Bereits gestern war es sommerlich warm, sodass ich mit den Kindern Nachmittags an den Elbstrand gefahren bin. Herrlich seichtes (saukaltes) Wasser, viel Sand (und Scherben), viele, viele fröhliche Kinder und mein Mann, der noch zu uns stieß.
Le Petit spielte glücklich, bis er ganz wassdurchtränkt war. Lieschen saß glücklich auf der Decke und beschwerte sich nur, wenn an ihrem Fuß Sand klebte (!).
Heute besuchte ich mit meinen Arbeitskollegen eine Schokoladenverkostung. Köstlich und ich sag mal so: Mi.lka und Lin.dt sind echt ein Witz...
Mittwoch, 3. Juni 2015
Dienstag, 2. Juni 2015
Kindertag
Wir feierten gestern einen schönen Kindertag. Die Kinder wurden morgens mit Smartieregenbogen, Leuchtstern und -mond, sowie Badezusatz überrascht. Den Smartieregenbogen gab es bereits für mich als ich Kind war. Darüber habe ich mich immer sehr gefreut und deswegen gerne übernommen. Nächstes Mal sollte ich allerdings einfarbige Servietten und nicht solche psychodelischen Sonneblumen nehmen.
Nach dem Kindergarten sind wir in eine Galerie gefahren, in der ein Schattenspiel aufgeführt wurde. Es war sehr liebevoll gemacht, mit Musik, einer schönen Geschichte, aufwendigen Schattenfiguren und zum Schluss ein Schokokäfer für jedes Kind. Lieschen krähte zwischendrin immer ihr Da! Die Kinder waren ganz bei der Sache - gebannt, erfreut und lachend. Anschließend haben wir bei einem Freund von Le Petit gegrillt. Wegen des Regens wurde die kleine Kindertagsfeier in die Wohnung verlegt. Eine schöne, große Altbauwohnung mit riesig langer Esstafel. 10 Kinder waren es, die alle wunderschön ausgeglichen miteinander spielten und aßen. Anschließend gab es Eis in der Waffel. Jedes Kind durfte sich die Sorten selber aussuchen und es wurden ganz kleine Minikugeln in die Waffel portioniert. Ich bin ganz gerührt von der Liebenswürdigkeit der Familie, die Kinderfeier in ihre Wohnung zu verlegen, die schöne Vorbereitung, das leckere Essen und das individuelle Eis für jedes Kind. Zum Schluss gab es sogar noch ein kleines Beutelchen mit Naschkram, Luftballons und Knete.
Ich glaube, es war ein wunderschöner Kindertag!
(Mit sehr viel Süßkram, aber auch so viel Spaß. Und auf dem Rückweg hat es nicht einmal mehr geregnet, sodass ich mit dem Rad nicht nass wurde.)
Ich bin bei solchen Treffen immer ein bisschen hin- und hergerissen. Einerseits bedeuten so viele Leute und so viele Kinder für mich wirklich Stress. Besonders die Lautstärke macht mir zu schaffen und ich muss mich konzentrieren, nicht angespannt zu sein(!). Andererseits liebe ich es, sich mit so vielen Freunden und Kindern zu treffen. Es gibt schöne Gespräche und Anregungen und einfach ein nettes Beieinandersein.
Ach, und die Münze wurde am Ende des Tages auch noch wiedergefunden! Juchuu!
Ich bin bei solchen Treffen immer ein bisschen hin- und hergerissen. Einerseits bedeuten so viele Leute und so viele Kinder für mich wirklich Stress. Besonders die Lautstärke macht mir zu schaffen und ich muss mich konzentrieren, nicht angespannt zu sein(!). Andererseits liebe ich es, sich mit so vielen Freunden und Kindern zu treffen. Es gibt schöne Gespräche und Anregungen und einfach ein nettes Beieinandersein.
Ach, und die Münze wurde am Ende des Tages auch noch wiedergefunden! Juchuu!
Montag, 1. Juni 2015
Unser Wochenende
Wir hatten ein wunderschönes Wochenende, das Freitagabend mit gebackener Pizza und Freundesbesuch begann. Sie wohnen so weit weg und wir sehen uns nur so selten. So haben wir auch endlich ihre kleine Tochter begrüßen können. Sie ist ca. 1 Jahr jünger als Lieschen.
Am Samstag wurde Le Petit von meinen Eltern abgeholt und verbrachte bei ihnen zwei schöne Tage. Eine Freundin kam mit ihrem kleinen Sohn und wir machten uns mit den Rädern und dem Anhänger (kleiner Junge und unser Mädchen) auf in die Innenstadt, um den Stoffmarkt zu besuchen. War das herrlich! Wir hatten so viel Zeit für uns. So viel Zeit zum Quatschen, Erinnerungen rauskramen und Stoffe betrachten. Obwohl wir die beiden Kleinen dabei hatten, war es wunderbar ruhig. Meine Freundin hat noch einen älteren Sohn, der so alt wie Le Petit ist. Wir wissen daher die Ruhe wirklich zu schätzen. (Eine Frau auf dem Stoffmarkt bemerkte unsere Kinder im Tragetuch und konnte sich ein "Die armen Kinder." nicht verkneifen. Ich bin jetzt noch wütend...)
Am Sonntag Vormittag musste mein Mann arbeiten, sodass das Mädchen und ich viel Zeit für uns hatten. Wir spielten ein bisschen, ich kopierte ein Schnittmuster und wir werkelten im Garten. Petersilienwurzel und Möhre habe ich noch einmal ausgesät. Die Nachbarin war mit ihren Mädels auch allein und lud uns zum Mittag zu sich in den Garten ein. Prima! In der Mittagsstunde (Mittagsstunde!! Erwähnte ich bereits, dass Le Petit bei den Großeltern war?) hatte ich Zeit und Muße ein lila T-Shirt für meinen Jungen zu nähen. Dann kam auch mein Mann heim und irgendwann Nachmittags war auch der Große wieder da. Abends grillten wir noch. Das war das harmonischste Essen seit Wochen. Es wäre ein sehr gemütlicher Abend geworden, hätte das Mädchen nicht kurz vor dem Zubettgehen eine Münze verschluckt. So verbrachte mein Mann mit ihr den Abend in der Notaufnahme. Jetzt warten wir, dass das Öre-Stück wieder auftaucht...
Als Le Petit heute morgen aufwachte, fragte er als erstes ob Papi und Lieschen wieder da sind.
Wenn man den Schluss ausblendet, war es ein wunderschönes Wochenende!
Freitag, 29. Mai 2015
In meinem Garten im Mai
Anfang Januar sind wir in unser (Reihen)Haus gezogen und hatten endlich einen Garten! Ein wirklich sehr kleines Stückchen Land, das wir gestalten dürfen (der Kompost gehört schon zum Nachbarn). Kurz nach Ostern wurde unsere Erde angeliefert (das war cool! Direkt hinter unserem Haus schaufelte ein riesiger Bagger Erde. Le Petit blieb cool und wollte lieber Lego spielen, während ich dauernd rief, dass ich noch weiter dem Bagger zugucken müsse.). Wir steckten den Garten nach unserem Plan ab. Ein Gemüsebeet, ein Kräuterbeet mit Erdbeeren, die Terasse und eine windstille Ecke (so die Hoffnung). Unser erste Ausflug in den Gartenmarkt war ein bisschen planlos und wir waren überwältigt vom Angebot. Bald darauf zog ein Apfelbäumchen ein (in der Mitte zwischen Kräuter- und Gemüsebeet), wir holten eine Zwergkiwi (an der Mauer, am Spalier), drei Tomaten und einen Fliederbusch. Vor dem Haus pflanzten wir Kletterrosen. Die Steine, die das Gemüsebeet begrenzen haben wir in mühevoller Arbeit mit der Schubkarre vom Fluss geholt (ich hatte ziemlichen Muskelkater). Schließlich habe ich ein bisschen gesät. Vorgezogen habe ich Grünkohl und äh noch zwei Dinge. Aber eigentlich hat nur der Grünkohl geklappt. Auch Bohnen sind im Haus nichts geworden. Draußen habe ich Pflücksalat (braunen und grünen), sowie Spinat ausgesät. Anschließend schlug mein Mann vor, dass es wohl sinnvoller wäre, vorher mal umzugraben. Hab ich anschließend auch wohl oder übel gemacht und jetzt kommt der Spinat und der Salat völlig ungeordnet, aber er kommt! Ordentlich in Reihen habe ich Mangold, Petersilienwurzel und lila Möhren ausgesät. Ich hätte mir die Reihen aber mal markieren sollen. Denn entweder kommt da nichts oder es sieht alles wie Unkraut aus. Dementsprechend kann ich dort kein Unkraut pflücken... Hmm. Bohnen und Erbsen habe ich Mitte Mai ausgesät und die kamen prompt alle! Das freut mich sehr! Außerdem habe ich noch ausgetriebene Kartoffeln (das passiert uns manchmal) ausgesetzt. Von denen kommen auch drei von fünf. Ich freue mich, dass wir jetzt ein bisschen gärtnern können! Als Beetumrandung habe ich Ringel- und Strohblumen gesät. Mal sehen, ob die blühen werden.
Gestern habe ich einen Salat aus Pflücksalat und Spinatblättern gemacht. Mit Mozarella und Pinienkernen. Hmm, das war gut! Und aus UNSEREM Garten (hab ich am Tisch auch nur ca. 5 Mal erwähnt).
Gestern hat außerdem Le Petits Kindergartengruppe "Hänsel und Gretel" aufgeführt. Ach, das war süß. All die kleinen Drei- und Vierjährigen. So unterschiedlich in ihrem Temperament und Wesen. Ich hatte nur ein paar Tränen in den Augen, die ich erfolgreich wegblinzeln konnte. Wir haben uns so gefreut das zu sehen.
Später haben wir Le Petit gesagt, wie toll er gespielt hat (er war eine Eule). Aber er dreht immer alles um und sagte, er hätte BLÖD gespielt. Und heute gehen sie mit der Gruppe auch NICHT auf den Bauernhof. Und wenn ich ihn nachher frage, war es bestimmt auch NICHT SCHÖN dort...
Donnerstag, 28. Mai 2015
Das Experiment
Wie lange ist es schon her, dass ich mein Experiment begann? Es war zu Anfang der Fastenzeit, also vor nunmehr 14 Wochen. Hoppla, die Zeit vergeht einfach zu schnell. Ich wollte die Fastenzeit nutzen mich einmal vegetarisch zu ernähren. Mich reizte der Gedanke schon länger, fand aber nie den richtigen Zeitpunkt das einfach mal auszuprobieren. Ich habe eine kleine Runde an Bloggern um Unterstützung gebeten und bekam dabei tolles Feedback von 60°Nord und KleinesHausamSee. 60°Nord schrieb eine lange Liste an vegetarischen Gerichten der deutschen Küche, viele leckere Wintersalatvariationen und noch vier Lieblingsrezepte. Besonders die Cashewbällchen haben bei uns großen Anklang gefunden! Ich hab sogar ein Bild davon gemacht. Aber das schlummert schon seit Ewigkeiten auf der Karte. Ich hab's nicht so mit Bildern von der Kamera auf den Computer übertragen. Außerdem brachte sie mir den Begriff Flexitarier, also Leute, die versuchen so wenig Fleisch wie möglich zu essen, bei Besuch oder besonderen Anlässen aber auch mal nicht-vegetarische Gerichte zu sich nehmen. Den Begriff hatte ich schon einmal von einem Freund gehört. Dachte aber, er hätte sich den ausgedacht. Scheint also ein allgmeingültiger Begriff zu sein.
KleinesHausamSee brachte ebenfalls zwei leckere Rezepte, welche ich aber beide leider noch nicht ausprobiert habe. Vielen lieben Dank ihr beiden für euren Aufwand und die Hilfe!
Eine große Fundgrube sind ebenfalls die Rezepte von Jademond und Ringelmiez, beide leben vegan. Außerdem schaue ich mir immer mal wieder auf dem Blog einer in Frankreich Lebenden an, die ebenfalls unglaublich gute vegetarische Rezepte bringt. Viele Rezepte habe ich bei Pinterest gesammelt.
Zu Anfang der Fastenzeit tat ich mich tatsächlich ganz schön schwer. Ich hatte ständig Appetit auf Salami oder Schinken, aß einmal aus Versehen eine Hackfleisch-Lauchsuppe oder musste angekaute Wurst von Le Petit essen. Glücklicherweise zog mein Mann mit und verzichtete ebenfalls auf Wurst und Fleisch, sodass ich wenigstens nicht mehr so großen Appetit auf Salami zum Abendbrot hatte. Das Kochen am Wochenende fiel mir sehr leicht, dank vieler grandioser leckerschmecker Rezepte. Insgesamt fiel mir auf, dass ich mich nach dem Essen meist viel besser fühlte. Ich war nicht so träge und schlapp und mein Magen war nicht so schwer.
Die Fastenzeit endet ja bekanntlich Ostersonntag. Bereits Gründonnerstag sind wir zu meinen Schwiegereltern gefahren. Aus Rücksicht habe ich mein Experiment verschwiegen und so habe ich bereits zum Karfreitag das Vegetarierdasein mit einem Hackbraten beendet.
Was bleibt? Das Experiment hat mir sehr gut gefallen. Der anfängliche Fleischappetit ebbte langsam ab. Auch jetzt bleibe ich dabei und esse so gut wie kein Fleisch - bin also Flexitarier, um das Wort noch einmal hervorzukramen. Nicht nur, dass ich mich dadurch besser und leichter fühle, es ist auch günstiger und (meiner Meinung nach) vielfältiger (hier noch ein paar Sesamkörner drüberstreuen, da ein kleiner Salat und Radieschen aufs Brot). Ich habe neue Erfahrungen gemacht, Frischkäse selber hergestellt. Trotzdem gibt es ab und an etwas Fleischiges. Letztens beim Wandern hatte ich für jeden zwei Wiener eingepackt, vor ein paar Wochen grillten wir (Fleisch) und dieses Wochenende gabs kleine Nürnberger.
Was ich auf aber auf keinen Fall mag, ist jede Art von Tofu. Es schmeckt mir einfach nicht bzw. empfinde ich die Konsistenz als eigenartig. Ich finde es sowieso seltsam, dass so viele Fleischersatzprodukte angeboten werden. Vegetarische Würstchen oder so. Da schüttelt es mich. Was soll da drin sein? Dann lieber Halloumi oder so.
Mittwoch, 27. Mai 2015
Kindermund mit drei-einhalb
Vor mittlerweile zwei oder drei Monaten besuchte Le Petit mit seinen Blaumeisen die Semperoper. Wir haben uns darüber unterhalten, ist so ähnlich wie ein Puppentheater und so weiter. In trieben insbesondere so wichtige Fragen um, ob man die Schuhe ausziehen muss und auch die Matschhose, ob man da in Hausschuhe herumläuft. Am nächsten Morgen:
"In der Semperoper dürfen aber keine Mamas und Papas rein, nur Opas..." Semperopa...
Er war dann auch ein bisschen enttäuscht, dass er mit den Kindergartenkindern hinging und nicht mit dem Opa (mit dem er nämlich im Puppentheater war).
--------------------------------------------------------------------
"Und wenn ich mal groß bin, so wie bei dir Mami, ein Mädchen, dann trage ich auch einen Rock. In rosa oder pink oder lila."
---------------------------------------------------------------------
Le Petit sehen uns ein Buch aus der Bibliothek an: Der kleine Inuit.* Es geht darum, dass man alles werden kann, wenn man groß ist. Ich fasse es nocheinmal zusammen für ihn und frage, was er einmal wird.
"Ein Rex-Dinosraurier. Weil der so gefäährlisch ist. Und wenn ich noch größer bin ein Wildschwein, weil das auch so gefäährlisch ist."
Ach so.
---------------------------------------------------------------------
"Den Frentin mag ich nicht, der hat mich geärgert. Und Mädchen mag ich auch nicht. Ich mag nur Jungs! Aber dann mag ich ja auch den Frentin, hmm."
Le Petit spricht noch kein "K", das wird dann "fr" oder ähnliches. Er macht auch gerne Fratsch und der Kuckuck macht Tutut =)
* Dieser Artikel enthält KEINE affiliate-Links.
* Dieser Artikel enthält KEINE affiliate-Links.
Dienstag, 26. Mai 2015
Geldgedanken und Fortschritt
Am Wochenende habe ich Sauerteigbrot gebacken (dabei WIEDER einmal vergessen vom Sauerteig was abzunehmen und aufzubewahren) und Joghurt und Frischkäse hergestellt. Ich bin dem Selbermachgedanken ein bisschen verfallen. Ich dachte laut darüber nach (soweit man denken kann, wenn man von Kinderseite ständig unterbrochen wird), wie schade es ist, dass man nicht mehr selber machen kann, da dazu einfach die Zeit fehlt. Ich gehe arbeiten, um Geld zu verdienen, damit ich mir Dinge kaufen kann, die ich sonst selber machen würde. Außerdem stecken in den gekauften Produkten haufenweise überflüssige und ungesunde Sachen. Zum Beweis griff ich mir die Mayonaiseflasche (!) und wollte laut anklagend vorlesen. Zu meiner Überaschung fand ich nur Säuerungsmittel und Antioxidationsmittel. Da geriet meine Argumentationskette schon ein wenig ins Wanken. Dann gab mein Mann ein paar kluge Worte von sich. Warum sollte jeder sein eigenes Brot backen, seinen eigenen Frischkäse herstellen. Ein paar spezialisieren sich auf die Backkunst, andere gehen in die Käserei. Wieder andere stellen mit ihrer Arbeit nichts Materielles her, sondern entwickeln Ideen. Nur so kann Fortschritt entstehen. Wenn jeder den ganzen Tag nur mit seiner eigenen Nahrungsbeschaffung beschäftigt ist, entsteht kein Fortschritt. *seufz* Das stimmt wohl. Im Moment würde ich jedoch lieber damit beschäftigt sein, als mit der Forschung.
Abonnieren
Posts (Atom)











