesehen, wie sie davon schwimmen. Dieses Jahr muss ich besonders oft und lange daran denken. Dieses Jahr kommen mir besonders viele Tränen.
Manchmal sehe ich meine Kinder an und denke: "Ihr lieben Kinder, eigentlich sollte da noch jemand anders sein." Aber dann merke ich, dass wir Lieschen sonst nicht hätten.
Es ist gut so!

Freitag, 18. Dezember 2015

Dezemberalltag

Der Dezember ist angekommen. Die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Schön wäre es. Die letzten beiden Wochen waren bei uns wie auch bei vielen anderen Familien stressiger als unser normaler Alltag. Hinzu kommen Weihnachtsfeiern, Arztbesuche, Kollegenvertretungen, Weiterbildung und - wir haben das besonders "günstig" geregelt - noch zwei Geburtstage =) Eine Zeit des besinnlichen Wartens zu schaffen, will mir nicht so recht gelingen.
Auf der anderen Seite heißt das aber viel Geselligkeit. Wir haben alte Freunde wieder getroffen, diesmal in Begleitung ihrer neuen, kleinen Tochter. Ich traf mich zu einer wohltuenden Freundinnenrunde, mein Mann ebenso (bloß anders ;-) ). Es gab eine Weihnachtsfeier im Kindergarten, die Schwiegereltern besuchten uns und wir besuchten meine Schwester und ihren Freund. Mein persönliches Highlight war der Besuch des Kinderballets der Nussknackersuite zusammen mit Le Petit. Im Voraus war dieses Buch unser Dauerbrenner als Gutenachtgeschichte. Die Musik hörten wir nicht ganz so oft. Umso berührter war ich von ihr während des Kinderballets. Le Petit hat die Vorstellung ausgesprochen gut gefallen. Er hat das Ballett gebannt verfolgt, blätterte zwischendrin immer mal im Buch, um eine Szene nachzuschlagen und saß so geduldig da. Noch jetzt denke ich gerne an diesen Theaterbesuch zurück.
Nun bleibt noch der vierte Advent. Nicht völlig unverplant, aber doch nur ganz sacht geplant. Eigentlich ist nur ein Stuhlkauf (!) und ein Eisessen angedacht. Geburtstage Mitte Dezember sind nicht ganz einfach. So feiern wir am Wochenende mit einem Eisbecher! Ich denke, das könnte eine gute Tradition werden.

Donnerstag, 27. August 2015

Worn out

Dienstag hab ich mich gefühlt wie Freitag, mir ist ständig schwindlig und gestern Nacht lag ich Stunden wach, weil mir schlecht war. Mein Mann stellte Mittwoch Abend entsetzt fest, dass es immer noch nicht Donnerstag ist. Le Petits Husten und Weinerlichkeit wird von Tag zu Tag schlimmer und Lieschen fängt ebenfalls an zu husten.
Irgendwie sind wir müde und kaputt. Die Taufe hat uns mehr Kraft gefordert, als ich das dachte. Zeit, dass wir ein bisschen runterschalten, am Samstag so wenig planen wie nötig und irgendwie versuchen zu entspannen. Denn Sonntag müssen wir dann wieder auf dem Dampfer sein. Le Petit wird vier Jahre alt! Wir feiern Familien- und Kindergeburtstag. Aber ich freu mich drauf.

Le Petit hat sich heute sein Geburtstagsessen ausgesucht "Und wann essen wir endlich mal wieder Pfannkuchen?!" (Hilfe, er hat Pfannkuchen gesagt! Bei uns heißt das doch Eierkuchen! Meint er jetzt Berliner oder Plinsen???)

Freitag, 26. Juni 2015

Über den Kopf und alles prima

Gerade die letzten Tage wuchs mir mal wieder irgendwie alles über den Kopf. Nachdem wir eine ruhige und entspannende Woche bei den Schwiegereltern im Norden verbracht hatten, verpuffte Sonntag direkt das Urlaubsgefühl wieder. Ich war angespannt, reizbar, vertrug keinen Lärm (letztens erst die Terassentür geschlossen, um den Rasenmäherlärm auszusperren, dann das laute Dröhnen der Dunstabzugshaube abgestellt, den Kinder nahe gebracht ruhig zu sein und letzten Endes verzweifelt auf den röhrenden Geschirrspüler geblickt). Gestern morgen gipfelte das dann darin, dass ich meinem kleinen Mädchen laut und entnervt klar machte, sie solle ihre Jacke anziehen. Dabei galt meine Entnervtheit eigentlich Le Petit. Meine Kleine blickte mich mit großen Augen an und fing beinahe an zu weinen. Da ist mein Herz noch schwerer geworden.
Glücklicherweise lief der gestrige Abend ganz anders ab. Das Wetter war toll, wir aßen draußen, die Nachbarskinder und Le Petit spielten und aßen Kirschen (Sommerfeeling pur!). Später machte ich mich noch mit dem Söhnchen auf den Weg lange Stöcke zu suchen, um unseren Stangenbohnen die Stange zu geben. Wir saßen an der Elbe, er warf Steine, ich hörte den Vögeln zu. Später am Abend dann noch ein kleines Radler auf der neugebauten Bank vor dem Haus. Hach ja, so soll es bitte bleiben!

P.S.: An der Elbe habe ich aus Versehen Le Petit total erschreckt. Er fing Fische (große Steine), unter anderem einen Hai! Es großes Stück Holz kam angeschwommen und ich sagte "Guck mal, ein Krokodil!". Panisch versuchte er den steilen Geröllhang hochzuklettern, rutschte aber immer wieder runter und rief schließlich verzweifelt "Ich will aber nicht gefressen werden.". Ach je! So erschrecken wollte ihn nicht. Ich machte ihm dann (noch einmal) klar, dass es bei uns keine Krokodile gibt (er blieb skeptisch). Als wir uns auf den Nachhauseweg machte, blickte er mich an und sagte "Weißt du Mami, ich hab immer Angst, ich bin in Afrika am Wasser und werfe mit Steinen und ein Krokodil frisst mich." Ach, mein Kleiner. Ich habe ihm versprochen Bescheid zu sagen, falls wir mal in Afrika sind (Hmm, nächstes Jahr wollen wir eventuell nach Marokko fahren, ist  ja auch Afrika, wenn doch keine Krokodile.) Dabei fiel mir wieder die Episode, als mein Mann und Le Petit eine Medizini lasen. Es ging um das Thema Angst - Angst vor Dunkelheit, vor was weiß ich. "Und wovor hast du Angst, Le Petit?" "Vor Krokodilen." Muss ich mir jetzt wirklich mal merken!

Mittwoch, 3. Juni 2015

Sommernachmittag am Strand

Bereits gestern war es sommerlich warm, sodass ich mit den Kindern Nachmittags an den Elbstrand gefahren bin. Herrlich seichtes (saukaltes) Wasser, viel Sand (und Scherben), viele, viele fröhliche Kinder und mein Mann, der noch zu uns stieß.

 Le Petit spielte glücklich, bis er ganz wassdurchtränkt war. Lieschen saß glücklich auf der Decke und beschwerte sich nur, wenn an ihrem Fuß Sand klebte (!).
Heute besuchte ich mit meinen Arbeitskollegen eine Schokoladenverkostung. Köstlich und ich sag mal so: Mi.lka und Lin.dt sind echt ein Witz...


Donnerstag, 23. April 2015

Coole Socke II

Lange ist's her, dass ich was geschrieben habe. Ich nenne es mal einfach langgezogene Osterpause. Nun ja.
Dass mein Sohn eine coole Socke ist, was das Fahrrad fahren betrifft, hatte ich schon mal erwähnt. Letztens blieb mir mal wieder die Spucke weg. Le Petit kam angefahren, bremste ein wenig, stellte sich mit einem Fuß auf die Pedale und schwang dann plötzlich sein anderes Bein hinten über den Sattel und sprang ab. "So wie der Papi, das macht, Mami!" (Kinder reden nur mit Ausrufezeichen. Sie rufen ihre Existenz den ganzen Tag in die Welt hinaus.) Ich war sprachlos. Sprachlos, dass er sich das traut und es mit seinen kurzen Beinchen schafft. Nicht schlecht!

Nicht schlecht auch sein Mitteilungsbedürfnis, nicht nur beim Radfahren.
"Da vorne ist eine Pfütze!
Ich will durch die Pfütze fahren.
Ich fahr durch die Pfütze.
Mami, ich bin durch die Pfütze gefahren!
Papi, ich bin durch die Pfütze gefahren!
Wo ist die nächste Pfütze?"
Na, immerhin hat er seine Grammatik geübt =) Mir fallen die Ohren ab.

Diese Woche bin ich übrigens alleine mit den Kindern. Mein Mann ist Samstag in den Urlaub -äh ich meine auf Dienstreise nach Lissabon geflogen. Wir haben ihn zum Flughafen begleitet und seinem Flugzeug hinterhergewunken (ich zumindest). Mein Herz war ganz schön schwer und ich musste sehr, sehr blinzeln. Diesen Samstag holen wir ihn wieder ab (vom Flughafen, leider nicht aus Lissabon). Die Woche lief sehr gut. Die Kinder und ich waren ein gutes Gespann. Vor einem Jahr war es eine Katastrophe. Besonders, wenn ich jetzt daran denke.
Morgen fahre ich auf Dienstreise. Juchu! Nur nach Berlin, aber immerhin. Ich freue mich auf die Vorträge. Gott sei Dank kann meine Mutter für diesen Freitag die Kinder übernehmen. Da sie selbst arbeitet, ist das keine Selbstverständlichkeit. Ich bin froh, dass es klappt und ich endlich auch mal wieder weg fahren kann.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Aller Anfang ist schwer

Nachdem ich mich Aschermittwoch zum Experiment Vegetarismus entschied, wurde es gleich am nächsten Tag wieder torpediert. Mein Sohn blieb krank daheim. Abends sollte es deswegen eine schöne Gemüsesuppe geben, damit er wieder zu Kräften kommt und der Rest der Familie gesund bleibt. Ich ging also mit ihm einkaufen (zum Glück passt er noch in die Kindersitze der Einkauswagen, er hing so durch). An der Wursttheke bekam er ein Stückchen Lyoner (ich mag das, wenn die Kinder ein Scheibchen bekommen). Krank wie er war, wurde ihm aber direkt  darauf sehr schlecht. Und ich stand dann da, mitten in der Kaufhalle mit einer Scheibe Wurst in der Hand. Kurzentschlossen landete sie einfach in meinem Mund. Fehlgeschlagen Nummer 1.
Das Wochenende haben wir bei Freunden in Potsdam verbracht, die erst vor kurzem umgezogen sind. Es war ein schönes Beisammensein und zum Abendbrot gab es ... Lauch-Hackfleischsuppe. Habe ich auch erst nach einigen Löffeln gemerkt. Anfangs versuchte ich dann noch um das Hackfleisch herum zu essen. Aber mit einem zappelndem Lieschen auf dem Schoß wurde mir das dann zu viel und ich habs einfach mitgegessen. Fehlgeschlagen Nummer 2.

Ansonsten ist in dieser Woche irgendwie der Wurm drin. Le Petit hat schlechte Laune und möchte nicht aufstehen, sich nicht anziehen (das haben wir eigentlich schon aufgegeben), wehrt sich, wenn wir ihn anziehen, will nicht in den Kindergarten, nörgelt und jammert auf dem Rückweg, beim Abendbrot, beim Schlafanzug anziehen. Er hat einfach schlechte Laune. Und das macht mir schlechte Laune. grummel...
Auch auf Arbeit läuft es seltsam. Ab Montag haben wir einen neuen Chef. Statt einer Lehrstuhlvertretung gibt es jetzt einen Professor. Es gibt viel Aufregung, Sorgen und schlechte Gedanken. Ich möchte mich dem nicht anschließen, sondern mir selber ein Bild machen. Was bringt der Montag wohl?
Zuletzt bin auch ich selbst flatterhaft und schlecht gelaunt. Es reicht nur wenig, dass ich meine Stimme erhebe und meinem Ärger Luft mache.
Hoffentlich kann die Frühlingssonne die allgemeine Stimmung ein bisschen aufpeppen.

Freitag, 13. Februar 2015

Ich als Dirigent

Heute morgen bin ich also mit dem Auto gefahren. Keine große Umstellung, denn das mache ich seit kurzem immer Freitags, um den Wocheneinkauf unterwegs mitzunehmen. Dabei hatte ich diesmal Gershwin. Wunderbar! Ich liebe die Rhapsody in Blue und könnte jedes Mal zum Dirigenten werden. 

Erst das Klavier, ganz leise, hohe, sanfte, schnelle, springende Töne. Es kommen immer mehr Töne dazu, die Lage spitzt sich zu, immer weiter und dann - bamm - das ganze Orchester, das die Situation auflöst. Hmm, ich mag das!

Schon früher bei Konzerten habe ich am liebsten dem Dirigenten zugesehen. Schon so lange war ich in keinem klassischen Konzert mehr! Ein Schande. Aber dafür höre ich jetzt Gershwin im Auto.

Le Petit war übrigens sehr mitfühlend, als ich ihm gestern von meinem Fahrraddiebstahl erzählt habe. Er möchte gerne mit seinem Fahrrad und dem Papi auf Arbeit fahren und mein Fahrrad suchen. Heute früh hat er mich gefragt, ob ich immer noch traurig bin. Wenn er jemanden mit meinem Fahrrad sieht, dann klaut er es zurück, meinte er! Ach, mein lieber Junge.

Cut, Szene im Flur beim Anziehen: Ich mach ihm die Jacke zu. "Eeeeehhhhh, naaain!" Er zerrt die Jacke wieder auf. Kurze Sekunden später. "Mami, machst du meine Jacke zu?" (grummel, grummel) Jacke wieder zugemacht, nur ein winziges bisschen nach oben gezogen, da ich glaubte, er will den Reißverschluss selber zu machen. "Ahhh, naain!" Jacke wieder offen. Ging noch ein bisschen so weiter. Ach, mein ... Junge...

An meinem Fahrrad war übrigens auch mein Weihnachtsgeschenk dran. Spike-Reifen gegen Rutschen auf Eis und gutem Fahren auf Schnee. Da hab ich dann wohl gleich einen Wunsch fürs nächste Weihnachtsfest.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Fahrrad ade

Heute morgen habe ich geflucht. Lange und ausgiebig und beinahe geheult. Da ich gar nicht so gut fluchen kann, belief es sich dabei auf ein ständiges Wiederholen von Sch... Heute morgen also stand ich nämlich vor einer Einkaufspassage (ich habe ein paar Kleinigkeiten für ein frisches Baby und dessen Eltern gesucht) und dort, wo zuvor noch mein Fahrrad stand, stand nichts mehr.
Mein gutes, treues, hübsches, wertvolles, wichtiges Fahrrad! Ich fahre es jeden Tag. Seit dem Sommer hat es mich 1700km weit getragen, auf dem Weg zum Haus, zum Kindergarten und wieder zur Wohnung zurück und seit Januar dann eben auch auf Arbeit. Mein Mann hatte es im Sommer motorisiert. Jeden Tag habe ich mich darüber gefreut und das hat mir so viel abgenommen. Ich mag die kalte, klare Winterluft im Gesicht, den Geruch von Sonnenstrahlen in der Nase, das unkomplizierte Vorankommen und das Vorbeifahren an endlosen Autoschlangen. Und jetzt hat es mir jemand geklaut! So ein dreckiger Schurke!
Man! Ist ja auch nicht so, dass uns das Geld aus den Taschen fällt, jetzt wo das Häuschen fertig ist. Ich bin missmutig und frustriert!

Dabei wollte ich eigentlich schreiben, dass wir ein schömes, gemütliches Wochenende hatten. Dass wir uns eine Couch ausgesucht haben und uns die leckere Suppe nach dem Rezept von 60GradNord schmecken ließen. Besonders das Lieschen ließ es sich schmecken. Jeden Löffel nahm sie (selbst!) mit einem lauten "Haam" in den Mund, drei kleine Kellen hat sie gegessen. Auch Le Petit fand sie super:"Das hast du aber schön gekocht, Mami."


Tja und gestern hatten mein Mann und ich uns frei genommen. Von den Schwiegereltern bekamen wir zu Weihnachten einen Gutschein für einen Tagesbesuch einer großen Sauna geschenkt. Beide Kinder waren in der KiTa und wir in der Sauna! Herrlich! Aber fast auch ein bisschen langweilig. Es ist gar nichts passiert, ich hab immer die Nerven behalten und konnte ganz viel lesen. Sehr ungewohnt. Danach haben wir noch lecker gegessen und Pflanzen für verschiedene Zimmer gekauft. Unglaublich, jetzt haben wir auf einmal Pflanzen (also Pflanzen außer Chilis...). Hoffentlich gehen sie nicht ein... Ich hab so ein Händchen für.

Tja, das war heute also der Tag, an dem mir das Fahrrad geklaut wurde. Ich weiß noch, wie oft ich auf dem Fahrrad saß und dachte:"Oh man, wenn mir das mal geklaut wird, dann fehlt mir ein großes Stück." So ein Sch...!

Freitag, 6. Februar 2015

Nerv

Seitdem wir völlig ab vom Schuss wohnen etwas außerhalb der Stadt wohnen, ist eine Einkaufsmöglichkeit nicht mehr fußläufig. Es hat sich deswegen ergeben, dass ich immer einen Wocheneinkauf unternehme, das Altpapier und die Flaschen wegbringe und deswegen Freitags mit dem Auto fahre (ich hasse alle anderen Autofahrer). Am meisten nervt mich beim Großeinkauf die Sinnlosigkeit des Wagenvollladens, danach alles aufs Band laden, um es dann wieder in eine große Kiste zu packen. Heute morgen stelle ich also meine tausendundeins Sachen aufs Band (inklusive 7 Liter Milch! Wir bräuchten eine Kuh.), innerlich genervt von dem ganzen Kram, kurz davor mich beim Kassierer für die vielen Sachen zu entschuldigen, als hinter mir mich tatsächlich eine ältere Dame mit den Worten anspricht."Na, haben Sie uns auch noch was übrig gelassen?" Oh man! Sie hat es vielleicht lustig gemeint, keine Ahnung, ich fand es jedenfalls total unlustig.

Auch nervig war diese Woche, dass das kleine Lieschen nachmittags fast die ganze Zeit weint. Sie quietscht dabei in den höchsten Tönen, lässt sich vom Papi gar nicht beruhigen und ist nur auf meinem Schoß zufrieden (wo sie dann noch ganz oft schluchzen muss, das ist niedlich). Dabei ergibt sich dann ein Problem. Sie würde gerne irgendwas machen, spielen oder so, windet sich, ich lasse sie runter, aber - oh nein - da ist sie nicht mehr auf Mamas Schoß - buäääh. Beim Abendbrot klettert sie gerne mitten auf den Tisch, ist ein kleines Stehaufmännchen, wenn wir sie wieder hinsetzen und möchte gerne mit ihren beschmierten kleinen Händchen auch auf meinen Schoß, der aber schon von Le Petit besetzt ist. Letzten Endes steht sie an meinem Stuhl und weint, weil ich sie nicht hochnehme. Ich müsste mich ja sehr geehrt fühlen, dass meine Kinder meine Nähe so mögen, aber irgendwie ist es doch ein wenig nervig, wenn ich sie dann nicht befrieden kann, weil sie nur mich allein wünschen ohne das Geschwisterchen. Manchmal würd ich gern alleine Abendbrot essen.
Aber dann würde mir das niedliche, neugierige Gesichtchen der Kleinen fehlen und die lustige Sprüche und das Rumgekasper des Großen. Na und mein Mann würde mir sowieso fehlen.

Donnerstag, 29. Januar 2015

So fühlt sich 30 also an

Die Einzugs- und Geburtstagsfeier am Wochenende war klasse. Ein sehr geselliger Abend, bei dem sich alle in der Küche versammelten, wie das so üblich ist.
Am nächsten Morgen stellte ich erschrocken fest, dass ich mich viel älter fühlte. Alles tat weh eigentlich. Zum Glück bin ich einfach nur krank geworden...
Uffa, ich dachte schon, das wäre jetzt immer so. Egal, so hatte ich genügend Zeit völlig platt im Bett zu liegen und auf meinem neuen EReader zu lesen. Klasse! Außerdem fühlt es sich für mich heute wie Dienstag an und nicht wie Donnerstag. Und zu guter Letzt bin ich dankbar, dass ich erst jetzt so richtig krank geworden bin, nachdem ich nun wieder arbeite. Denn krank zu Hause mit Kleinkind ist ja auch irgendwie für die Katz. Allerdings muss ich auch in Betracht ziehen, dass das kleine Lieschen das aus der Kinderkrippe mit angeschleppt hatte. Naja, fest steht, es war ein schönes Wochenende.

Dienstag, 20. Januar 2015

Hin und her gerissen

Es geht jetzt schon über Wochen so. Ich fühle mich hin und her gerissen. Mal ganz euphorisch, wie gut es uns geht, wieviel Platz wir jetzt haben, welche Freude die Kinder sind, was wir schönes machen können und werden. Dann wieder bin ich von den Kindern völlig geschafft. Dann verlassen laute, ruppige Worte meinen Mund, ich bin angespannt, wütend, voller innerer Unruhe und einfach zerrissen. Deswegen schaffe ich es im Moment auch nicht einen Post zu schreiben. Ich möchte über unser Glück und unseren tollen Kinder schreiben oder aber über den ganzen Stress und die vielen Steine, die auf meinem Brustkorb liegen. Es passt nicht zusammen.

Letztes Wochenende habe ich unsere alte Wohnung leer gerräumt. Das hat nochmal schnell 6 Kartons gefüllt. 6 Kartons mit Sachen, die man so gut wie nie anfasst, sich aber doch nicht von denen trennen kann. Gestern wurde sie von meinem Mann gründlich gereinigt und ist jetzt zur Übergabe bereit. Ich bin froh, dass uns das jetzt nicht mehr belastet (eine Last weniger).
Nächstes Wochenende habe ich Geburtstag. Ein runder Geburtstag sogar. Und ich freue mich wie ein kleines Kind darauf, bin ganz aufgeregt und vorfreudig. Wir machen abends eine Geburtstags- und Einzugsfeier mit all unseren Helfern. Le Petit freut sich auch schon. Endlich wieder Party, Feste feiern (nachdem wir Silvester einfach mal verschlafen haben...)!

Letztens habe ich mir einen Bund Narzissen (oder sind es Osterglocken?) gekauft. Und das im Januar! Jeden Abend blicke ich sie an, zünde zwei Kerzen an und freue mich über die Farben. Gute Entscheidung =)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Zeitumstellung - in die falsche Richtung

Unsere Kinder haben eine sehr gute innere Uhr. So vergisst das kleine Mädchen Nachts nie eine Stillmahlzeit (vorsichtshalber fragt sie manchmal auch lieber zweimal nach - doppelt hält besser). In der Nacht der Zeitumstellung, sind beide ungefähr zu gleichen Zeit wach geworden. Le Petit kam zu uns ins Bett gekrochen und auch das Lieschen ist nach dem Stillen nicht wieder eingeschlafen. Ich lag also auch wach daneben und flüsterte mit Le Petit. Draußen war es stockfinster. Aber das ist es sonst 6 Uhr morgens auch. Da ich selber ungewöhnlich munter war, dachte ich auch es sei morgens. Als ich irgendwann doch einmal auf die Uhr blickte, da guckte mich finster eine vier an, nach der alten Zeitrechnung! (Sie sind quasi genau zur Zeitumstellung aufgewacht. Vielleicht wollten sie mal gucken, was da passiert. Vielleicht kommen da auch Langoliers und fressen die alte Zeit auf? Es ist irgendwie einfach gar nichts passiert. Einmal fuhr ein Auto vorbei, sonst nichts.) Instruktion an Le Petit, es wird noch geschlafen, Lieschen wurde wieder in ihr Bett verfrachtet und schlief dann auch bald wieder ein. Und so sind wir dann - oh Wunder - alle erst halb acht (alte Zeitrechnung) wieder aufgewacht.
Die wirkliche Zeitumstellung vollziehen wir traditionsgemäß immer erst Montag morgen. Eine Stunde mehr zum Schlafen, Trödeln und Frühstücken. Nützt aber irgendwie nichts. Die Kinder waren Abends zur gewohnten Zeit müde, eigentlich sogar noch eher. Hmm, mal sehen, was das wird. Zur Not leben wir den ganzen Winter in der anderen Zeit und machen Winterschlaf.

Donnerstag, 25. September 2014

Ordnung muss sein

Das kleine Mädchen und ich gehen Donnerstags des Öfteren in eine Krabbelgruppe. Ich hatte dabei die romantische Vorstellung mehr kleine Klatsch- und Bewegunggsspielchen mit ihr zu lernen. Stattdessen wird ein Begrüßungskreis nach Schema F und mit einem gewissen Pflichtmodus abgehalten, ehe dann alle frei spielen dürfen. Naja, nicht so wie ich wollte, aber ich gehe trotzdem weiter da hin, da die Gesellschaft nett ist. Die leitende Frau hat allerdings den Drang auf jedes freie Fleckchen noch ein Spielzeug zu stellen. Letztes Mal hat sie tatsächlich gesagt: "Ich stell' einfach überall ein bisschen was hin... Und hier ist noch Platz..." Seit Le Petit bei uns wohnt (hihi, unser kleiner Mitbewohner), macht mich Unordnung irgendwie sehr nervös und so muss ich die ganze Stunde dagegen ankämpfen erst einmal ordentlich aufzuräumen. Wie kann man denn in dem Chaos noch spielen, wenn man alle Nase lang vom nächsten abgelenkt wird?
Witzigerweise ist mein Schreibtisch(!) auf Arbeit, auf dem eigentlich wirklich Ordnung herrschen sollte, meist sehr chaotisch. Allerdings brauche ich auch einen sehr großen Schreibtisch, um das Gefühl zu haben, nicht die Übersicht zu verlieren. Naja, und unsere Wohnung ist auch Meilen davon entfernt ordentlich zu sein, da kämpft man aber auch gegen Windmühlen. Und dabei kämpfen wir beide, mein Mann und ich. Woher kommt die Unordnung? Entropie...

Mittwoch, 17. September 2014

Soulfood

Bei uns gab es gestern Soulfood - Kürbis mit Kokosnussmilch und Hühnchenfleisch sowie Basmatireis. Ohhh lecker! Das fand auch Lieschen, die heute mit mir die Reste verputzt hat (gestern war sie kränklich und abends so müde, dass sie das Abendbrot gar nicht mehr geschafft hat). So weit wie heute hat sie noch nie ihre kleine Schnute aufgesperrt. Wir haben es uns beide zum Mittag sehr schmecken lassen.



Dazu übrigens ein Satz, den ich letztens von einem Vater hörte, der zur Zeit (gleichzeitig mit seiner Frau) in Elternzeit ist. Er hat festgestellt, "dass es wirklich Arbeit ist, sich für jeden Tag eine Mahlzeit auszudenken. Man kann ja nicht nur sechs verschiedene haben oder nur Nudeln  und Kartoffeln essen." Bing, bing, bing - Sie haben den Hauptgewinn gezogen. Ja, es ist tatsächlich auch ein bisschen Arbeit  mit einem kleinen Kind zu Hause zu bleiben. :-)

Donnerstag, 11. September 2014

"Fastfood"

Irgendwie schmecken die vom Mann zubereiteten supertollen Burger nur halb so gut, wenn das Abendbrot damit beginnt, dass Le Petit erst seinen Becher weg schubst, weil er keine Milch will, sich daraufhin seine Milch beim selber einschenken daneben kippt, anfängt zu weinen, weil die Hose nass ist, man selber aufsteht, um eine neue Hose zu holen, derweil das kleine Mädchen immer heftiger weint, trotz Nahrung im Mund, Durst hat sie auch keinen (Check), der Nuckel sich nicht mehr finden lässt, der Mann sie schließlich ins Bad und Bett bringt (währenddessen kann ich, solange ich mein Gehör und mein Mamagewissen abschalte, das Abendbrot genießen), ich anschließend auch noch einmal ins Schlafzimmer gehe, um die immer noch weinende L. zu beruhigen und über all dem ich auch noch beginne mit meinem Mann über eine völlige Lappalie zu streiten. Wenn ich dann nach dem Abendbrot sehe, dass Le Petit einen Minibissen genommen hat, das kleine Mädchen wegen Übermüdung gar nichts gegessen hat, dann frage ich mich, warum wir unser Abendbrot nicht gemütlich zu zweit genießen, wenn die U4-Fraktion im Bett ist. Es geht eben nichts über ein Familienessen mit allen gemeinsam am Tisch :-)

Freitag, 5. September 2014

Der Flow fehlt

Hier ist es in letzter Zeit sehr ruhig geworden. Es gibt zwar einiges, das bloggen möchte, im Kopf auch schon halb ausformuliert, aber am Laptop fehlt mir dann immer ein bisschen der Flow. Mal sehen, ob sich das demnächst mal wieder ändern wird.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Informationsaustausch fehlgeschlagen

Es gibt so Tage, an denen ich irgendwie keine Informationen mit meinem Mann austauschen kann. Wenn ich mit den Kindern Abends vom Spielplatz oder von Freunden heim komme und es sofort turbulent weiter geht. Dann vergesse ich beim Abendbrot einfach, was ich noch mit meinem Mann besprechen wollte. Wenn der Abend sich dann noch so weiterentwickelt wie gestern, dann ist der fehlende Informationsaustausch vorprogrammiert. Wenn dann nämlich erst Lieschen anfängt zu weinen, weil sie alleine (mit Le Petits Rumhampel-Krach) nicht einschlafen kann, dann Le Petit noch zehnmal auf Toilette muss und letztendlich einer von uns mit im Bett verschwindet, damit endlich Ruhe einkehrt. Gestern ging mein Mann mit einem Buch zeitig ins Bett. Kurz darauf stand Le Petit in der Tür und hat sich was zu lesen aus unserem großen Bücherregal geholt - er griff nach dem Autoatlas. Kurze Zeit später kam er wieder und hat mich noch mit dazu geholt. Da schlief dann aber auch schon mein Mann. Gegen halb zehn ist Le Petit dann auch endlich eingeschlafen. So als Ausgleich ist das kleine Mädchen dann aber auch schon halb sechs wach. Und Le Petit so morgenmuffelig, dass das ganze Frühstück wieder nur ein kleiner Kampf wird. So hab ich auch heute morgen vergessen mit meinem Mann was zu besprechen.

Ich rede hier ja nicht mal von einem tiefsinnigen Gespräch über Gott und die Welt, hahaha. Das hatten wir wohl seit drei Jahren nicht mehr. So läuft es dann tatsächlich oft so, dass wir uns tagsüber anrufen, um uns wichtige Dinge mitzuteilen. Völlig abstrus.

Ich erinnere mich an eine Zeit als junges Paar, als uns die Frage, ob wir uns eine Sonntagszeitung fürs sonntägliche Frühstück zulegen sollten, in eine kleine Beziehungskrise stürzte, weil ich Bedenken hatte, dass wir uns dann nicht mehr unterhalten, sondern nur noch in die Zeitung starren. Jetzt sehne ich mich manchmal ein bisschen nach einem Wochenendfrühstück, bei dem mein Mann und ich noch gemütlich am Tisch sitzen und in der Zeitung schmökern =)

Donnerstag, 10. Juli 2014

Faul sein

Gerade ist bei uns viel los. Ich bin oft mit dem Rad unterwegs, um Le Petit zum Kindergarten zu bringen oder ihn einzusammeln, fahre zum Baumarkt, um mir mal einen Überblick zu verschaffen (es gibt Fliesen in Holzoptik und Laminat in Steinoptik, hihi) und zum Häuschen, nach dem Rechten schauen und Gemüse einzusammeln, oder kümmer mich einfach nur um Haushalt und die ganze, ganze Wäsche (ein zweiter Wäscheständer wäre nicht schlecht, nur wohin damit?). Außerdem versuche ich mein kleines Mädchen zu überzeugen, nachts ein bisschen mehr durchzuschlafen und mit weniger Milch auszukommen. Das bringt ein ziemliches Schlafdefizit mit sich. Erst Recht, wenn Le Petit dann auch noch in sein Bett pieselt und anchließend zu uns ins große Bett zieht. Gestern habe ich mir einen faulen Tag gegönnt und fast nichts gemacht. Habe viel Zeit im Internet vertrödelt und gelesen. Schön war's. Jedoch, am Abend war ich einfach unzufrieden. Nichts geschafft an dem Tag. Das stimmt mich irgendwie schlecht gelaunt. Interessant, dass ein eigentlich wunderschöner Tag am Ende einen schalen Geschmack bekommt.
Heute gings dann wieder ein bisschen arbeitsreicher daher und heute Abend gibt's Soulemamas Tomatensuppe. Ich bin gespannt!

Freitag, 6. Juni 2014

WMDEDGT Juni 14

Gestern war der 5. Juni. Zeit mal wieder bei WMDEDGT von Kleines Brüllen teilzunehmen.
6:30 war das kleine Mädchen wach und wir stehen auf. Ich verschwinde in der Küche, um Frühstück zu machen, sowie die Brote für meinen Mann zuzubereiten, während er im Bad verschwindet. Er übernimmt auch Le Petit morgens im Bad. Wir frühstücken mit den üblichen Diskussionen ("Nein, keine Hafellocken! Ich will Hafellocken! Ganz viel!"). Die beiden Männer verlassen 7:30 das Haus. Ich wickel die Kleine und stille sie, anschließend geht sie wieder schlafen.
Ich mache mich im Bad fertig und räume ein bisschen hin und her, decke den Frühstückstisch ab, schreibe eine eMail an Architekten und surfe ein bisschen. Dann es ist Zeit die Sachen für die Rückbildungsgymnastik zu packen. Gegen 9:40 schnappe ich mir das schlafende Lieschen in der Kinderwagentasche - sie wird wach - und laufe zum Kurs. Auf dem Weg rufe ich auf Arbeit an und vereinbare einen Termin für heute. Außerdem telefoniere ich noch mit meiner Schwester. Sie und ihr Freund besuchen uns am Wochenende.
Die Rückbildungsgymnastik macht wieder viel Spaß. Schade, nur noch ein Mal, dann ist der Kurs vorbei. Anschließend gehe ich im gleichen Haus zum Frauenfrühstück bis 12 Uhr (mein Mittagessen an Donnerstagen =) ).
Auf dem Rückweg schläft mein kleines Mädchen wieder im Kinderwagen ein, ich gehe noch zum Markt und kaufe einen riesigen Sack Gemüse, außerdem kopiere ich Unterlagen im Copyshop. Wieder zu Hause, lasse ich die Kleine im Kinderwagen im Hinterhof stehen und schreibe schnell zwei kurze eMails, als ich sie auch schon höre. Wir spielen ein bisschen. 14 Uhr ist wieder stillen angesagt. Danach schäle ich die Kartoffeln für heute Abend, sowie *trommelwirbel* Pastinake für den ersten Babybrei. Die Kleine wird unruhig und ich nehme sie ins Tuch. Neuerdings sitzend auf der Hüfte. Damit kann ich besser im Haushalt arbeiten und sie kann besser gucken. Die Einkäufe werden noch verräumt.
16:30 stille ich sie erneut. Da sie sehr müde ist, lege ich sie in den Kinderwagen. Auf dem Weg nach draußen, ruft mein Mann an und fragt, ob wir uns auf dem Spielplatz treffen. Wie passend! Ich stricke ca. 10 Minuten, als die beiden auch eintreffen und wir bis halb 6 spielen. Wir laufen nach Hause, ich gehe in die Wohnung, um das Abendbrot zuzubereiten, mein Mann bleibt mit beiden Kindern noch auf dem Hinterhof. 15 Minuten später klingelt es. Le Petit steht vor der Tür, er muss mal auf Toilette (toll zu sehen, dass er selbstständig hochgeht!). Kurz darauf kommen auch Mann und Tochter. Ich gerate ein klein wenig ins Straucheln mit Abendbrot und Babybrei, aber kurz nach 6 sitzen wir tatsächlich alle vier(!) mit warmen Essen auf dem Teller. Dann beginnt auch schon das Drama, das wir hätten vorher sehen können. Le Petit will auch ein Lätzchen, auch Babybrei und will gefüttert werden. Dass das so wird, hatte ich ganz vergessen zu bedenken. Naja, etwas chaotisch vernimmt das Abendbrot seinen Lauf. Unser kleines Mädchen isst ein paar Löffel, verzieht ein bisschen das Gesicht, kleckert mich und sich total voll - alles also ganz normal :-)
Dafür sind wir diesmal total schnell fertig (ich hab auch was essen können), ich übernehme Lieschen im Bad, mein Mann die Küche, Le Petit das Wohnzimmer (spielen). Danach schaue ich mit den Kindern Sandmann und gehe mit Le Petit ins Bad. Aufgrund von absolutem nicht-auf-mich-hören, übernimmt das allerdings kurz darauf mein Mann. Wir bringen die Kinder gleichzeitig ins Bett. Die Kleine schläft schnell und ohne zu weinen ein, solange ich daneben sitze und ihren Arm festhalte. 19:45 Uhr klatschen wir in die Hände, beide Kinder im Bett und Ruhe. Ich genieße eine herrlich entspannende Dusche und geselle mich zu meinem Mann aufs Sofa. Der Rest des Abends hätte schön werden können, wäre nicht alle 10 Minuten Lieschen aufgewacht. 21 Uhr geben wir auf und gehen mit ihr ins Bett.
Ich verstehe nicht, weshalb sie zu Hause in letzter Zeit andauernd wieder aufwacht. Einmal eingeschlafen, hat sie während unseres Urlaubs ziemlich verlässlich bis 3 Uhr durchgeschlafen. Ein Entwicklungsschub? Hoffentlich bald wieder vorbei?
So war unser Alltag also im Juni.