Montag, 9. Juni 2014

Kindermund mit drei

Langsam kommt hier mehr Kinderlogik zum Vorschein =)

Le Petit: "Meine Nase läuft. Die ganze Nase läuft aus."
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Le Petit sitzt hinten im Auto und isst eine Pflaume. Ich hole ihn aus dem Kindergarten ab, wo er gerade mit Sand gespielt hat.
LP: "Mami, was ist das?"
ich: "Ich weiß nicht, vielleicht Sand?"
LP: "Das ist Schale, die kann man puhlen. Und lustig macht sauer."
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Sehr interessant auch seine Art von Humor im Moment.

LP: "Ich ess den ganzen Lielpatz auf, hahah. Und ich ess die ganze Fenster und die ganze Küche auf, hahaha. Und dann ess ich die ganze Bett auf und dann ist alles putt." - hmm, na prima...

Freitag, 6. Juni 2014

WMDEDGT Juni 14

Gestern war der 5. Juni. Zeit mal wieder bei WMDEDGT von Kleines Brüllen teilzunehmen.
6:30 war das kleine Mädchen wach und wir stehen auf. Ich verschwinde in der Küche, um Frühstück zu machen, sowie die Brote für meinen Mann zuzubereiten, während er im Bad verschwindet. Er übernimmt auch Le Petit morgens im Bad. Wir frühstücken mit den üblichen Diskussionen ("Nein, keine Hafellocken! Ich will Hafellocken! Ganz viel!"). Die beiden Männer verlassen 7:30 das Haus. Ich wickel die Kleine und stille sie, anschließend geht sie wieder schlafen.
Ich mache mich im Bad fertig und räume ein bisschen hin und her, decke den Frühstückstisch ab, schreibe eine eMail an Architekten und surfe ein bisschen. Dann es ist Zeit die Sachen für die Rückbildungsgymnastik zu packen. Gegen 9:40 schnappe ich mir das schlafende Lieschen in der Kinderwagentasche - sie wird wach - und laufe zum Kurs. Auf dem Weg rufe ich auf Arbeit an und vereinbare einen Termin für heute. Außerdem telefoniere ich noch mit meiner Schwester. Sie und ihr Freund besuchen uns am Wochenende.
Die Rückbildungsgymnastik macht wieder viel Spaß. Schade, nur noch ein Mal, dann ist der Kurs vorbei. Anschließend gehe ich im gleichen Haus zum Frauenfrühstück bis 12 Uhr (mein Mittagessen an Donnerstagen =) ).
Auf dem Rückweg schläft mein kleines Mädchen wieder im Kinderwagen ein, ich gehe noch zum Markt und kaufe einen riesigen Sack Gemüse, außerdem kopiere ich Unterlagen im Copyshop. Wieder zu Hause, lasse ich die Kleine im Kinderwagen im Hinterhof stehen und schreibe schnell zwei kurze eMails, als ich sie auch schon höre. Wir spielen ein bisschen. 14 Uhr ist wieder stillen angesagt. Danach schäle ich die Kartoffeln für heute Abend, sowie *trommelwirbel* Pastinake für den ersten Babybrei. Die Kleine wird unruhig und ich nehme sie ins Tuch. Neuerdings sitzend auf der Hüfte. Damit kann ich besser im Haushalt arbeiten und sie kann besser gucken. Die Einkäufe werden noch verräumt.
16:30 stille ich sie erneut. Da sie sehr müde ist, lege ich sie in den Kinderwagen. Auf dem Weg nach draußen, ruft mein Mann an und fragt, ob wir uns auf dem Spielplatz treffen. Wie passend! Ich stricke ca. 10 Minuten, als die beiden auch eintreffen und wir bis halb 6 spielen. Wir laufen nach Hause, ich gehe in die Wohnung, um das Abendbrot zuzubereiten, mein Mann bleibt mit beiden Kindern noch auf dem Hinterhof. 15 Minuten später klingelt es. Le Petit steht vor der Tür, er muss mal auf Toilette (toll zu sehen, dass er selbstständig hochgeht!). Kurz darauf kommen auch Mann und Tochter. Ich gerate ein klein wenig ins Straucheln mit Abendbrot und Babybrei, aber kurz nach 6 sitzen wir tatsächlich alle vier(!) mit warmen Essen auf dem Teller. Dann beginnt auch schon das Drama, das wir hätten vorher sehen können. Le Petit will auch ein Lätzchen, auch Babybrei und will gefüttert werden. Dass das so wird, hatte ich ganz vergessen zu bedenken. Naja, etwas chaotisch vernimmt das Abendbrot seinen Lauf. Unser kleines Mädchen isst ein paar Löffel, verzieht ein bisschen das Gesicht, kleckert mich und sich total voll - alles also ganz normal :-)
Dafür sind wir diesmal total schnell fertig (ich hab auch was essen können), ich übernehme Lieschen im Bad, mein Mann die Küche, Le Petit das Wohnzimmer (spielen). Danach schaue ich mit den Kindern Sandmann und gehe mit Le Petit ins Bad. Aufgrund von absolutem nicht-auf-mich-hören, übernimmt das allerdings kurz darauf mein Mann. Wir bringen die Kinder gleichzeitig ins Bett. Die Kleine schläft schnell und ohne zu weinen ein, solange ich daneben sitze und ihren Arm festhalte. 19:45 Uhr klatschen wir in die Hände, beide Kinder im Bett und Ruhe. Ich genieße eine herrlich entspannende Dusche und geselle mich zu meinem Mann aufs Sofa. Der Rest des Abends hätte schön werden können, wäre nicht alle 10 Minuten Lieschen aufgewacht. 21 Uhr geben wir auf und gehen mit ihr ins Bett.
Ich verstehe nicht, weshalb sie zu Hause in letzter Zeit andauernd wieder aufwacht. Einmal eingeschlafen, hat sie während unseres Urlaubs ziemlich verlässlich bis 3 Uhr durchgeschlafen. Ein Entwicklungsschub? Hoffentlich bald wieder vorbei?
So war unser Alltag also im Juni.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Yarn Along

We have been away for some days to the sea. I left the quite big cardigan at home and took a brand new project with me. I cast on a wonderful, light summer shawl. I always adored those kind of shawls at others peoples projects. While being at the sea I read "Karitas" by Kristin Marja Baldursdottir, a wonderful story about a woman on Iceland.
The other Yarn Alongers can be found here.

Während wir im Urlaub an der Ostsee waren, habe ich die Strickjacke für Le Petit zu Hause gelassen und stattdessen ein sommerlich, luftiges Projekt mitgenommen. Einen wunderschönen Sommerschal habe ich angeschlagen. Solche Tücher habe ich bei anderen schon lange bewundert. Schön, dass ich nun auch endlich mit einem beginne. Das Muster ist ganz, ganz einfach und deswegen prima geeignet zum Zwischendurchstricken. Außerdem habe ich auf Anraten meiner Schwiegermutter das Buch "Die Eismalerin" von Kristin Marja Baldursdottir begonnen zu lesen. Eine Geschichte über eine junge Frau auf Island. Leider habe ich es nicht zu Ende lesen können und werde jetzt mal bei uns in der Bibliothek danach suchen.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Wieder zurück





Wir waren schon wieder im Kurzurlaub und haben über Himmelfahrt meine Schwiegereltern im hohen Norden von Deutschland besucht. Schön war es. Die Frühsommer zeigt sich dort immer von seiner schönsten Seite und wir haben die warme Sonne und das saftige Grün, sowie die böigen Wind genossen.
Le Petit und mein Mann waren (wieder) im Wasser. Ich habe mich lieber zurückgehalten. Wir waren am Strand und haben mit beiden Kindern die Ruhe genossen (!). Ich habe jede freie Minute zum Lesen genutzt, mein Mann hat an seinem Bootsprojekt gebastelt und war mit einem guten Freund inclusive dem roten Hering paddeln. Es gab Grillgut und einen Pool für Le Petit, sowie einige Maschen an einem schönen, leichten Sommerschal für mich. Wären wir hier bei e.bay würde ich sagen: Gerne wieder =)

Freitag, 16. Mai 2014

Innerlich wachsen

Die Geburt meiner Kinder hat mich stark verändert. Mit Le Petit war ich noch (Promotions- aber immerhin)studentin in der sehr männerlastigen Domäne Physik. Ich musste mich ein bisschen behaupten, ein bisschen anpassen. Die Gespräche unter Kollegen waren von den Männern geprägt. Freundinnen hatte ich nur sehr wenige und auch die waren in meiner Wohnstadt zumindest alles Physikerinnen. Meine zwei besten Freundinnen wohnen woanders, zu denen hielt ich zumeist monatlich (wenn überhaupt) Telefon- und eMailkontakt. Und dann entschieden wir uns für ein Kind. Ich wurde schwanger und tauchte ein in eine Welt voller Körpergefühl, Achtsamkeit und all das. Völlig fremd für mich. Ich lebte eher vor mich hin ohne viel auf Körpergefühl zu achten. Plötzlich wurde ich von der Fauenärztin und der Hebamme gefragt, wie es mir geht, wie ich mich fühle als werdende Mama. Huch - ähm, ja wie geht es mir eigentlich? Dann kam noch der Schwangerschaftsyogakurs, für den ich mich entschieden hatte. Meditation?! Gedanken abschalten? Öhm...
Jetzt mit meinem zweiten Kind kann ich eine eindeutige Änderung feststellen. Die Schwangerschaften, die Geburten und letztendlich das Mama-Dasein ist für mich ein Wandel zur Frau hin. Ich habe ein anderes Selbstbewusstsein, ich kleide mich anders und bevorzuge auch mal Kleider und Röcke. Ich gehe (wenn ich daran denke) aufrechter durch die Welt und versuche auf Zeichen meines Körpers zu achten. Ich habe innerlich viel mehr Ruhe (eventuell lacht mein Mann an dieser Stelle). Ich glaube, dass insbesondere der letzte Punkt auch ein Gegenpol zum Gewusel der Kinder darstellt. Als Schutz vielleicht. Ich möchte gerne eine ruhige, verständnisvolle (lächelnde) Mama sein, ich arbeite daran.

Ich denke, ich bin innerlich gewachsen. Es ist ein Wachsen zur Frau hin. Ich glaube nicht, dass ich jetzt so wäre, wenn ich meine Kinder nicht hätte. Es fühlt sich schön an und ich möchte den Weg weiter verfolgen und insbesondere mehr innere Gelassenheit erlangen und ausstrahlen. Es ist ein großer Schritt Mama zu werden. Ein Schritt, den man sich vorher überhaupt nicht vorstellen kann.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Yarn Along

I am still knitting on the cardigan for my son. I am not one of the fastest knitters and am always surprised and impressed how much others can knit in a week or a night. I finished the second sleeve and half of the raglan. Now the rows begin to become shorter and shorter and I love it when a knitting starts to fly at the end =)
Here you can also take a look at those beautiful stitch markers my sister made for me. I love their bright look and touch.
 Further, I am not reading a lot these days. Now and then, I take a look into "Baby years" by the switzer physician Remo Largo.
The others can be found at Ginny's place.

I stricke immer noch an der Strickjacke für Le Petit. Hab ich schon erwähnt, dass ich nicht der schnellste beim Stricken bin? Ich bin immer wieder überrascht und beeindruckt, was andere in einer Woche oder an einem Abend schaffen. Beide Ärmel sind fertig, genauso wie die Hälfte des Raglan-Teils. Die Reihen werden jetzt wirklich merklich kürzer und ich liebe es, wie man am Ende nur noch so durch fliegt =)
Außerdem gibt es ein Bild von den wunderschönen Maschenmarkierern, die mir meine Schwester gebastelt hat. Ich liebe ihre glänzende, fingerschmeichelnde Oberfläche, ihr Aussehen, ihre Haptik. Danke!
Zum Lesen komme ich auch nicht so richtig. Ab und an werfe ich einen Blick in "Babyjahre" von Remo Large. Ich lesen ungern Erziehungsbücher, da ich sonst Bedenken habe, nicht mehr aus dem Bauch heraus entscheiden zu können. Das Buch jedoch geht vom biologischen Standpunkt an die Entwicklung von Babys heran und hat mir schon in einigen Dingen die Augen geöffnet.

Dienstag, 13. Mai 2014

Buttertag

Sonntag hatten wir den ganzen Tag Buttertag, wie Le Petit ernst meinte. Wir haben einen schönen Fahrradausflug gemacht, bei dem mir ein schöner Wiesenblumenstrauß gepflückt wurde. Eigentlich wollte ich an dem Tag gerne ausschlafen, aber ich war wach. Stattdessen bin ich dann zeitig aufgestanden, habe die Kleine gewickelt und angezogen. Mein Mann hat mir in der Zwischenzeit Kaffee und Tee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt :-* (das macht er aber eigentlich immer). Als die Kleine wieder müde wurde, habe ich sie wieder hingelegt und hatte dann noch sicherlich eine Stunde Ruhe im Wohnzimmer, in der ich ein bisschen Blogs las und strickte. Chopin lief dabei auf ganz leiser Lautstärke (ich bin sehr lärmempfindlich geworden). Irgendwann stand Le Petit plötzlich im Wohnzimmer und hat was von Buttertag erzählt. Süß =)
Unser Ausflug begann sehr turbulent. Mein Mann war mit Lieschen schon draußen und verstaute sie im Anhänger, um sie zu beruhigen. Ich war gerade im Bad, als es ein unglaublich lautes Rumpeln im Flur gab, gefolgt von panischem Weinen meines Jungen. Er hatte (wieder einmal) alle Schubladen unserer schönen, großen Kommode aufgezogen und plötzlich ist sie umgestürzt. Überall lagen Schubladen und deren Inhalt, dazu mein laut schreiender Sohn. Es dauerte ein bisschen, bis ich mich durch die Schubladen gekämpft hatte und ihn endlich in die Arme nehmen konnte. Ich habe ihn ins Wohnzimmer getragen und immer wieder gefragt, ob ihm etwas weh tut. Er hat nur geschrien und gerufen, dass alles kaputt ist. Ich habe ihm gesagt, dass das jetzt egal ist und mir wichtig ist, dass es ihm gut geht. Da hat er sich langsam beruhigt. Ihm ist nichts passiert. Keine der schweren Schubladen mit der ganzen Kinderkleidung ist ihm auf den Kopf oder die Füße gefallen. Er hatte sich nur erschreckt. Ich habe ihn lange umarmt und gesagt, wie froh ich bin, dass ihm nicht passiert ist. Der Schreck ist mir so in die Glieder gefahren, dass mir ganz schön schlecht war. Über den ganzen Gerümpelkram bin ich dann noch nach unten gegangen, um meinen Mann zu informieren. Le Petit wollte seine Musikente, hat sich ganz viele Spielsachen geschnappt und ins Wohnzimmer gesetzt. Er brauchte Trost. Mit einigem Ruckeln und viel Kraft konnte ich die Kommode dann auch wieder hinstellen und wir haben unseren Ausflug begonnen.

Ja, aber ansonsten war es ein sehr, sehr schöner Buttertag.