Freitag, 22. Mai 2015

20/2015 One portrait a week


"A portrait of my children, once a week, every week, in 2015."


 J: You love to do physical stuff, making stunts and other things.

L: You are still exploring walking and coordinating your body.

Linking with Practising Simplicity.

Hahaha, von wegen wöchentlich....

Donnerstag, 21. Mai 2015

Geld und Psychologie

Ich bin in der glücklichen Lage keine Geldsorgen zu haben. Jeden Monat kann ich ein bisschen Geld zurücklegen. Zum Sparen, Eis essen, Dinge, die mich glücklich machen oder kleine Geschenke.
Aber ich kann mich gut an die Zeit in Stockholm erinnern. Ich wohnte ein halbes Jahr dort und arbeitete als Student in einer Forschergruppe mit. Spannend war es! Geld bekam ich keins, bis auf die übliche monatliche Summe, mit der meine Eltern mein Studium unterstützten finanzierten (tausend Dank!). In Stockholm war es erstmals so, dass diese Einnahmen deutlich geringer als meine monatlichen Ausgaben waren. An sich kein Problem, da ich bereits auf ein gespartes Sümmchen blicken konnte. Dennoch machte mich der Gedanke, dass das immer weiter, mit jeder Ausgabe, mit jedem Monat sinkt, einfach fertig. Ich suchte nach preiswerten Rezepten, klaubte die günstigsten Lebensmittel aus den Regalen, verbot mir einigen Gemeinschaftsspaß (Bier in der Stadt, hahaha!). Eigentlich lebte ich auch dort nicht schlecht. Ich gönnte mir hin und wieder eine Kanelbulle mit Kaffee, buk Kuchen oder kaufte mir auch Kleidung. Aber dieser Gedanke an das Geld begleitete mich ständig. Ich bereue es manchmal ein bisschen, dass ich dadurch in Stockholm manches nicht ausprobiert habe. Meist denke ich dabei an die Chokladbollar oder anderen Süßkrams.
Durch eine Unachtsamkeit unsererseits haben wir diesen Monat plötzlich weniger Geld, als wir dachten. Sobald das klar war, geht mir der Geldgedanke nicht mehr aus dem Kopf. Plötzlich fallen mir ganz viele Sachen ein, die ich gerne kaufen würde. Da spielt mir die Psychologie irgendwie einen Streich. Sobald ich weiß, dass ich etwas nicht kaufen kann, habe ich besonders großes Verlangen danach. Ich muss noch einmal betonen, dass wir uns wirklich sehr, sehr glücklich schätzen können, keine Geldsorgen zu haben. Und nur nach diesen beiden Erlebnissen kann ich nachvollziehen, wie anstrengend und nervzehrend wirkliche Geldsorgen über Monate oder gar Jahre hinweg sein mögen.

Eine glückliche Begebenheit ergab sich gestern Abend, als die Nachbarin plötzlich mit einer Packung Käse vor der Tür stand, da sie ihn nicht mögen. Soetwas kommt genau dann vor, wenn wir etwas knapp bei Kasse sind?!

Dienstag, 12. Mai 2015

Anna Maria Charlotte Bruwolf


Wer kennt sie nicht, die berühmte Lyrikerin Anna Maria Charlotte Bruwolf. Ach nein, das war ja ein Mann. Und eigentlich hieß er Rainer und sein Nachname war auch ganz anders. Aber bei uns zu Hause lebt jetzt eine Anna Maria. An dem langen Wochenende vor dem 1. Mai vergaß ich (ja: ich!, die ich mich immer darüber aufrege, dass mein Mann die Kleidung aus dem Kindergarten nicht mitnimmt.) Le Petits Puppe Charlotte im Kindergarten. Am Abend, als der Verlust im Bett bemerkt wurde, gab es bittere Tränen. Ich habe mir zusammen mit Le Petit ausgemalt, wie Charlotte jetzt zusammen mit den anderen Kindergartenpuppen schlafen geht und haben ihr ein Luftküsschen geschickt. Am nächsten Morgen habe ich mich mit ihm zusammen an die Nähmaschine gesetzt und wir haben aus dem Stegreif eine Puppe zusammengeschustert genäht. Er hat mir geholfen, so stopfte er zum Beispiel den Kopf aus. Die Proportionen sind mir ein bisschen misraten, aber im Grunde sieht sie eigentlich ganz herzig aus. Nach zwei Stunden Arbeit war sie fertig. Nachdem klar war, dass sie nicht ebenfalls Charlotte heißen kann, taufte Le Petit sie auf den klangvollen Namen:
Anna Maria Charlotte Bruwolf.
Er hat ein Faible für Doppel- und Dreifachnamen. Die echt Charlotte heißt nämlich eigentlich Lina Linda Charlotte. Ob das ein Ausgleich ist, dass unsere armen Kinder nur mit einem einzigen Vornamen auskommen müssen? Egal, Anna Maria gehört jetzt zur Familie und wird ebenfalls wie Charlotte sehr geliebt. Als nächstes ist dann ein Brüderchen gewünscht.

Donnerstag, 7. Mai 2015

"Der Wind, der Wind,

das schümmlüsche Kind." - Le Petit glaubt mir nicht, dass es eigentlich "himmlisch" heißt.
Traumhaft heute! Sonnig, blauer Himmel, windig, klar, kühl, luftig - wie ein Sommertag in Dänemark - oder in Schleswig Holstein, nicht wahr mein Schatz?
Und obwohl ich den Wind sehr mag, wie er durchs Haar zaust und an den Blättern zieht, so macht er mich in der Stadt irgendwie nervös. Diese ganzen, vielen kleinen Blätter an den großen Ästen, alle wirbeln durcheinander und rauschen beständig. Das ist mir zuviel.
In Dänemark oder Schleswig Holstein stört mich das nicht. Im Gegenteil! Da mag ich es. Denn da bin ich im Urlaub und bin entspannt. Da kann ich ruhig der Natur lauschen und den Windböen übers Wasser nachblicken. Ach ja, Urlaub ist schon schön.

By the way, heute morgen hat Le Petit bitterlich geweint, weil eine Nachbarin 5 Jahre alt geworden ist, er aber erst 4 Jahre alt wird. "Ich will aber auch 5 sein!"

Mittwoch, 6. Mai 2015

Osterhasi


Ostern ist schon lange vorbei? Macht nichts! Ich zeig trotzdem noch die kleinen Osterhasis.
Zwei Wochen vor Ostern hatte ich die Idee den Kindern ein Kuscheltier zu stricken. Ich habe auf ravelry ein bisschen nach Hasen gesucht, aber sie entsprachen meinen Vorstellungen nicht so ganz. Fündig bin ich dann bei der Zeitrschrift Brigitte, die eine sehr nette Anleitung dafür hat. Auf die Kleidung habe ich von Anfang an verzichtet. Schon mal einen Hasen in Hose und T-Shirt gesehen? Die zwei Wochen Vorlauf waren gerade so richtig. Später hätte ich den Einfall nicht haben dürfen. Am Abend vor Ostersonntag habe ich das letzte Häschen noch zu Ende gestopft, festgenäht und bestickt. Nicht ohne Grund hat das zweite Häschen auch kürzere Ohren =)
Das Garn hatte ich mal in einem Discounter (ohoh!) gekauft. Es ist Sockengarn! Wo ich doch so viele Socken stricke! (Ich habe mal für Le Petit welche angefangen, die zweite wartet immer noch auf Vollendung und ich frage mich, ob sie wohl dem Lieschen noch passen würden)
Das Garn war also perfekt für kleine Osterhasen. Ausgestopft habe ich sie mit Schurwolle. Die kaufe ich immer als Heilwolle in der Aptheke. Ob man das waschen kann, weiß ich nicht. Das habe ich noch nicht ausprobiert.
Die Kinder haben sich über die Hasen sehr gefreut. Am Abend habe ich Le Petit gefragt, wie sie wohl heißen. Er antwortete sehr spontan: "Molly und äh Polly!" Sehr überaschend. Ich kenne keine Geschichte, die wir ihm vorgelesen haben könnten und Molly und Polly enthält. Aber mir ist das sehr recht. Und hier sind sie: Molly und Polly!
Molly und Polly vor unserem Kräuterbeet.

Dienstag, 5. Mai 2015

Sommerstromermütze



Als ich klein war, sind wir nach draußen zum Herumstromern gegangen. Unsere Matschosen, die damals keine Regenhosen sondern robuste Stoffhosen waren, hießen Räuberhosen. An Sonnenmützen kann ich mich interessanterweise nicht so erinnern.

Mütze mit Blick auf unser Apfelbäumchen und das Kräuterbeet.

Für Le Petit habe ich dafür aber eine Sommerstromermütze genäht, nach dem Schnittmuster von Lillemo. Der Außenstoff ist eine abgetragene Jeans von mir. Das Futter ist von Le Petit heiß geliebter Pilzstoff, den ich mal auf dem Stoffmarkt kaufte. Daraus sind schon eine dünne Hose entstanden, sowie Applikationen einer Jacke. Das Schnittmuster ist gut gemacht und die Mütze lässt sich schön nähen. Ich habe die größte Größe genommen. Le Petit hat einen großen Kopf. Wie diese Größe allerdings einem erwachsenen Mann passen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Den Gummi am Hinterkopf hab ich zwar mit eingenäht, aber wie schon so oft, kräuselt er eigentlich nicht ein, obwohl ich ihn wirklich stark gedehnt habe. Ich hätte wohl ein dickeres Gummiband nehmen sollen.


Auf jeden Fall steht Le Petit die Mütze sehr gut. Manchmal hab ich ein bisschen Bedenken, dass er damit zu frech aussieht, wenn er mal wieder wild spielt.

Noch im Schlafanzug Probetragen.




Das letzte Bild trügt ein bisschen. Sieht so aus, als ob er sich über die Mütze freut, nicht wahr? Grundsätzlich findet er neugenähte Sachen frühmorgens aber ersteinmal blöd und er trug stattdessen lieber die gestrickte Mütze, die er vorher nicht tragen wollte. Mittlerweile hat er sich aber zum Glück mit der Stromermütze angefreundet.


Sonntag, 3. Mai 2015

What a wonderful

wonderful day!