In dieser, wie auch in der letzten Schwangerschaft, nehme ich Vorsorgetermine bei einer Hebamme wahr. Diese Termine möchte ich nicht missen. Mit ihr bespreche ich ganz andere Probleme und Fragen als mit meiner Frauenärztin. Sie kann mir mit ihrem reichen Erfahrungsschatz von Geburten helfen. Ihr teile ich meine Bedenken mit und bekomme meist eine Anregung, diese zu beheben. Bei meiner Hebamme besuche ich eine andere Art von Geburtsvorbereitungskurs und ihre Dienste werde ich nach der Geburt in Anspruch nehmen und auch dort von ihrer großen Erfahrung profitieren können (oder es läuft diesmal alles glatt und es treten nirgends Probleme auf, haha). Sie macht mir Mut und ich bin fast ein wenig betrübt, dass sie nicht als Beleghebamme arbeitet (dafür aber als Hausgeburtshebamme, aber das traue ich mir leider doch nicht zu). All das wird von einer freien Hebamme geleistet. Ein Beruf, den sich viele Hebammen demnächst einfach nicht mehr leisten können. Ab 2014 sollen die Haftpflichtbeiträge für freiberufliche Hebammen in der Geburtshilfe um rund 20% steigen. Das können sich viele Hebammen schlichtweg nicht leisten und geben ihre Freiberuflichkeit auf. Einzig die Hebammenhilfe in Krankenhäusern bleibt. Geburten zu Hause oder in Geburtshäusern wird nicht mehr möglich sein. Ebenso fällt die Vorsorge und insbesondere die Nachsorge durch Hebammen weg. Wenn wir nach Le Petits Geburt nicht auf die Hilfe einer Hebamme hätten zurückgreifen können, hätte ich ihn sicherlich nicht stillen können und mir wären viele wunderschöne Augenblicke verwehrt geblieben. Der Gedanke, dass es vielen anderen Frauen ähnlich gehen würde, macht mich traurig.
Hier kann eine Petition zum Schutz der freiberuflichen Hebammenhilfe unterschrieben werden.
Donnerstag, 21. November 2013
Mittwoch, 20. November 2013
Kindermund mit zwei-einhalb
Le Petit sitzt mit mir und seinem "Handy" Abends im Bett zum Geschichte lesen. Er: "Oh, klingelt." "Na, dann geh mal ran, wer ist es denn?" "Allo! Hier ist 'omas!" hihi, genau von seinem Papi abgeguckt. Le Petit heißt NICHT so :-)
Mein Mann fährt Le Petit morgens in die Krippe. Es ist bedeckt, die Sonne scheint nicht. Le Petit stellt fest "Sonne arbeitet."
Mein Mann fährt Le Petit morgens in die Krippe. Es ist bedeckt, die Sonne scheint nicht. Le Petit stellt fest "Sonne arbeitet."
Dienstag, 19. November 2013
Stups, Stups
Gestern Nachmittag zeigte Le Petit unvermittelt auf meinen Bauch und sagte: "Kleine Swesta, Baby!". Anschließend legte ich seine kleine (eiskalte Hand) auf meinen Bauch und die Kleine antwortete sofort mit zwei Stupsern. Das war ein wunderschöner Moment. Mein Sohn hat gelächelt und mich erstaunt angeguckt. In zwei Monaten ist sie spätestens da, die kleine Schwester - und mein Sohn wird großer Bruder. Und wir werden Eltern von zwei Kindern sein!
Mein Schwangerschaftsgefühl ist dieses Mal ein kleines bisschen anders. Ich habe das Gefühl mit meinem Kind besser kommunizieren zu können. Immer wenn mir wieder bewusst wird, dass ein kleines Kind in meinem Bauch ist, das sich gerade sehr still verhält, dann frage ich leise, ob es ihr gut geht. Nicht lange muss ich warten und ich bekomme eine Antwort. Genauso frage ich sie morgens nach dem Aufwachen. Es ist schön und beruhigend immer einen kleinen Stupser auf mein Fragen zu erhalten. Ich kann mich nicht erinnern, dass das bei Le Petit auch so war. Aber wahrscheinlich war ich da auch noch ganz anders. Ich glaube, dass ich mich in den letzten zwei Jahren als Mutter schon sehr verändert habe.
Heute morgen musste ich winzige 40 Meter nach der Bahn rennen und war entsetzt und erstaunt, wie sich das anfühlt. Meine Beine wogen Zentner und mein Becken fühlte sich an, als ob es gleich aus den Fugen gerät. Oha, das hätte ich nicht erwartet. Eigentlich fühle ich mich relativ gut und dem Umständen entsprechend sportlich. Mit dem Fahrrad auf Arbeit zu fahren ist kein Problem (hehe, bei der Geschwindigkeit...), aber rennen, nun ja, das klappt weniger gut.
Mittwoch, 13. November 2013
Umgewöhnung
Seit zwei Tagen geht Le Petit mittlerweile wieder in die alte Krippe. Es ist, als ob er nur lange im Urlaub gewesen ist, meinte eine Erzieherin. Er scheint schön zu spielen, gut zu schlafen und sich wohl zu fühlen.
Dass dieses ganze Gewechsel nicht an unserem Sohn vorbeigeht, merken wir zu Hause. Beim Frühstück und Abendbrot ist er sehr - ähm sensibel und will oft auf meinem Schoß sitzen. Nachts kommt er regelmäßig gegen 2 Uhr in unser Bett gekrabbelt. Ich denke, er sucht unsere Nähe und Geborgenheit. Wir sind konstant in seinem kleinen Leben und wechseln nicht andauernd. Leider ist er kein sehr kuschliges Kerlchen, nach 5 Sekunden Umarmung sagt er meist "fertig". Aber Nachts darf er sich seine Nähe im Moment gerne bei uns holen. (Und ich habe dabei Bedenken, dass er sich das angewöhnt und ab jetzt IMMER in unserem Bett schlafen wird, bis er 16 ist...)
Gestern waren wir zum Laternenumzug in der Krippe. Es war wieder sehr liebevoll gemacht, mit Gitarre, kleiner Vorführung der Kindergartenkinder, sowie Lagerfeuer, Kinderpunsch und Hörnchen danach. Le Petit hat ausgelassen auf dem Spielplatz gespielt und ist hin und her gerannt (zwar nur für sich und nicht mit anderen Kindern). Ich denke, dass das ein Hinweis ist, dass er sich dort wohl fühlt und große Lust hatte dort wieder alles auszuprobieren. Er sagt zwar manchmal noch "Nicht Kinderkrippe", aber ich schiebe das auf das Umgewöhnen bzw. hoffe, dass er die andere Krippe meint.
Unser großer, kleiner Junge! Wir hoffen so sehr, dass du dich wohlfühlst! Wir zumindest haben bei der jetzigen Krippe ein deutlich besseres Gewissen und Gefühl.
(Es ist unglaublich, dass wir innerhalb kürzester Zeit wechseln konnten. Normalerweise wartet man ein halbes Jahr auf einen Platz. Dass das also überhaupt möglich war, bestärkt mich richtig gehandelt zu haben.)
Samstag, 9. November 2013
Nachtrag Bilder
Unser Kartenleser für die Fotokarte war verschwunden und ist auch nicht mehr aufgetaucht. Schon seltsam, wie manchmal Dinge einfach verloren gehen. Nachdem ich die Suche also aufgegeben hatte, habe ich einen neuen besorgt und kann endlich die Bilder nachreichen: Also hier geht's zur scharfen Sache und hier zu einem wunderschönen Herbstwochenende.
Danach habe ich zwar weiterhin Bilder geschossen, aber entweder nichts drüber geschrieben oder sie sind zu einsichtig. Ab demnächst eventuell mehr.
Freitag, 8. November 2013
Jetzt also doch
Manchmal geht alles ganz schnell und man kann kaum hinterherschauen. Nach unseren Gedanken zum Krippenwechsel hat mein Mann in der alten Krippe angefragt, ob denn eventuell irgendwann ein Platz frei wäre. Zu unserer großen Überraschung hätten sie sofort einen Platz, ab Montag nächster Woche quasi. In unserer Stadt ist es sehr schwer einen Platz zu bekommen, die Wartezeiten sind lang. Wir waren ersteinmal ganz schön überfordert mit der Zusage, nahmen das dann aber als Hinweis, dass unsere Entscheidung richtig ist. Nun geht Le Petit ab Montag wieder in seine alte Krippe. Da ich bald zu Hause sein werde und nicht mehr arbeite, ist auch der längere Weg eigentlich kein Problem, zumal mein Mann direkt daneben arbeitet. Sowohl mein Mann als auch ich haben ein gutes Gewissen dabei. Mir ist zwar immer noch nach Weinen zumute, wenn ich an die ganze Sache denke, aber es wird so richtig sein. In der alten Krippe wurde sich schöner und besser um die Kinder gekümmert, sie haben mehr getrunken und mehr Obst bekommen und haben zusammen gemalt und gebastelt. Es wird gut sein! (bitte)
Dienstag, 5. November 2013
Zweifel
Seit Anfang Oktober geht unser kleiner Sohn jetzt in eine Krippe, die nur 500m von unserer Wohnung entfernt ist. Wir haben uns mit der Entscheidung zu wechseln sehr schwer getan. Seine vorherige Krippe hat uns sehr gut gefallen. Allerdings ist sie 4km von uns entfernt, dafür aber direkt neben der Arbeitsstelle meines Mannes. Mit der Straßenbahn ist sie auch nur bedingt gut zu erreichen. Nun werde ich demnächst mit unserem kleinsten Kind für ein paar Monate zu Hause sein. Für mich würde es in diesem Zeitraum nervenaufreibend sein unseren Sohn aus der Krippe abzuholen. Mit einem Wechsel erhofften wir uns außerdem, dass Le Petit Freunde aus unserer Wohngegend kennenlernt, die man Nachmittags auf dem Spielplatz treffen könnte.
Nach dem Wechsel überkamen uns eine leichte Zweifel. Es gab Kleinigkeiten, die uns störten. Nichts großes, aber viele kleine Dinge, bei denen wir uns vor den Kopf gestoßen fühlten. Schließlich wurde uns auch eine beobachtete Sache von einer Freundin übermittelt, die zu unserem Gefühl passt. Wenn ich Le Petit hinbringe oder abhole, achte ich mit Argusaugen auf die Situation. Fühlt sich mein Kind wohl? In der alten Krippe wollte er manchmal gar nicht mitkommen, mittlerweile springt er mir lachend in die Arme. Wenn wir ihn fragen, ob er gerne in Krippe geht, ob es ihm dort Spaß macht und er gerne dort spielt, antwortet er immer mit ja. Manchmal kommt es morgens vor, dass er sagt, er wolle nicht in die Krippe. Und ich zermartere mir das Hirn, ob er das in der alten auch angedeutet hat, jetzt kann er ja wesentlich mehr sprechen. Die große Frage, die uns seit dem Wechsel umtreibt, ist, ob sich Le Petit wohl fühlt und er gerne dort spielt. Wir haben kleine Zweifel.
Wenn jetzt die Möglichkeit bestünde wieder in die alte Krippe zurück zu wechseln, wäre das zu viel für einen Zweijährigen. Wäre es besser, er bliebe noch ein Jahr in einer Krippe, die ihm möglicherweise nicht gefällt?
Ach mensch, Eltern sein ist nicht leicht! Ich würde gerne schon einmal in die Lösung schauen...
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