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Montag, 25. Januar 2016

Geburtstagswochenende

Wie der Titel schon vermuten lässt, hatten wir ein wunderschönes Wochenende.
Eingeläutet wurde es allerdings sehr fies mit einem Anruf meines Mannes, dass sein Fahrrad geklaut wurde. Ziemlich exakt ein Jahr nach meinem Fahrradverlust. Le Petit war sehr empört und schlug vor, dass die Polizei und die Feuerwehr kommen sollte, um alle Diebe mit kaltem Wasser abzuspritzen. Ich wollte gerade über seine kindliche Unverdorbenheit lächeln, da setzte er hinterher: "Und dann machen wir sie alle tot." Äh ja, so viel zur Unverdorbenheit.
So ein Fahrradklau ist nicht nur finanziell ziemlich blöd, auch logistisch stellt uns das vor Herausforderungen. Der Kindergarten ist 11km entfernt und wir holen die Kinder ausschließlich mit dem Fahrradanhänger ab. Aber wir haben den Ärger bereits überwunden. Er hilft uns sowieso nicht...

Nun zu dem schönen Teil des Wochenendes. Am Samstag haben wir den Schnee nocheinmal richtig genossen. Vormittags liefen mein Mann und der Große eine Runde Ski. Sie starteten direkt an der Haustür, hinten durchs Tor hinaus auf die Elbwiesen. So eine Idylle! Ich bereitete mit dem Lieschen frische Pasta zu. Ziemlich aufwändig, aber super köstlich. Nach dem Mittag schickte mein Mann mich mit den Skiern los und schenkte mir zwei wertvolle Stunden voller Ruhe, Schneewirbel, Eisschollen und Auspowern bzw. Staunen ob der Natur. Wieder direkt an der Haustür gestartet. Erwähnte ich bereits, wie glücklich ich mit unserem neuen (Reihen)Haus bin?!
Anschließend wurde noch gerodelt und ein Schneemann gebaut. Der jedoch fiel im Laufe des Abends aufgrund der hohen Plusgrade bereits wieder um. Der Große machte den brillianten Vorschlag den Schnee der Kugeln wieder im ganzen Garten zu verteilen, um mehr Schnee zu haben.

Sonntag durfte ich "ausschlafen" und wurde dann runter zum Frühstück und meinem Geburtstagstisch mit Geburtstagskuchen und Wunderkerzen geholt. Einunddreißig Jahre sind es nun. Meine Familie sang das Geburtstagslied und der Große musste meinem Mann wegen des Textes ausshelfen. Ach, es ist wunderbar Familie zu haben (meistens, nicht wahr?!). Zum Mittag trafen wir uns mit meinen Eltern und Nachmittags wurden Waffeln im neuen Waffeleisen gebacken. Ich träume bereits vom Sommer mit Waffeln und Erdbeeren, von Apfelwaffeln, Zimtwaffeln, herzhaften Waffeln...
Der Tag klang mit Wolle wickeln, stricken und Tatort aus. Merci!!

Montag, 5. Oktober 2015

Unser Wochenende

Mein Wochenende und das der Kinder fing schon Donnerstag Abend an. Die Kita hatte am nächsten Tag geschlossen und so nahm ich mir für Freitag einen Tag Urlaub. Ich muss zugeben, dass mir vor dem Tag ganz alleine mit den Kindern ein bisschen graute. Gleichzeitig das schlechte Gewissen, so etwas zu denken...
Arbeitgeberfreundlich erbrach sich just am Donnerstagabend das kleine Mädchen und läutete so ein waschintensives Wochenende ein. Wir starteten den Tag mit einem langen Herbstspaziergang, von dem wir viele Herbstschätze - Kastanien, Eicheln, Hagebutten, Beeren, mitbrachten. Le Petit hat eine lange Kette gebastelt und mich damit überascht, dass er sich aus eigenem Antrieb ein Muster ausdachte -Kastanie, Eichel, Hut - und das von Anfang bis zum Ende durchzog. Ich wand einen wunderschönen Herbstkranz, die Wäsche trocknete in der Herbstluft und nachmittags spielten wir im Sandkasten. Zum Mittag gab es natürlich Grießbrei mit Pflaumen und Apfel. Wir hatten einfach eine schöne Zeit. Ganz anders, als ich befürchtete.



Samstag Abend brach ich auf um mir ein klassisches Konzert anzuhören. Ich ging zusammen mit einer Nachbarin, nachdem schon zwei Freundinnen abgesagt hatten. Es war das erste Konzert, das ich seit langer, langer Zeit genoss; eigentlich seit Le Petit da ist. Am Anfang haute mich die laute Musik ersteinmal um. So ein Lärm, das halte ich doch nicht mehr aus. Aber ich hörte mich warm und genoss diesen Abend sehr. Sehr! Ich muss mir merken, dass so ein Abend erstaunlich wenig Kraftanstrengung braucht. Aufraffen und hinfahren ist eigentlich keine große Sache.
Am Sonntag gingen wir vormittags in den Wald zum Pilze sammeln. Welche herrliche Stimmung dort war. Es war sehr ruhig, die Luft warm und samtig. Einige Pilze haben wir gefunden und genossen damit unser Abendbrot.
Naja, in der Nacht fielen mich auch noch die Kindergartenkeime an, die Lieschen mit angeschleppt hatte und so hatte ich heute einen sehr ruhigen Montag.

Dienstag, 9. Juni 2015

Workshop

Von Donnerstag bis Samstag(!) war ich beruflich auf einem Workshop in Berlin. Zwei Jahre ist es her, dass ich so lange ohne Familie weg war. Und es war klasse! Ich habe zwar bemerkt, wie viel ich in dem Bereich noch lernen kann, aber die Atmosphäre, die Stimmung, die Motivation unter Forschern ist immer wieder sehr inspirierend. Und so nehme ich doch viel mit. Auch wenn ich so das tolle Wetter verpasst habe. Aber der Sommer ist ja noch nicht vorbei, nicht wahr?
Ebenfalls bemerkt habe, dass mir die ruhige Zeit ohne meine beiden lauten Kleinkinder zwar gut tut, ich mich aber auch sehr schnell schrecklich langweile. Am zweiten Morgen beim Frühstück alleine beispielsweise.



Mein Mann hat zu Hause den Alltag wunderbar gemeistert. Die Kinder waren lieb und brav und ich darf gerne mal wieder auf Dienstreise fahren =)
Ich mag auch besonders die freudige Aufgeregtheit, wenn ich wieder komme. Lieschen will gar nicht von mir runter (gut, das ist eigentlich nicht neu) und der Große erzählt mimisch und wild gestikulierend ihre Abenteuer. Herrlich!
Mein Mann erzählte auch von einem Abend, als er noch etwas zu erledigen hatte und dann eifriges Fußgetrappel in der Küche hörte. Beim Reinkommen sah er den offenen Kühlschrank und fragte sehr skeptisch, was denn hier los sei. Sie deckten den Abendbrottisch! Mein dreijähriger Junge und mein einjähriges Mädchen. Sie hat wohl den Zitronensaft(!) hin und her getragen und er den Rest inklusive mehrerer Gabeln und Messer pro Mann. Meine Kinder! Toll.

Mittwoch, 11. März 2015

Wieder da

Letzte Woche war es still hier, denn ich war krank zu Hause. Montags habe ich mich noch auf Arbeit zu einer (für mich) wichtigen Besprechung geschleppt. Außerdem stellte sich unser neuer Lehrstuhlinhaber und Chef vor. Danach bin ich gleich nach Hause verschwunden. Glücklicherweise war keines der Kinder krank, sodass ich mich wirklich erholen konnte.
Am Wochenende sind Le Petit und mein Mann über Nacht zu einer Geburtstagsfeier im Verwandtenkreis gefahren. Nur das Mädchen und ich blieben zu Hause. Wow, das war ruhig! Da sie Mittagsschlaf macht, hatte ich tatsächlich auch eine Mittagspause, in der ich mir eine Stuhl in die Sonne (!!!) stellte, mir einen Kaffee machte und strickte. Ab und zu blinzelte ich in die Sonne und genoss die Wärme. Das war herrlich. Sonntag Nachmittag kamen die Jungs zurück und wir verbrachten die Zeit draußen auf der Gemeinschaftswiese. Nach und nach kamen alle Nachbarn mit ihren Kindern. Wir saßen, quatschten, spielten, lachten. Wunderschön! So habe ich mir das erträumt. Ich musste mich ein bisschen zusammenreißen, nicht alle paar Minuten zu sagen: "Ist das nicht herrlich?!" Aber gedacht habe ich es pausenlos.

Freitag, 10. Oktober 2014

Backflash

Das CERN wurde in den letzten zwei Wochen 60 Jahre alt. Meine alte Arbeitsgruppe veranstaltete deswegen eine kleine Festwoche mit Ausstellungsstücken, Postern, Vorträgen und einem kleinen Film. Um die alten Bekannten mal wieder zu treffen, radelte ich am Dienstag Abend mit dem Fahrrad zur Bibliothek, wo der Vortrag stattfand. Der ganze Abend war ein totaler Flashback für mich. Die alte Arbeitsweg, die gleiche Radstrecke, bei der ich genau weiß, wo ich schnell fahren kann und wo ich aufpassen muss. Dann die Luft in der Bibliothek. Wieviele Stunden daß ich dort und habe gelernt und gerechnet. Meinen alten Chef habe ich wieder getroffen und die Atmosphäre des Vortrags genossen. Sehr schön war es. So ein nostalgischer Uniabend.

Dienstag, 12. August 2014

Schon wieder Ferien





Wir hatten schon wieder Ferien. Diesmal haben wir die anderen Großeltern besucht. Wie toll, dass wir bei den Großeltern immer ein bisschen Urlaub machen können. Bei meinen Schwiegereltern können wir dann auch immer ein bisschen das Meer genießen. Diesmal haben wir sogar einen Ausflug an die Nordsee gemacht und ließen uns so richtig durchpusten. Nur die Kinder fanden den Wind nicht so schön. Le Petit hat sich noch ein bisschen anfreunden können, Lieschen hat aber immer geweint, wenn ihr Köpfchen in den Wind kam (was dann die Bewegungsfreiheit des Tragenden ein bisschen einschränkte). Ich war in der Ostsee baden, mein Mann genoss beide Meere (beide Meere, wie toll das klingt). Wir hatten sogar Zeit für uns beide, ließen die Kinder bei den Großeltern (beide!) und fuhren nach Flensburg. Ich hätte die Zeit  mit meinem Mann auch noch ein bisschen mehr genießen können, hätte ich nicht die ganze Zeit Bedenken gehabt, dass wir entweder die Großeltern überlasten oder dass Lieschen die ganze Zeit weint. Letzten Endes lief es dann tatsächlich prima. Ach, diese Gedanken einer Mutter...
Einen frühen Morgen habe ich genutzt, um ganz alleine mit dem kleinen Mädchen einen Spaziergang übers Land zu machen. Herrliche Sonnenstrahlen in Nebellandschaft, tropfenbenetzte Spinnenweben, Rehe und Hasen, Ruhe, diese Ruhe. Zeit für mich (Lieschen war im Wagen wieder eingeschlafen).
Auf der Rückfahrt gab es wieder mal Stau. Neuruppin ist das Lehrte des Ostens, haben wir festgestellt. Die Kinder haben sich großartig benommen. Le Petit zeigte das erste Mal Einsicht, dass es weit ist und beruhigte sich zwischendrin immer selber "Dauert nicht mehr lange, wir sind bald da."
Wie immer nach einem längeren Ausflug, haben wir uns danach ein bisschen verändert. Die vielen neuen Eindrücke werden verarbeitet und formen uns (äh, also eher die Kinder und dadurch dann wir). Jetzt gibt's erst mal wieder Alltag. Auch ok.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Ferien im Garten





Die kurzen Ferien sind vorbei, willkommen zurück Alltagsleben. Nur in unserer Erinnerung sitzen wir noch am Feuerlag, naschen an den vielen Beeren, genießen die Sommerglut im schattigen Rasen mit Planschbecken und die Unterstützung/ Spielfreude der Großeltern.

Gestern Abend bin ich gleich nach unserer Ankunft auch gleich weitergefahren zur ersten Eigentümerversammlung unseres zukünftigen Zuhauses. Das erste Mal einen ganzen Abend alleine unterwegs seit Ankunft des kleinen Mädchens und noch eigentlich viel länger.  Ich habe sie genossen, die kleine Auszeit für mich. Ließ mir den Sommerabendwind ins Gesicht blasen auf dem Fahrrad und die Gedanken schweifen (immer zurück zur Familie: sind sie schon im Bett, herrscht jetzt gerade Chaos und beide Kleinen heulen). Alle Sorgen und Bedenken waren völlig umsonst. Als ich "mitten in der Nacht" halb zehn wieder zu Hause eintraf, schlief die U3-Fraktion friedlich, während die Ü30-Fraktion TNG-Videos schaute :-)
So einen Abend muss ich unbedingt wiederholen! Im Kino beispielsweise. Da ergeben sich ja jetzt tausendundeine Möglichkeit. Hui.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Wieder zurück





Wir waren schon wieder im Kurzurlaub und haben über Himmelfahrt meine Schwiegereltern im hohen Norden von Deutschland besucht. Schön war es. Die Frühsommer zeigt sich dort immer von seiner schönsten Seite und wir haben die warme Sonne und das saftige Grün, sowie die böigen Wind genossen.
Le Petit und mein Mann waren (wieder) im Wasser. Ich habe mich lieber zurückgehalten. Wir waren am Strand und haben mit beiden Kindern die Ruhe genossen (!). Ich habe jede freie Minute zum Lesen genutzt, mein Mann hat an seinem Bootsprojekt gebastelt und war mit einem guten Freund inclusive dem roten Hering paddeln. Es gab Grillgut und einen Pool für Le Petit, sowie einige Maschen an einem schönen, leichten Sommerschal für mich. Wären wir hier bei e.bay würde ich sagen: Gerne wieder =)

Dienstag, 13. Mai 2014

Buttertag

Sonntag hatten wir den ganzen Tag Buttertag, wie Le Petit ernst meinte. Wir haben einen schönen Fahrradausflug gemacht, bei dem mir ein schöner Wiesenblumenstrauß gepflückt wurde. Eigentlich wollte ich an dem Tag gerne ausschlafen, aber ich war wach. Stattdessen bin ich dann zeitig aufgestanden, habe die Kleine gewickelt und angezogen. Mein Mann hat mir in der Zwischenzeit Kaffee und Tee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt :-* (das macht er aber eigentlich immer). Als die Kleine wieder müde wurde, habe ich sie wieder hingelegt und hatte dann noch sicherlich eine Stunde Ruhe im Wohnzimmer, in der ich ein bisschen Blogs las und strickte. Chopin lief dabei auf ganz leiser Lautstärke (ich bin sehr lärmempfindlich geworden). Irgendwann stand Le Petit plötzlich im Wohnzimmer und hat was von Buttertag erzählt. Süß =)
Unser Ausflug begann sehr turbulent. Mein Mann war mit Lieschen schon draußen und verstaute sie im Anhänger, um sie zu beruhigen. Ich war gerade im Bad, als es ein unglaublich lautes Rumpeln im Flur gab, gefolgt von panischem Weinen meines Jungen. Er hatte (wieder einmal) alle Schubladen unserer schönen, großen Kommode aufgezogen und plötzlich ist sie umgestürzt. Überall lagen Schubladen und deren Inhalt, dazu mein laut schreiender Sohn. Es dauerte ein bisschen, bis ich mich durch die Schubladen gekämpft hatte und ihn endlich in die Arme nehmen konnte. Ich habe ihn ins Wohnzimmer getragen und immer wieder gefragt, ob ihm etwas weh tut. Er hat nur geschrien und gerufen, dass alles kaputt ist. Ich habe ihm gesagt, dass das jetzt egal ist und mir wichtig ist, dass es ihm gut geht. Da hat er sich langsam beruhigt. Ihm ist nichts passiert. Keine der schweren Schubladen mit der ganzen Kinderkleidung ist ihm auf den Kopf oder die Füße gefallen. Er hatte sich nur erschreckt. Ich habe ihn lange umarmt und gesagt, wie froh ich bin, dass ihm nicht passiert ist. Der Schreck ist mir so in die Glieder gefahren, dass mir ganz schön schlecht war. Über den ganzen Gerümpelkram bin ich dann noch nach unten gegangen, um meinen Mann zu informieren. Le Petit wollte seine Musikente, hat sich ganz viele Spielsachen geschnappt und ins Wohnzimmer gesetzt. Er brauchte Trost. Mit einigem Ruckeln und viel Kraft konnte ich die Kommode dann auch wieder hinstellen und wir haben unseren Ausflug begonnen.

Ja, aber ansonsten war es ein sehr, sehr schöner Buttertag.

Sonntag, 4. Mai 2014

Einflug der Ausgeflogenen

Meine beiden Männer sind wieder auf der Rückfahrt und ein für mich schöner Urlaub neigt sich dem Ende. Vor ein paar Monaten hätte ich vehement protestiert, dass wir getrennt Urlaub machen. Urlaub ist für mich eindeutig Familienzeit und das bleibt es auch jetzt für mich. Aber die letzten Wochen waren sehr anstrengend für uns und zwei "Einzel"kinder sind einfach unstressiger. Und so hatte ich eine herrlich ruhige Zeit und ich hoffe, dass es meinem Mann und Le Petit ebenfalls so ging. Mit Ausschlafen war es übrigens gar nichts. Die Kleine war immer vor sechs wach und ich habe mich jeweils dann dazu entschieden noch eine Weile neben meinem maulendem und quengelndem Baby ein bisschen liegen zu bleiben. Um gleich aufzustehen, war ich einfach zu müde. Das lag sicherlich auch daran, dass ich - kaum war mein Mann weg - in mein altes Muster zurückgefallen bin und spät ins Bett ging. Dafür habe ich, ganz untypisch, zwei Mal Mittagsschlaf gemacht. Hach, herrlich.

Ich habe ein bisschen genäht (bin aber mit der Hose unzufrieden, die Passform ist schlecht, die Farben bzw. das Erscheinungsbild aber genial), ein bisschen gestrickt, mit meinem kleinen Mädchen gespielt und spazieren gewesen. Ich war am Stadtrand am Fluss spazieren und habe einen Wiesenblumenstrauß gepflückt und zwei Kohlrabi von einem kleinen privaten Stand gekauft. Ich habe aber auch viel Wäsche gemacht und Kindersachen sortiert, mit der Kleinen im Tuch die Wohnung gesaugt (ächz) und Le Petits morgigen Kindergartenstart vorbereitet. Ernährt habe ich mich von Brot, Tiefkühlpizza, leckeren Joghurt-Obst-Hafer-Smoothies und viel, viel Tee. Das Abendbrot für heute Abend ist soweit vorbereitet und die Wohnung ist mehr oder weniger ordentlich.
Es überrascht mich, wie entspannt ich die Zeit mit Baby alleine zu Hause empfand. Mit Le Petit habe ich mich immer sehr schwer getan, länger (also über Nacht) mit ihm alleine zu sein.
Ab morgen hat uns der Alltag wieder. Wir werden ihn hoffentlich erfrischt meistern können.

P.S.: Noch eine kleine Episode der vorletzten Nacht. Ich lag lausig frierend im Bett und habe die ganze Zeit darüber gegrübelt, weshalb ich jetzt so friere und im Winter nicht. In aller Herrgottsfrühe fiel es mir dann ein. Ich hatte den ganzen Winter über Socken im Bett an sowie einen Schal. Die Socken lagen sogar noch am Fußende des Bettes. Hätte mich also minimal bewegen müssen, um mich mal ein bisschen aufzuwärmen. Naja...

Donnerstag, 1. Mai 2014

Ausgeflogen

sind meine beiden Männer! Sie erleben das große Abenteuer und fahren mit der Eisenbahn in den hohen Norden zu Omi und Opa. Die Kleine und ich bleiben zu Hause. Le Petit war heute morgen ganz aufgeregt und hat viel weniger gefrühstückt als sonst und ohne Punkt und Komma geredet:
"...Und dann fahren wir mit der Straßenbahn und dann zum Bahnhof und dort zur Eisenbahn und dann fahren wir gaaaaanz lange mit der Eisenbahn und die Sonne scheint so schön..." Ach, es ist wirklich niedlich, was er so erzählt und spricht und worüber er sich Gedanken macht. So schön, das endlich alles zu hören.
Aber zurück zum Thema. Die letzten Wochen waren für uns Eltern sehr anstrengend. Wir machen große Pläne und setzen sie um. Es gab so viel zu bedenken und so viel zu beachten, umrahmt von vielen Terminen und unzuzähligen Nachweisen. Dass die beiden wichtigsten Termine gestern und vorgestern an den Tagen unserer standesamtlichen und kirchlichen Trauung vor drei Jahren lagen, nehme ich als gutes Ohmen. Wir haben quasi die nächsten zwanzig Jahre geplant und ich habe ein bisschen Herzflattern, dass wir hier keinen Fehler gemacht haben. Zusätzlich hatte Le Petit am Mittwoch seinen letzten Krippentag und er geht ab Montag dann in den Kindergarten (nur eine Treppe weiter oben). Zum Abschied habe ich einen Kuchen  mit vielen Smarties gebacken (die Mütter der Kleinsten werden erschrocken die Luft scharf eingesogen haben) und habe damit meinen Jungen richtig glücklich gemacht ("ganz, ganz viele Marties!") Jedenfalls brauchten wir beide Ruhe und so beschlossen wir, dass meine Männer die Großeltern besuchen und wir beiden Mädels Urlaub zu Hause machen. Oh, ich werde nähen und bloggen und stricken und Fertigpizza essen und Spaziergänge machen und (soweit es geht) länger schlafen (und eventuell auch mal saugen und das Bad putzen). Witzig, wenn nur Le Petit da wäre, könnten wir länger schlafen, wenn nur das kleine Mädchen da ist, kann ich sie auch überreden morgens nochmal zu schlafen. Sind beide da, dann müssen wir immer spätestens 7 Uhr raus (was auch noch human ist).
Ich bin auch ganz schön aufgeregt, wie der Urlaub und die lange Bahnfahrt für meine Männer sein wird. Mal sehen, ob sich mein Mann mal von unterwegs meldet, aber ich vermute eher nicht. Er ist da nicht so mitteilungsbedürftig.

Von unseren großen, großen Plänen erzähle ich dann demnächst wahrscheinlich.

Dienstag, 8. April 2014

Persönliches Fitnessprogramm

Jetzt in der schönen warmen Zeit ließ ich Le Petit mit Schüsseln und Wasser in unserem Hinterhof spielen. Dieser Plan entpuppte sich als kleine Fitnessprogramm für mich. Gründe, weswegen ich innerhalb von einer Stunde die Treppe zur Wohnung hochlaufen musste:
  • Le Petit muss mal auf die Toilette
  • Kinder runterbringen
  • Wasser und Schüsseln ebenso
  • dann noch den leeren Wäschekorb (Wäsche durfte draußen trocknen)
  • erste Schüssel mit Wasser ist gleich kaputt gegangen, wir brauchen eine neue und neues Wasser
  • Wasser ist alle

Wenn ich diese Programm jetzt zweimal pro Woche durchziehe, dann werde ich wohl auch wieder fit. Mein anderer Plan scheiterte nämlich gleich mal.
Ich entschied mich letztens nach endlos langer Zeit wieder mit dem Joggen anzufangen. Seit der Schwangerschaft mit Le Petit renne ich nicht mehr, obwohl ich das sehr gerne tat. Jetzt fühle ich mich wieder bereit dazu. Ich zog mir also Sportkleidung an, schnappte mir den Kinderwagen und zog los. Nach nur zwei Runden musste ich leider aufhören. Ich hatte mir in meinen normalen Laufschuhen die Fersen wundgelaufen. Seit Jahren laufe ich in denen. Ok, es gab  immer ein paar Probleme mit den Fersen. Jetzt habe ich es satt und kaufe mir neue. Am nächsten Tag wollte ich gleich losziehen, als mir einfiel, dass mir mit wunden Fersen wohl jeder Schuh weh tun würde.
Hehe, mal sehen, ob wann ich mal wieder laufen gehe.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Etwas Gutes tun

Die Nacht war ein bisschen durchwachsen. Mein kleines Mädchen hat den Schnupfen ihres großen Bruders übernommen. Vielleicht lag es daran, dass sie in der Nacht alle zwei Stunden aufwachte und dazwischen nur sehr unruhig und nur auf mir schlief. Dementsprechend war ich heute früh ein bisschen gerädert. Ich habe mich kurzentschlossen gegen meinen geplanten Besuch bei IKEA entschieden und blieb stattdessen zu Hause. Nachdem meine zwei Männer das Haus verlassen hatten, vebrachte ich den gesamten Vormittag auf dem Sofa. Ich döste vor mich hin (die Kleine immer noch permanent, symbiotisch an mir dran), starrte Löcher in die Luft oder hörte dem Radio zu. Kurz - ich habe nichts gemacht. GAR NICHTS (eigentlich kann ich das gar nicht), nicht einmal gestrickt. Nach einem schnellen Mittag, das Baby frisch gestillt und gewickelt, habe ich mir einen zimtigen Milchkaffee gegönnt und bin mit dem Kinderwagen durch den nahen Park geschlendert. Ohne Stechschritt und Eile bin ich gemütlichst durch den Nieselregen spaziert. Das tat unglaublich gut und ich denke, ich bin für die nächste Nacht gewappnet =)

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Restart mit viel Ruhe

Nachdem mir die Wollhose für mein Mädchen anfangs viel zu groß geraten ist, habe ich sie in Ruhe noch einmal neu angeschlagen. Diesmal stimmt die Maschenzahl =) Mittlerweile ist der obere Teil schon zur Hälfte fertig.



Ich verwende drei Farbtöne, ein sattes Türkis, ein wechselndes Grün-Oliv und ein wechselndes Blau-Lila-Grau. Eigentlich eher eine Jungshose und unser Mädchen wird schon genug Jungssachen anziehen, aber die Farben ergeben zusammen ein wunderschönes Bild. Zumal ich die Garne nicht neu kaufen musste, sie sind alle Reste von der Pebble-Weste, der Mütze meines Mannes, sowie meiner ersten Shalom. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag rumsitzen und stricken. Kurz vor dem Mutterschutz (da haben wir es in Deutschland wirkich, wirklich gut!) hatte ich so viele Pläne, was ich alles machen möchte. Aber jetzt bin ich so seltsam antriebslos geworden und würde eben am liebsten den ganzen Tag nur stricken. Seltsam. Andererseits, was soll's. Aber vielleicht kommt die Lust auf anderes wieder.
Vor kurzem habe ich außerdem eine Pixie-Hat für einen kleinen Jungen, den eine Freundin von mir erwartet, gestrickt. Sie lädt Mitte Dezember zu eine Babyfeier ein. Ich würde sehr gerne hingehen, bin mir aber aufgrund der anderthalb Stunden Fahrtzeit pro Strecke noch ein bisschen unsicher. Mal sehen.

Dienstag, 26. November 2013

Der erste Schnee und Mutterschutz

Jetzt haben auch wir den ersten Schnee. Heute früh lagen ein paar minikleine Krümel herum. Auf dem Weg zur Arbeit sind die ersten Schneeflocken auf meinem Handschuh gelandet und in der letzten Stunde schneite es sogar so lange, dass ein bisschen mehr liegen blieb. Schön sieht es aus!
 
Und ich bin froh, dass ich nur noch heute mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren muss. Ab morgen habe ich Mutterschutz. Oh, wie freue ich mich darauf! Man merkt unserer Wohnung an, dass sie klein ist. Im Moment ist sie einfach total unaufgeräumt. Überall liegen kleine Häufchen mit Kram rum. Am liebsten würde ich ja die ganze Wohnung ausmisten und aufräumen und putzen. Na mal sehen, wieviel ich schaffe. Denn zum Nähen und Stricken und durch die Stadt bummeln will ich auch noch kommen. Außerdem müssen doch die ersten Plätzchen mit Le Petit gebacken werden. Ach, ich hab's so gut, dass ich jetzt frei habe.
Mir ist außerdem aufgefallen, dass ich noch NICHTS für unser kleines Mädchen genäht oder gestrickt habe. Komme mir ja schon fast lieblos vor, aber immer schmuggeln sich Projekte ein, die vorher noch fertig werden müssen. Mütze für meinen Mann, Mütze für ein andere kleines Baby... Demnächst sortiere ich mal meine Wolle und gucke, was sich daraus machen lässt. Lass dir noch ein bisschen Zeit mein kleines Mädchen.

Dienstag, 17. September 2013

Klassentreffen

Am Wochenende war ich zu einem Klassentreffen. Zehn Jahre ist das Abitur bereits her. Etwas weniger als die Hälfte meiner Jahrgangsstufe hatte sich zusammengefunden. Es war schön, die Leute mal wieder gesehen zu haben. Ich konnte mich auch mit allen unterhalten, die mich interessiert haben. Wirklich erstaunliche oder ungewöhnliche Lebensläufe gab es nicht (bzw. die Leute waren nicht da?). Interessant war auf jeden Fall, dass auf dem Klassentreffen vor 5 Jahren nur sehr wenige bereits ein Kind hatten, während jetzt (zumindest bei den Frauen) doch relativ viele ein oder mehr Kinder hatten. Aber klar, irgendwann ist die Zeit halt reif dafür. Zumal viele Ausbildungen nach dem Abi mindestens 5 Jahre dauern. Ich habe mich sehr gefreut meine ehemaligen Klassenkameraden mal wieder zu treffen und insbesondere auch mal wieder mit meiner Freundin zu quatschen. Ich sehe sie einfach zu selten.
Als ich am Samstag alleine mit dem Auto zum Treffen losfuhr, da fühlte ich mich total frei und unbeschwert. Ich musste fast keine Sachen packen und auch sonst an nur wenig denken, habe die Musik laut gedreht und bin einfach nur alleine Auto gefahren. Es war das erste Mal seit November letzten Jahres, dass ich ohne Familie "länger" weg war. Am Samstag Abend aber hat mir meine Familie schon wieder ganz schön gefehlt. Insbesondere als ich alleine im Bett lag. Es ist schön eine Familie zu haben! (und es ist auch schön ab und zu mal etwas alleine zu machen)