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Mittwoch, 21. Oktober 2015

Unser Wochenende

Ok, ok, es ist bereits Mittwoch... Aber wir hatten ein ganz besonderes Wochenende! Schon lange geplant haben wir einen Ausflug nach Berlin. Nur mein Mann und ich, ganz allein - äh also zu zweit. Die Kinder freuten sich auf ein Wochenende bei den Großeltern. Wir sind so dankbar, dass die Großeltern das anbieten und wir dadurch so tolle Paarzeit haben.
So konnten wir ganz in Ruhe am Frühstückstisch im Hotel sitzen, und noch eine Tasse Kaffee trinken und noch eine und Zeitung lesen und stricken und später dann in der Stadt bummeln gehen und in einem Café sitzen ("Ich glaube, jetzt ist uns der Gesprächsstoff doch ausgegangen." - "Hm, ja, mir ist sogar der Gedankenstoff ausgegangen.") und Abends gemeinsam essen gehen. Wir haben nicht daran denken müssen Windeln mitzunehmen, rechtzeitig irgendwo zu essen, irgendetwas für den Mittagsschlaf finden, nicht so weit zu laufen etc. Es war echt klasse!


Sonntag sind wir recht zeitig wieder nach Hause gefahren und haben uns nach kurzer Abwägung dazu entschlossen endlich mal den Heizungsraum zu streichen (statt ordentlich sauber zu machen, naja). Wie schnell das geht, wenn man zu zweit konzentriert arbeiten kann! Wir sind unglaublich glücklich, das endlich in Angriff genommen zu haben (nach einem immerhin erfolgreichen Gartenjahr) und somit eine "Baustelle" weniger im Haus zu haben.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Fahrrad ade

Heute morgen habe ich geflucht. Lange und ausgiebig und beinahe geheult. Da ich gar nicht so gut fluchen kann, belief es sich dabei auf ein ständiges Wiederholen von Sch... Heute morgen also stand ich nämlich vor einer Einkaufspassage (ich habe ein paar Kleinigkeiten für ein frisches Baby und dessen Eltern gesucht) und dort, wo zuvor noch mein Fahrrad stand, stand nichts mehr.
Mein gutes, treues, hübsches, wertvolles, wichtiges Fahrrad! Ich fahre es jeden Tag. Seit dem Sommer hat es mich 1700km weit getragen, auf dem Weg zum Haus, zum Kindergarten und wieder zur Wohnung zurück und seit Januar dann eben auch auf Arbeit. Mein Mann hatte es im Sommer motorisiert. Jeden Tag habe ich mich darüber gefreut und das hat mir so viel abgenommen. Ich mag die kalte, klare Winterluft im Gesicht, den Geruch von Sonnenstrahlen in der Nase, das unkomplizierte Vorankommen und das Vorbeifahren an endlosen Autoschlangen. Und jetzt hat es mir jemand geklaut! So ein dreckiger Schurke!
Man! Ist ja auch nicht so, dass uns das Geld aus den Taschen fällt, jetzt wo das Häuschen fertig ist. Ich bin missmutig und frustriert!

Dabei wollte ich eigentlich schreiben, dass wir ein schömes, gemütliches Wochenende hatten. Dass wir uns eine Couch ausgesucht haben und uns die leckere Suppe nach dem Rezept von 60GradNord schmecken ließen. Besonders das Lieschen ließ es sich schmecken. Jeden Löffel nahm sie (selbst!) mit einem lauten "Haam" in den Mund, drei kleine Kellen hat sie gegessen. Auch Le Petit fand sie super:"Das hast du aber schön gekocht, Mami."


Tja und gestern hatten mein Mann und ich uns frei genommen. Von den Schwiegereltern bekamen wir zu Weihnachten einen Gutschein für einen Tagesbesuch einer großen Sauna geschenkt. Beide Kinder waren in der KiTa und wir in der Sauna! Herrlich! Aber fast auch ein bisschen langweilig. Es ist gar nichts passiert, ich hab immer die Nerven behalten und konnte ganz viel lesen. Sehr ungewohnt. Danach haben wir noch lecker gegessen und Pflanzen für verschiedene Zimmer gekauft. Unglaublich, jetzt haben wir auf einmal Pflanzen (also Pflanzen außer Chilis...). Hoffentlich gehen sie nicht ein... Ich hab so ein Händchen für.

Tja, das war heute also der Tag, an dem mir das Fahrrad geklaut wurde. Ich weiß noch, wie oft ich auf dem Fahrrad saß und dachte:"Oh man, wenn mir das mal geklaut wird, dann fehlt mir ein großes Stück." So ein Sch...!

Dienstag, 12. August 2014

Schon wieder Ferien





Wir hatten schon wieder Ferien. Diesmal haben wir die anderen Großeltern besucht. Wie toll, dass wir bei den Großeltern immer ein bisschen Urlaub machen können. Bei meinen Schwiegereltern können wir dann auch immer ein bisschen das Meer genießen. Diesmal haben wir sogar einen Ausflug an die Nordsee gemacht und ließen uns so richtig durchpusten. Nur die Kinder fanden den Wind nicht so schön. Le Petit hat sich noch ein bisschen anfreunden können, Lieschen hat aber immer geweint, wenn ihr Köpfchen in den Wind kam (was dann die Bewegungsfreiheit des Tragenden ein bisschen einschränkte). Ich war in der Ostsee baden, mein Mann genoss beide Meere (beide Meere, wie toll das klingt). Wir hatten sogar Zeit für uns beide, ließen die Kinder bei den Großeltern (beide!) und fuhren nach Flensburg. Ich hätte die Zeit  mit meinem Mann auch noch ein bisschen mehr genießen können, hätte ich nicht die ganze Zeit Bedenken gehabt, dass wir entweder die Großeltern überlasten oder dass Lieschen die ganze Zeit weint. Letzten Endes lief es dann tatsächlich prima. Ach, diese Gedanken einer Mutter...
Einen frühen Morgen habe ich genutzt, um ganz alleine mit dem kleinen Mädchen einen Spaziergang übers Land zu machen. Herrliche Sonnenstrahlen in Nebellandschaft, tropfenbenetzte Spinnenweben, Rehe und Hasen, Ruhe, diese Ruhe. Zeit für mich (Lieschen war im Wagen wieder eingeschlafen).
Auf der Rückfahrt gab es wieder mal Stau. Neuruppin ist das Lehrte des Ostens, haben wir festgestellt. Die Kinder haben sich großartig benommen. Le Petit zeigte das erste Mal Einsicht, dass es weit ist und beruhigte sich zwischendrin immer selber "Dauert nicht mehr lange, wir sind bald da."
Wie immer nach einem längeren Ausflug, haben wir uns danach ein bisschen verändert. Die vielen neuen Eindrücke werden verarbeitet und formen uns (äh, also eher die Kinder und dadurch dann wir). Jetzt gibt's erst mal wieder Alltag. Auch ok.

Montag, 9. September 2013

Platz geschaffen

Diese Wochenende hat Le Petit bei meinen Eltern verbracht und wir haben die Zeit genutzt, um unsere Wohnung ein bisschen umzuräumen. Vor kurzem hatte ich ja bereits geschrieben, dass wir uns entschlossen haben, noch ein bisschen in unserer kleinen, aber sehr feinen 2-Raum-Wohnung zu bleiben. Damit wir auch zu viert einen Platz im Schlafzimmer finden, haben ein Schrank und ein Kinderbett jetzt die Plätze getauscht. Plötzlich ist das Zimmer viel lichter und das Kinderbett kann demnächst irgendwann mit einem Kinderhochbett ausgetauscht werden. Außerdem hat mein Mann einen neuen Esstisch gebaut, der jetzt in unserer Küche thront und eine schickere Garderobe gebastelt. Jetzt finden dort unsere Helme, die Jacken und separat weiter unten die Kinderjacken ihren Platz. Total hübsch!
Neben diesen wichtigen Erledigungen haben wir die freie Zeit auch ein wenig für uns genutzt, waren Cocktails trinken, ohne Stress im Baumarkt, haben laaaaaange mit Freunden gegrillt (und in absoluter Ruhe und Gemütlichkeit gegessen, keiner ist aus Versehen auf Teller getreten :-) ), haben einen Töpfermarkt besucht und wohlüberlegte Beute gemacht. Sonntag Abend haben wir dann unseren Kleinen wieder überglücklich in die Arme geschlossen.
Wir haben es wirklich gut!

Montag, 6. Mai 2013

Kindfreies Wochenende

Was für ein erholsames Wochenende. Nach langer Zeit haben wir uns wieder für ein kindfreies Wochenende entschlossen. Anlass war unser Hochzeitstag, den wir gerne ein kleines bisschen feiern wollten. Fast hätte es ausfallen müssen, ist Le Petit am Freitag doch plötzlich krank gewesen. Zum Glück ging es ihm Samstags wieder gut, sodass wir nach dem Frühstück zu meinen Eltern gefahren sind. Nachmittags haben mein Mann und ich uns dann verabschiedet. Wir wollten es bewusst so gestalten, dass Le Petit sieht, wie wir gehen und uns nicht heimlich auf den Weg machen. Ich war auf Tränen gefasst (und darauf, dass ich mich während der gesamten Rückfahrt frage, ob wir Rabeneltern sind...). Zu meiner Überaschung stand Le Petit da, hat gewunken und "ü-i" gerufen (seine Version von "tschü-üss"). Mein großer kleiner Junge. Ich war wirklich verblüfft. Die Rutsche, die meine Eltern im Garten aufgebaut hatten, hat sicherlich mit beigetragen, ebenso, dass wir uns unter der Woche täglich in der Krippe von ihm verabschieden.
Der kindfreien Zeit ohne schlechtes Gewissen stand demnach nichts mehr im Wege. Wir haben sie genossen! Noch Samstag Abend haben wir uns im lauen Wind auf unsere sportlichen Räder geschwungen und sind in einen Biergarten gefahren. Völlig ohne Zeitdruck wegen Abendbrot oder Schlafenszeit. Wir haben unseren Kurzurlaub diese Woche planen können, haben Sonntags ausgeschlafen (haha, ich war 7 Uhr wach und munter... aber das Liegen-bleiben-können war toll), gemütlichst gefrühstückt, wieder eine kleine Fahrradtour inklusive Probe-Paddeln in einem schicken Kajak unternommen und sind anschließend leckerst Mittag essen gewesen. Danach blieben wir einfach in der Sonne sitzen; alle beide zur gleichen Zeit. Wie Urlaub ;-) 
Die Wochenenden mit Le Petit sind ohne Zweifel erholsam, aber ohne ihn war die Zeit noch ein Tick erholsamer. Wir haben sehr oft an ihn gedacht und mussten kichern, wenn uns einfiel, wie er jetzt reagieren würde. Und wie schön war es, ihn am Sonntag Nachmittag wieder in die Arme schließen zu können!
Ich denke, dass müssen wir wiederholen. (So als Win-win-win-Situation, denn allen Beteiligten hat es großen Spaß gemacht...)

Samstag, 3. November 2012

Ausgehzeit

Seit mehr als einem Jahr sind wir nun schon Eltern unseres wunderbaren Sohnes. Das Jahr hat sich mit all seinen Höhen  und Tiefen in uns eingeprägt und uns als Familie wachsen lassen. Die Zeit zu zweit ist deutlich kleiner geworden. Um so schöner ist unser Ausflug zu meinen Schwiegereltern diesmal. Le Petit schläft abends zuverlässig und schnell ein und wir können uns relativ sicher sein, dass er durchschläft beziehungsweise sich auch von den Großeltern beruhigen lässt. Und so haben wir, nach über einem Jahr die Chance genutzt, um ins Kino zu gehen! Eigentlich hätten wir schon eher ins Kino gehen können, als Le Petit mal bei meinen Eltern übernachtet hat. Da waren wir aber schlichtweg zu müde :-) Gestern aber haben wir es geschafft. Ich habe mich den ganzen Tag schon darauf gefreut, wie ein kleines Mädchen. Der Abend war sehr schön, wenn auch ungewöhnlich.
Ungewöhnlich war unter anderem der Preis der Eintrittskarten am Wochenende (natürlich mit Überlängenaufschlag für den Film, ich frage mich, welche Filme heutzutage keine Überlänge aufweisen. Gibt es da überhaupt noch welche?) Ungewöhnlich war auch die Lautstärke. Zu Hause haben wir uns mittlerweile daran gewöhnt den Fernseher so leise zu stellen, dass wir Le Petit im Schlafzimmer hören, falls er weinen sollte. Aber schließlich gehört die Lautstärke auch irgendwie zum Kinofeeling dazu. Ungewöhnlich für mich war auch die geballte Ladung an Emotionen, die durch die Trailer alle auf mich hereinprasselten. Eigentlich hätte ich bei jedem Trailer ein paar Tränchen verdrücken können. Unglaublich wie emotional sie die Trailer immer gestalten, da ist immer die volle Bandbreite an Heldentum, Stärke, Liebe, Traurigkeit und allem vorhanden.
Der Filmabend war für uns beide sehr schön und wir haben die Zeit zu zweit sehr genossen. So schnell gehen wir wahrscheinlich nicht wieder ins Kino, denn Fernsehen zu Hause hat auch etwas für sich. Ein besonderer Abend war es dennoch.
Im Übrigen haben wir uns den neuen James Bond Film angeguckt. Zu empfehlen, und im Nachhinein fällt mir auf, dass diesmal keine völlig unrealistischen Verfolgungsszenen dabei waren (wenn man den Anfang mal weglässt), öh glaube ich zumindest. So realistisch, wie ein James-Bond Film halt sein kann ;-)