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Montag, 11. Januar 2016

Herbstwindmütze - Quynn II



Im frühen Herbst (also erst vor kurzem *hüstel*) ist eine neue Quynn entstanden. Die erste Quynn wurde von Le Petit nicht so gerne getragen, da die Wolle ihn kitzelte. Erfreut habe ich festgestellt, dass sie mittlerweile Lieschen passt. Juchu! Eine alte Geschwisterregel besagt aber, dass sie Le Petit jetzt genauso gerne trägt und so entstand für ihn eine neue, größere Quynn. Ich habe ihn nach Farbwünschen gefragt (Rosa, Lila und Pink!) und wir haben zusammen eine neue Noro-Wolle ausgesucht. Dabei habe ich aus Versehen nach Kureopatora statt Kureyon gegriffen. Dafür ist die Wolle sehr weich, scheinbar aber auch ein bisschen dicker. Die Mütze ist doch recht groß geworden und sieht ein bisschen helmartig aus. Dafür wird sie von Le Petit gerne getragen. Sie ist genau zur Hälfte unseres Urlaubs fertig geworden und konnte dort noch getragen werden, die Herbstwindmütze. Am meisten liebe ich es, wenn beide Kinder ihre Quynns tragen. Zu süß!
Und da noch so viel Garn übrig war, habe ich noch eine zweite gestrickt, für mein bald sechsjähriges Patenmädchen.


Dienstag, 6. Oktober 2015

Urlaubsimpressionen Bornholm

Nun sind wir bereits in der zweiten Arbeitswoche nach unserem Urlaub und ich fühle mich immer noch recht erfrischt und erholt. Wir haben dieses Jahr gemerkt, wie wichtig so ein Urlaub ist. Diese intensive Zeit, in der man einfach nur tut, was man gerne machen möchte. Natürlich hatten auch wir sehr anstrengende Momente dabei, wie das so ist mit kleinen Kindern. Und manchmal hatte ich das Gefühl, dass wir gerade unseren Tag verplempern, aber so geht Urlaub nun mal. Man genießt den Augenblick - zum Beispiel den Anblick des Meeres - ohne irgendetwas zu tun.


Hier ist unser Kocher zu sehen. Sehr, sehr praktisch!

Zelten direkt am Meer! Und das nicht nur einmal.

Viele gelbe Flechte auf Meeressteinen zum Drüberhüpfen.

Geschwisterflausch! Ein seltenes Bild.





Kopfstand auf der Ritterburg.

Die zwei Sekunden erwischt, als sie einträchtig und still dasaßen =)

Landart von Le Petit! Ein Segelschiff auf dem Meer.

Drei kühne Wellenhüpfer.

Unser minimalistisches Packen (zwei Paar Hosen für die Großen, vier Paar für die Kleinen usw.) füllt den ganzen Kofferraum aus.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Urlaub auf Bornholm

Eigentlich wollten wir dieses Jahr keinen großen Urlaub machen. Schon letztes Jahr haben wir unser Geld wegen des Hauskaufes lieber zusammengehalten und fuhren nur über ein verlängertes Wochenende nach Schweden. Jedoch wurde der Drang nach Innehalten und Durchatmen immer größer und so beschlossen wir einen Urlaub auf Bornholm. Ganze zwei Wochen lang. Ach, es war ein Traum! Endlich abschalten von den Nachrichten, Stille genießen, Wind, Sonne, Regen, Meer, bunte Blätter, Sand, Herbstfülle.
Schon letztes Jahr bemerkten wir, wie wunderschön es ist den Sommerurlaub im Herbst zu feiern. Der Herbst bietet so viele Vorteile. Es ist nicht mehr so unerträglich heiß, die Menschenmassen haben sich gelegt (danke, dass wir noch nicht an Schulferien gebunden sind) und es gibt eben diese ganze Herbstfülle mit viel Wind, wunderschönem Sonnenschein, goldenem Licht, langsam sich verfärbende Blätter und Äpfeln und Brombeeren und Pilzen satt. Das Meer kann man trotzdem noch genießen und es gab viele kleine Badesessions. Rein ins Wasser, spritzen, sich freuen und schnell wieder raus und erfrischt anziehen.
In den zwei Wochen haben wir 5 Nächte in Jugendherbergen verbracht und 8 Nächte wild gezeltet. Das klappt auf Bornholm sehr gut. Wir haben uns meist in eine kleine abgelegene Ecke gestellt und wurden geduldet und begrüßt. Der Hafen macht sich für so etwas sehr gut. Denn die Dänen haben dort meist noch eine schöne große, gemähte Wiese an deren äußersten Rand wir uns stellen. Oder wir fanden ganz nah am Meer etwas. Einmal wurden wir verscheucht. Mit sowas muss man rechnen und wir fanden stattdessen auch einen anderen herrlichen Platz, der ganz einsam war.
Man muss dazu sagen, dass wir auch nur ein ganz kleines Drei-Mann-Zelt haben. Mit zwei kleinen Kindern (und dem Auto, sodass die Klamotten nicht im Zelt lagerten) klappt das einwandfrei. Le Petit hat sich jeden Tag aufs Schlafengehen gefreut. Im Zelt, Papi! Mit Schlafsack! Und da ein ganzer Tag an der frischen Luft auch sehr müde macht, schlief er spätestens nach zehn Minuten tief und fest. Beim Lieschen sah das anders aus. Wir hatten keinen Kinderwagen mit, sondern trugen sie in der Mei-Tai-Trage. Mein Rücken war nach diesen zwei Wochen auch nicht mehr der Jüngste. So konnte das Lieschen zwar ihren Mittagsschlaf halten (und musste keinen Meter laufen, was sie auch nicht so gerne macht), wurde aber doch meist vorzeitig wach (durch Echo-Such-Rufe, Freudenrufe über die Angel oder weil ich mich mal hingesetzt habe...). So war sie Abends schon über ihren Müdigkeitspunkt hinaus und ein bisschen aufgedreht. Sie krabbelte durchs Zelt, plapperte ununterbrochen, streichelte alle Anwesenden, kreischte über die Bewegungseinschränkung im (Baby)Schlafsack und iiiiiiirgendwann, wenn ich selbst schon im Halbschlaf war, fiel sie endlich um und durfte auch einschlafen.
Zweisamkeit gab es in diesem Urlaub nur Häppchenweise, wenn die Kinder gespielt haben. Abends sind wir mit ihnen ins Bett gesunken und morgens mit ihnen aufgewacht. Und es war herrlich. So viel Familienzeit. So eine intensive Zeit mit den Kindern, aber auch mit meinem Mann im Familiengewimmel. Ein Tag lief meist nach folgendem Muster ab. Wir wachen auf, die Kinder schlafen noch und mein Mann und ich blinzeln uns zu. Gegen halb 8(!) regten sich die Kleinen und Le Petit zog sich meist sofort an und sprang raus (oder auch gerne im Schlafanzug ohne Schuhe...). Mein Mann kocht Haferflocken (mit Äpfeln und Brombeeren!! hmmm), Kaffee und Tee auf unserem coolen Hobokocher. Den Hobokocher befeuerten wir meist mit Holz und Le Petit war eine große Hilfe beim Stöckchensuchen und -zerbrechen. Währenddessen zog ich Lieschen um und kümmerte mich ums Zelt. Nach dem Frühstück wurde alles wieder ins Auto geladen. Wir fuhren eine Viertelstunde, schauten uns die Gegend an, fanden eine Räucherei, aßen Räucherfisch mit Knäckebrot zum Mittag mit Meerblick, gingen wandern, windeten Heidekrautkränze ("Wo ist der Krinz, Mami?" "Es heißt Kranz.") fanden eventuell einen Spielplatz, schauten uns Häfen an oder turnten auf den großen Felsen am Meer herum. Gegen Nachmittag bauten wir an einem anderen Ort unser Zelt auf und mein Mann kochte wieder auf unserem Kocher unser Abendbrot, danke dir! Anschließend Zähne putzen mit Blick auf Meer und ab in den Schlafsack.

Für manche klingt das nach viel Arbeit, aber es war Teil unseres Urlaubs. Der Große hat das genossen. Überhaupt war Le Petit in diesem Urlaub schon so unglaublich groß und hilfreich. Er hat geholfen das Zelt aufzubauen (ok, er (lässt sich nichts sagen) und ich (ungeduldig) im Team, das lief nicht so), nach Pilzen Ausschau gehalten, Gemüse fürs Abendbrot geschnippelt, Stöcke zum Feuern gesucht und brauchte immer eine Aufgabe. Das Lieschen dagegen hat viel geweint. Sie hat sich unglaublich weiterentwickelt in diesem Urlaub und steuert zielsicher auf eine Zweijährige zu. Sie braucht weiter beständig meine (nahe) Anwesenheit und Zuwendung. Ich glaube, Le Petit war in diesem Alter ein bisschen anders. Aber da war er ja auch noch Einzelkind. Dafür hat das Lieschen weiterhin unglaublich an ihren Sprachkenntnissen gefeilt. Sie kann schon so viel reden und verstehen und sich verständlich machen.
Besonders schön fand ich, dass die Geschwister in diesem Urlaub sich ein bisschen als Spielkameraden entdeckten. Sie können so schön zusammen kichern oder ihre Spielchen spielen (bis Lieschen hinfällt und dann weint).

Am Ende der zwei Wochen merkte man aber auch, dass die beiden sich auf zu Hause freuen. Le Petit fragte immer öfter, wie lange wir noch im Urlaub sind. Wir umrundeten auf unsere Weise die kleine Insel Bornholm und merkten auch, dass den Kindern die Beständigkeit fehlte. (Da habe ich  mich dann gefragt, wie es reisende Eltern machen?) Wir Eltern haben eher wehmütig diese kleine, stille, sonnige, windige Insel verlassen. Mit nur einem Zelt und ein klein wenig Kochgeschirr gab es so herrlich wenig zu tun. Und das Draußen-Leben, bei dem Flecken auf den (zwei Paar) Hosen nicht stören, genießen wir einfach zu sehr.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Schwedenluft

Seit Montag sind wir wieder da. Wir hatten einen herrlichen Kurzurlaub in Südschweden. Das Wetter war wunderschön - herbstlich, sonnig, neblig, windig, einfach perfekt. Da wir die lange Anreise zu meinen Schwiegereltern gewohnt sind, war die Fahrt nach Rostock ruckzuck geschafft. Und dann fing er an, unser Urlaub. Le Petit war total aufgeregt und aufgedreht. Mit der Fähre! Die große, große Fähre, bis in den Himmel reicht die. Im Vandrarhem angekommen sind wir nach Schlafenszeit. Schnell wurde Lieschen ins Bett gesteckt und der Große durfte noch ein bisschen aufbleiben. Unsere Kinder sind absolute Urlaubskinder. Es war wunderschön mit ihnen. Sie haben die neue Umgebung genossen, die kleinen Ausflüge ans Meer, zum Hafen, zum Einkaufen. Sie aßen Räucherfisch zum Mittag und unser improvisiert gekochtes Abendbrot. Zufällig habe ich bei Frische Brise gelesen, dass wir den Kanelbullensdag gebührend gefeiert haben und leckere Bullen zum Kaffee hatten (Bemerkung meines Mannes: "Ach so, deswegen waren die auch im Angebot.") Gekauft haben wir sie übrigens in Schwedens südlichster Bäckerei, was überhaupt ein Wunder ist, da es in Schweden fast keine Bäckereien gibt. Am Sonntag Vormittag haben wir dann das Vandrarhem verlassen und haben den Tag bei Sturm am Strand verbracht. Haben Sandburgen gebaut (mein Mann und Le Petit), den Strand untersucht und gekostet (Lieschen) und die Nase in den Wind gehalten (ich). Mittagspause haben wir im Kofferraum und im Windschatten einer kleinen Düne gemacht. Ich konnte ein bisschen stricken und ein Wimmelbuch wurde "durchgelesen". Anschließend waren mein Mann und Le Petit mit den Füßen baden. Oh, was hat sich Le Petit kringelig gelacht, wenn sie vor den Wellen weggerannt sind. Am Nachmittag haben wir einen langen Herbstspaziergang gemacht. Le Petit hat im Kinderwagen geschlafen und Lieschen im Trageteil - frische Luft macht seeeehr müde. Das Licht war ganz golden. Zum Abschluss haben wir uns in Trelleborg eine Pizza gegönnt. Was bei uns die Dönerläden sind, sind in Schweden die Pizzerien. Während der langen Wartezeit auf die Fähre (die erst 23 Uhr ablegte) hat uns Le Petit dann im Auto ein Ohr abgequatscht, bis er dann doch irgendwann (ob du es glaubst oder nicht) eingeschlafen ist. Die Kabine auf der Fähre war grandios (die günstigsten schon ausgebucht). Ein Fenster! Nach vorne! Auf die Fährspitze zeigend! Wir haben zuschauen dürfen wir die große Ladeklappe der Fähre zuging, als wir ablegten. Beide Kinder waren wach und haben sich gefreut (auch Lieschen). Selbst die Nachtfahrt auf der Fähre auf dem schaukelnden Schiff (es hielt sich glücklicherweise in Grenzen) haben beide wunderbar mitgemacht. Morgens haben wir in Rostocks Innenstadt beim Bäcker gefrühstückt, schlenderten noch einmal durch die Gassen, besuchten das physikalische Institut der Uni und fuhren anschließend wieder heim.
Ein wunderschöner Urlaub!

Dienstag, 12. August 2014

Schon wieder Ferien





Wir hatten schon wieder Ferien. Diesmal haben wir die anderen Großeltern besucht. Wie toll, dass wir bei den Großeltern immer ein bisschen Urlaub machen können. Bei meinen Schwiegereltern können wir dann auch immer ein bisschen das Meer genießen. Diesmal haben wir sogar einen Ausflug an die Nordsee gemacht und ließen uns so richtig durchpusten. Nur die Kinder fanden den Wind nicht so schön. Le Petit hat sich noch ein bisschen anfreunden können, Lieschen hat aber immer geweint, wenn ihr Köpfchen in den Wind kam (was dann die Bewegungsfreiheit des Tragenden ein bisschen einschränkte). Ich war in der Ostsee baden, mein Mann genoss beide Meere (beide Meere, wie toll das klingt). Wir hatten sogar Zeit für uns beide, ließen die Kinder bei den Großeltern (beide!) und fuhren nach Flensburg. Ich hätte die Zeit  mit meinem Mann auch noch ein bisschen mehr genießen können, hätte ich nicht die ganze Zeit Bedenken gehabt, dass wir entweder die Großeltern überlasten oder dass Lieschen die ganze Zeit weint. Letzten Endes lief es dann tatsächlich prima. Ach, diese Gedanken einer Mutter...
Einen frühen Morgen habe ich genutzt, um ganz alleine mit dem kleinen Mädchen einen Spaziergang übers Land zu machen. Herrliche Sonnenstrahlen in Nebellandschaft, tropfenbenetzte Spinnenweben, Rehe und Hasen, Ruhe, diese Ruhe. Zeit für mich (Lieschen war im Wagen wieder eingeschlafen).
Auf der Rückfahrt gab es wieder mal Stau. Neuruppin ist das Lehrte des Ostens, haben wir festgestellt. Die Kinder haben sich großartig benommen. Le Petit zeigte das erste Mal Einsicht, dass es weit ist und beruhigte sich zwischendrin immer selber "Dauert nicht mehr lange, wir sind bald da."
Wie immer nach einem längeren Ausflug, haben wir uns danach ein bisschen verändert. Die vielen neuen Eindrücke werden verarbeitet und formen uns (äh, also eher die Kinder und dadurch dann wir). Jetzt gibt's erst mal wieder Alltag. Auch ok.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Ferien im Garten





Die kurzen Ferien sind vorbei, willkommen zurück Alltagsleben. Nur in unserer Erinnerung sitzen wir noch am Feuerlag, naschen an den vielen Beeren, genießen die Sommerglut im schattigen Rasen mit Planschbecken und die Unterstützung/ Spielfreude der Großeltern.

Gestern Abend bin ich gleich nach unserer Ankunft auch gleich weitergefahren zur ersten Eigentümerversammlung unseres zukünftigen Zuhauses. Das erste Mal einen ganzen Abend alleine unterwegs seit Ankunft des kleinen Mädchens und noch eigentlich viel länger.  Ich habe sie genossen, die kleine Auszeit für mich. Ließ mir den Sommerabendwind ins Gesicht blasen auf dem Fahrrad und die Gedanken schweifen (immer zurück zur Familie: sind sie schon im Bett, herrscht jetzt gerade Chaos und beide Kleinen heulen). Alle Sorgen und Bedenken waren völlig umsonst. Als ich "mitten in der Nacht" halb zehn wieder zu Hause eintraf, schlief die U3-Fraktion friedlich, während die Ü30-Fraktion TNG-Videos schaute :-)
So einen Abend muss ich unbedingt wiederholen! Im Kino beispielsweise. Da ergeben sich ja jetzt tausendundeine Möglichkeit. Hui.

Freitag, 18. Juli 2014

Ferien

Heute ist in unserem Bundesland letzter Schultag. Und auch wir beginnen morgen unsere Ferien bei den Großeltern. Mein Mann fährt mal wieder auf Dienstreise und ich habe mich mit meinen Kindern bei den Großeltern einquartiert. Wie schön, dass wir diese Gelegenheit nutzen können, dass wir so willkommen sind. Es soll heiß werden. Wir freuen uns auf Garten, Beeren und Planschbecken.
Ferien!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Raus aus dem Alltag


Letzte Woche war anstrengend (oh je, jeder zweite Artikel enthält das Wort anstrengend). Unsere Küche lässt sich nicht so gestalten, wie wir das wollen, unser Auto meckert mal wieder rum und dazu der Alltag mit zwei Kleinkindern. Am Freitag war ich  mit meinen Nerven ganz schön fertig; ständig liefen die Tränen erneut.
Mein Mann hat dafür gesorgt, dass wir uns vom Alltag abseilen konnten und organisierte einen Ausflug nach Berlin. Wir übernachteten in einem Hotel mit Sauna und Frühstück. Aßen die angeblich beste Curry-Wurst von ganz Berlin (joah), fuhren U-Bahn, besuchten das KaDeWe, versorgten uns mit kleinen Köstlichkeiten als Abendbrot, saunierten und am Sonntag - als eigentliches Highlight - besuchten wir das Naturkundemuseum. Echte Dinosauerierknochen! Das höchste aufgestellte Skelett! Es war beeindruckend.
Auch wenn der Ausflug selbst manchmal ein wenig stressig wurde, so genossen wir unsere Flucht aus dem Alltag sehr. Noch heute schwingt die Entspannung nach, wenn ich meinen Malzkaffee aus der Archaeopteryx-Tasse trinke.
Und diese Woche: Das Stellplatzproblem in der neuen Küche konnten wir lösen (ein ganzer Berg an Steinen fiel von mir ab), das Auto blieb bis jetzt brav und zeigte nach der Berlinfahrt keinen neuen Fehler an, ich versuche mit Le Petits Phase besser umzugehen.

Interessant übrigens die U-Bahnfahrt: U-Bahnen riechen überall gleich, ich erinnerte mich sofort an die Tunnelbana. Ich fühlte mich zuerst sehr unsicher mit den ganzen Menschen und der ungewohnten Umgebung, obwohl ich sonst in fremden Städten recht souverän bin. Dachte kurz, dass ich wohl alt werde. Zum Glück ist das doch nicht der Fall (haha), die zusätzliche Verantwortung für unsere beiden kleinen Mäuse machte mich so unsicher. Als ich das erkannt hatte, machte das U-Bahn fahren auch wieder Spaß.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Wieder zurück





Wir waren schon wieder im Kurzurlaub und haben über Himmelfahrt meine Schwiegereltern im hohen Norden von Deutschland besucht. Schön war es. Die Frühsommer zeigt sich dort immer von seiner schönsten Seite und wir haben die warme Sonne und das saftige Grün, sowie die böigen Wind genossen.
Le Petit und mein Mann waren (wieder) im Wasser. Ich habe mich lieber zurückgehalten. Wir waren am Strand und haben mit beiden Kindern die Ruhe genossen (!). Ich habe jede freie Minute zum Lesen genutzt, mein Mann hat an seinem Bootsprojekt gebastelt und war mit einem guten Freund inclusive dem roten Hering paddeln. Es gab Grillgut und einen Pool für Le Petit, sowie einige Maschen an einem schönen, leichten Sommerschal für mich. Wären wir hier bei e.bay würde ich sagen: Gerne wieder =)

Montag, 7. April 2014

Großfamilienwochenende


Dieses Wochenende hat sich meine Familie mal wieder getroffen. Aus bestimmten Gründen blieb mein Mann zu Hause, doch ich bin mit den Kindern trotzdem gefahren. Zum Glück musste ich nur die 100 km zu meinen Eltern alleine fahren. Die restlichen 200km haben sie uns mitgenommen. Und so konnte ich auch live und hautnah dabei sein, als Le Petit sich das erste Mal in seinem Leben im Auto übergeben hat. Wir hatten eine schöne Zeit und die Kinder haben sich prima benommen. Le Petit ist ganz weit gewandert. Die Kleine durfte ins Tragetuch. Meine nächste Familie hat mich prima mit den Kindern unterstützt, sodass ich auch zum Essen kam :-) Abends haben wir alle gemütlich beisammen gesessen, während oben beide Kinder friedlich schliefen.
Schön, dass ich meine Cousine mit ihrer Tochter wieder sehen konnte Die Vierjährige hat sich total gut mit Le Petit verstanden und die zwei haben toll zusammen gespielt. Schade, dass es noch nicht mehr Kinder in meiner größeren Familie gibt.
Zusammengefasst war es doch schon recht anstrengend, aber auch echt prima.

Mittwoch, 27. November 2013

Adventspaddeln mal anders

In den Zeiten vor Le Petit sind wir regelmäßig (nämlich zwei Mal) am letzten Novemberwochenende zum Paddeln an die Ostsee gefahren. Wir haben unser Faltboot sowie unser Zelt eingepackt, den Kocher, ein bisschen Proviant und warme Kleidung und sind losgedüst. Das waren Erlebnisse, an die ich noch oft und gerne denke. Die Stille, die Einsamkeit, das Wasser, der Nebel, die völlig durchgefrorenen Füße am Morgen, das Kochen mit Stirnlampe :-)
Bis jetzt haben wir das noch nicht wiederholt. Bedenkt man, dass ich in der Nacht eigentlich auch nie richtig schlafen konnte, weil ich so gefroren habe (eine Stelle am Zeh ist heute noch irgendwie komisch taub), dann möchte ich das meinem kleinen Sohn eigentlich auch nicht zumuten. Ganz abgesehen davon waren wir mit ihm erst einmal paddeln und er fand es NICHT schön...

Letztes Wochenende aber haben wir uns einen Kurzurlaub gegönnt. Angeknüpft an unser Adventspaddeln haben wir unsere Sachen gepackt (ohne Boot), Le Petit geschnappt und sind nach Warnemünde an der Ostsee gefahren (in ein Hotel...). Natürlich war es völlig anders und nicht mit dem Adventspaddeln zu vergleichen (allein schon der ganze Komfort), aber es war herrlich. Die Sonne schien, es war kalt, das Meer rauschte.  Warnemünde hat für uns eine besondere Bedeutung. Mein Mann hat in Rostock ein Semester studiert, außerdem sind wir schon oft mit den großen Fähren von dort abgefahren und wieder angekommen.




Le Petit war niedlich, er hat uns beim Strandspaziergang immer vor den Wellen gewarnt "Atuuuung, Wasser!" und uns lieber ein bisschen weiter hoch auf den Strand gezogen. Bei dem Hotelangebot hatten wir das Glück, dass Saunabesuche inklusive waren. Und so haben wir uns in der Sauna wieder aufwärmen können. Le Petit war der Schöpfkellenmeister "Papi? Noch mal?" und hat ziemlich lange durchgehalten. Vor dem Frühstück sind wir jeweils an den Strand gegangen. Am Sonntag auch mit Handtüchern und mein Mann ist ganz reingesprungen, Le Petit immerhin bis zu den Knöcheln und ich gar nicht. Beim Anziehen hat uns eine Welle erwischt :-)


Den Fotoapparat hatte ich auch mit. Sogar das Ladegerät. Beim Auspacken im Hotel habe ich mich noch gewundert, warum er so leicht ist. Die Akkus lagen zu Hause rum. Deswegen nur zwei Handybilder.

Dienstag, 24. September 2013

Das WWWochenende

Letztes Wochenende war das große Wander- und Wahlwochenende. Wir haben zusammen mit meinen Eltern, meiner Schwester und ihrem Freund eine Ferienwohnung in der Sächsischen Schweiz gemietet und waren zusammen wandern. Im Herbst ist die Sächsische Schweiz einfach am schönsten. Die Blätter färben sich langsam, die Luft riecht feucht und schwer, manchmal leicht und süßlich. Wir haben Pilze gefunden, dass es für eine kleine Vorspeise am Abend reichte. In der Nacht vom Freitag auf Samstag regnete es reichlich, sodass ich schon große Sorgen hatte, ob wir überhaupt loskommen. Zum Glück hat sich der Regen dann aber gelegt, der anfängliche Nebel verschwand auch irgendwann und am Nachmittag kam sogar ein paar Mal die Sonne raus.
Le Petit ist große Strecken selbst gelaufen, ich war ganz verblüfft. Ansonsten wurde er auch mal von meiner Schwester oder ihrem Freund getragen, wenn er nicht gerade auf dem Rücken meines Mannes saß.
Es war ein sehr schöner Ausflug und wir hatten schöne gesellige Abende zusammen.
 
Am Sonntag haben wir nur einen kleinen Ausflug unternommen und sind dann schon wieder zurückgefahren. Wir wollten ja noch wählen. Das Wahllokal ist gar nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Das ganze Viertel war richtig belebt, viele Leute waren unterwegs. Wir haben uns noch in ein Cafe gesetzt und ein leckeres Stück Kuchen verputzt. Pünktlich 18 Uhr waren wir dann beim Türken essen und konnten sofort die ersten Hochrechnungen verfolgen.
Ein sehr schönes, ausgefülltes Wander- und Wahlwochenende liegt hinter uns!

Dienstag, 27. August 2013

Entspannt zurück

Seit Sonntag sind wir wieder entspannt aus dem Urlaub zurück. Aufgrund des Schreckereignisses sind wir erst einen Tag später als geplant aufgebrochen. Dafür erwartete uns ein wunderschöner Bauernhof mit einer netten Familie am Tegernsee. Die Unterkunft war wirklich ein Glücksgriff. Wir hatten ein schönes Zimmer, das uns aufgrund der Aufteilung auch ermöglichte Abends noch zu lesen oder Fernzusehen, während Le Petit schon schlief. Meist haben wir Abends die Zeit noch so lange auf dem Balkon verbracht, bis es kühl und dunkel wurde. Le Petit hatte seine helle Freude an dem Bauernhof. Es gab Kühe, Hühner, Enten und Katzen (die fand er besonders spannend). Außerdem einen ganzen Fuhrpark an kleinen Traktoren für Kinder =) Auf dem Spielplatz mit Kamikazetrampolin (jedenfalls für wilde Zweijährige) gab es auch ein kleines Spielhäuschen, in das er sich liebend gerne reinsetzte oder aus dem er irgendwelchen Krimskram anschleppte.
Wir waren viel Wandern, haben eine Seerundfahrt gemacht und waren baden. Ein herrlicher Urlaub!
 
Seit gestern sind wir also wieder im Alltag, wie ich tatsächlich schon gestern Abend erschöpft festgestellt habe. Dafür ist mir aber auch aufgefallen, weshalb mich der frühe Abend so auslaugt. Sobald ich mit Le Petit in der Wohnung bin, fange ich an, alles gleichzeitig zu machen. Le Petit geht aufs Töpfchen, ich ziehe ihm die Hosen aus, stopfe gleichzeitig die Wäsche in die Waschmaschine, lege Le Petits Kleidung für den nächsten Tag raus und versuche den Sand aus dem Flur zu kehren, der aus seinen Schuhen rieselte. Jede noch so kleine Sekunde, die sich auftut, hetze ich irgendwo hin, um möglichst alles schnell erledigt zu bekommen. Ich denke, dass das nicht nur mich erschöpft, sondern auch Le Petit nervt, wenn ich jede Sekunde woanders hin laufe. Permanent denke ich an die Dinge, die ich gleich noch schnell machen möchte. Wenn ich das alles in etwas mehr Ruhe mache (ich glaube nicht, dass es so viel länger dauern würde), dann bin ich Abends eventuell nicht so kaputt? Ich werde es mal drauf ankommen lassen. (Ich merke außerdem gerade, dass jetzt Posttitel überhaupt nicht mehr dazu passt...) :-)

Montag, 20. Mai 2013

Wie gut wir es haben

Auch wenn wir oft sehr kaputt sind, die Arbeitstage anstrengend, mit viel (Fahrad)fahrerei verbunden sind und wir oft nicht wissen, wo uns der Kopf steht (wohin wollen wir ziehen, welchen Kindergarten für Le Petit), so haben wir es doch unglaublich gut!

Über Himmelfahrt haben wir einen Kurzurlaub ins Taubertal unternommen. Wunderschön! Die 400km Anreise sind für einen Kurzurlaub eventuell ein bisschen viel gewesen, aber dafür haben sie sich voll und ganz gelohnt. Das Taubertal kann ich sehr empfehlen. Wunderschöne Landschaft, niedliche Ortschaften und man kann herrlich Radfahren. Wir sind diesen Urlaub wirklich sehr gemütlich angegangen. Ganz entgegen unserer sonstigen Urlaube, haben wir weder gezeltet, noch sind wir mit dem Fahrrad von Ort zu Ort gefahren. Stattdessen hatten wir uns eine kleine Ferienwohnung gemietet, die dann Ausgangspunkt von Ausflügen war (wir werden wohl alt...). Das hat sich sehr ausgezahlt.

Mein Mann war Anfangs leider krank, sodass wir den ersten Tag wunderschön gemütlich angehen konnten, mit Mittagsschlaf für meine zwei Männer und zwei unglaublich ruhigen Stunden für mich. Das Taubertal ist außerdem für Grünkern bekannt. In Erinnerung an Barbara, habe ich ein kleines Päckchen mitgenommen. Mal sehen, was wir daraus machen.

Das wunderschöne Wetter, das der Pfingstsonntag bei uns mit sich brachte, haben wir endlich einmal genutzt, um wandern zu gehen. Oh, es war toll! Der Wald war feucht und unglaublich grün. Es war warm und lichtdurchflutet. Le Petit ist teilweise selber gelaufen und wurde teilweise in einem von mir genähten MeiTai getragen.


Zu sehen ist der MeiTai bereits hier. Ich finde ihn für ein großes Kind viel praktischer als das Tuch und auch praktischer als eine Kraxe (die auch im ungebrauchtem Zustand getragen werden muss). Für mich ist es immer wieder ein wunderschönes Gefühl Le Petit zu tragen, während er schläft. Es liebe es, seinen Kopf auf meinem Rücken zu spüren und sein leises Schnorcheln zu hören. Im Anschluss an unsere Wanderung haben wir sogar noch ein Kneipp-Becken nutzen können. Sehr wohltuend für unsere Füße =) Meine Füße, Waden und meinen Rücken spüre ich heute auch ganz besonders gut ;-)


Wie gesagt, wir haben es wirklich sehr gut!

Dienstag, 9. April 2013

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche - äh, naja nicht ganz.
Wir waren dieses Jahr sicherlich nicht die einzigen, die ihren Osterspaziergang im Schnee unternommen haben.
Hier sieht man den MeiTai, den ich genäht habe. Das Tragetuch hat ausgedient. Le Petit zu tragen ist aber weiterhin manchmal von Vorteil.




Ja, ist auch schön. Aber ganz so kalt muss es meiner Meinung nach nicht sein. Wir haben knapp eine Woche bei den Eltern meines Mannes verbracht. Das nutzen wir immer, um ein paar Stunden für uns beide abzuzwacken und in die Stadt zum "Bummeln" zu fahren und einen Kaffee ganz in Ruhe zu zweit zu trinken. Außerdem besuchen wir immer den Strand. Das hier ist eine meiner Lieblingsstellen.





Wilder Strand, Sand, Steine, Gras. Es war wieder sehr schön. Aber jedes Mal, wenn wir zu Hause (nach immerhin sieben Stunden Fahrt) ankommen, sagt mein Mann: "Woanders ist es schön, aber zu Hause ist es eben doch am besten". Da hat er Recht!

Sonntag, 30. September 2012

Mein schlimmstes Ferienerlebnis

Überall liest man derzeit (gut, das ist schon wieder ungefähr einen Monat her), also las man derzeit vom schönsten Ferienerlebnis. Irgendwann wird das ja auch langweilig. Heute mal: Mein schlimmstes Ferienerlebnis

Mein schlimmstes Ferienerlebnis fand bei Nacht (und Nebel) und Regen im Zelt statt. Obwohl in diversen deutsch-finnischen Blogs immer wieder betont wurde, dass es dort ja so selten gewittert (ich hatte mich schon gefreut und wähnte uns deshalb völlig außer Gefahr), habe ich auf Åland die schlimmste Gewitternacht erlebt, die ich jemals im Zelt hatte. Das Unwetter hielt mehrere Stunden an, zog näher, stand direkt über uns, zog wieder ab und dann wieder näher... Es war eine Katastrophe. Mein Mann und ich lagen die ganze Zeit wach. Mir war mehr als nur mulmig zu Mute. Le Petit schlief erstaunlicherweise seelenruhig weiter. Irgendwann wurde es uns zu bunt (haha) und wir sind vom Zelt in eine Umkleidekabine geflüchtet. Was bin ich den Finnen dankbar, dass sie an noch so kleine, völlig abgelegene Badestrände Umkleidekabinen aus Holz bauen! Dort saßen wir dann eine Weile, sahen die Blitze und lauschten dem Donnern. Nach einer Weile wurde es wieder ruhiger und wir krochen zurück ins Zelt in unsere Schlafsäcke. Nur wenige Zeit später, ließ uns ein besonders heller Blitz mit krachendem Donner wieder in die Kabine flüchten. Mittlerweile waren wir auch so müde, dass mein Mann nach einiger Zeit des Wartens kurzerhand die Schlafsäcke und Isomatten in die Hütte holte. Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr ich mich vor Spinnen ekle? Ich habe mich NICHT mit der Taschenlampe umgesehen und mich ganz sehr im Schlafsack verkrochen. Le Petit lag mit im Schlafsack meines Mannes (er konnte in der Nacht ganz besonders wenig schlafen). In diesem Provisorium konnte ich dann doch wieder einschlafen. Mitten in der Nacht schlug in unmittelbarer Nähe ein Blitz mit einem gewaltigen Krachen ein. Kurz darauf begann ein prasselndes Geräusch und für eine winzige Sekunde dachte ich, es sei unser Zelt, das in Flammen steht. In diesem Augenblick ist mir so schlecht geworden. Das Prasseln war nur der einsetzende Regen. Das wurde mir kurz danach bewusst. Das Zelt stand am nächsten Morgen noch. Dennoch bin ich unglaublich dankbar, dass wir diese Nacht unbeschadet überstanden haben! Ich weiß gar nicht, was wir gemacht hätten, wenn es keine Umkleidekabine gegeben hätte (unser Auto stand in Rostock...).

Am nächsten Morgen habe ich mich in der Hütte doch einmal ein klein wenig umgesehen und habe überascht festgestellt, dass sie weder zugemüllt war, noch sonst irgendwie dreckig und keine Spinnen zu finden waren. Das hat mich wirklich sehr überascht. In Deutschland hätte die Hütte mit Sicherheit anders ausgesehen.

Donnerstag, 27. September 2012

Urlaubsimpressionen Åland II

In diesem Beiträg möchte ich die Übernachungen mit festem Dach über dem Kopf reflektieren.


Zum einen haben wir in Mariehamn in einem kleinen Pensionat direkt am Wasser übernachtet. Wir hatten ein wunderschönes, helles, blaues Zimmer, in das wir noch ein Babybett gestellt bekamen. Dusche und Toiletten befanden sich auf dem Flur. Da aber sonst keiner dort übernachtete (ab Mitte August ist in ganz Skandinavien die Saison abrupt vorbei), mussten wir auch die nicht mit anderen teilen. Im zugehörigen, sehr großzügigen Garten gab es viele verschiedene und liebevoll hergerichtete Sitzmöglichkeiten. Auf den Tischen lagen kleine Häuflein Äpfel und in einer kleinen Hütte direkt am Steg gab es ein Sofa und Sessel mit einem kleinen Eimer Pflaumen. Das Frühstück war typisch finnisch (würde ich sagen) und sehr lecker. Es gab immer Haferbrei (also Porridge, die Finnen nennen es Puuro), außerdem Müsli mit Milch, Joghurt oder Buttermilch und helles Brot mit dem üblichen Belag. Abends konnten wir uns in ein kleines Wohnzimmer setzen und Fernsehen, währen Le Petit geschlafen hat. Sehr schön!




Auf der Insel Kökar haben wir uns eine ganze lange Woche ein kleines Mökki geleistet. Eigentlich kein richtiges Mökki, sondern eine kleine Übernachtunsghütte auf einem Campingplatz. Obwohl ich diese Art von Hütten kenne, war mein erster Gedanke, als ich sie von außen sah: "Ziemlich klein, wie halten wir es da nur aus?". Aber diese Hütten überaschen immer wieder. Drinnen ist ebenfalls alles aus Holz und sehr einfach gebaut. Aber gerade dieser einfache und geradlinige Stil macht die Hütten aus. Wir haben es darin sehr gut aushalten können. Zumal im Preis inbegriffen jeden Tag Sauna war, mit anschließender Abkühlung in der immer kühler werdenden Ostsee, außerdem auch die Benutzung der Kajaks! Außerdem gab es auf dem Camplingplatz eine kleine Waschmaschine und einen Trockner, beides kostenlos! Yieppieh!




Auf der nördlichsten Insel Ålands, Jurmo, haben wir zwei Nächte in einer Jungendherberge verbracht. Wieder war es kein Problem ein Babybett zu bekommen. In der ersten Nacht waren wir die einzigen Gäste. Die Küche war über einen langen Flur von unserem Zimmer aus zu erreichen. Von einer großen Eingangsdiele aus ging es außerdem in einen Aufenthaltsraum, der an ein altes Klassenzimmer erinnerte (mein Mann und ich waren uns einig, dass die Jugendherberge sicherlich früher einmal die Schule der Insel war). Diese großen Räume und wir als einzige Gästen haben mich die ganze Zeit an "Hotel New Hampshire" von John Irving denken lassen. Das hat sich schön angefühlt.