Samstag, 15. November 2014

Quynn

Ahem, ich hänge ein ganz klein bisschen hinterher, was die Dokumentation meiner Strickprojekte angeht. Aber nur ein ganz klein bisschen. Diese wunder-, wunderschöner Quynn für Le Petit beispielsweise wurde irgendwie im Februar fertiggestellt. Ah ja. (Selbst die Bilder entstanden im Februar) Das Muster hat mir seit jeher gefallen. Die ganzen kostenlosen Anleitungen auf Drops hielten mich allerdings davon ab, die Anleitung zu kaufen. Irgendwann packte es mich doch. Dazu habe ich mir auch feines Norogarn geleistet. "Silk Garden" oh, das klingt schon so fein. Die Farben sind so toll. Ein kleines Fitzelchen ist noch übrig.
Angeschlagen habe ich für die Grüße 51 cm und sie passt meinem Dreijährigen gerade so, kleiner hätte es nicht sein dürfen. Leider trägt er sie nicht so gerne. Sie kitzelt ihn so, wie er sagt. Hmpf. Aber sie sieht so schön aus!
Beim Muster hatte ich einige Probleme bei der Übersetzung. Hilfe habe ich von Svenna von Stitch and Purl bekommen. Ein wunderschöner Blog! Vielen Dank nochmal für die Hilfe!
Meine Ravelry-Notizen sind hier zu finden.





Donnerstag, 13. November 2014

(Fast) ein Tag auf der Baustelle

Endlich ist es soweit, dass wir auch etwas anpacken dürfen. Am Montag haben wir begonnen die Garage zu pflastern. Den heutigen Tag habe ich genutzt, um ein bisschen weiter zu arbeiten. Nicht so einfach in den Tag einzugliedern, aber ich habe eine prima Lösung gefunden. Morgens durch die Novemberstimmung Le Petit in den Kindergarten gebracht und dann mit dem Lieschen im Anhänger gleich zum Haus weitergeradelt. Was bin ich froh um das Pimpen der Fahrräder durch meinen Mann, sodass sie nun motorisiert sind. Die heutige Strecke fasste gleich mal 30 km und das ist keine Ausnahme. Mit dem Anhänger strampelt man da schon ganz schön. Am Haus angekommen, haben wir es ein bisschen beäugt und die Monteure und Bauarbeiter gesprochen. Anschließend sind das Lieschen und ich zu Ikea gefahren. Wir haben uns umgeschaut, zu Mittag gegessen und Kaffee getrunken und ein paar Kleinigkeiten erstanden. Während mein Mädchen dann ihren Mittagsschlaf im Anhänger hielt, konnte ich an der Garage weiterarbeiten. Es war anstrengend, aber es macht Spaß. Nach einer Weile bekam ich auch Unterstützung von meinem Mann. Nach dem Mittagsschlaf hat das kleine Mädchen noch ein bisschen in der Garage gespielt, bis wir uns dann wieder auf den Weg durch den November machten, um den Großen - Le Petit (hehe) - zu holen. Ein schöner, erfüllender Tag. Ich bin dankbar für das schöne Novemberwetter. Etwas trüb, neblig, mit goldenen Blättern von Linden, Weiden und Birken. An der Elbe war es ganz still.
Zum großen 25 jährigen Jubiläum der Maueröffnung letztes Wochenende haben wir tatsächlich die ehemalige Grenze überquert. Wir haben übers Wochenende meine Schwiegereltern besucht, um den Geburtstag meine Schwiegervaters zu feiern. Es war schön, aber kurz. Pessimistisch gesehen haben wir Donnerstag eingepackt, Freitag ausgepackt, Samstag wieder eingepackt und Sonntag wieder alles ausgepackt. Zudem haben wir Freitag und Sonntag den Tag auf der Autobahn verbracht, die 630 km abwärtszählend. Aber so will ich nicht denken. Le Petit hat sich unheimlich gefreut, seine Großeltern wieder zu sehen und wir hatten eine wirklich schöne Zeit.

Dienstag, 4. November 2014

Raupenwochenende

Bei uns wohnt die kleine Raupe Nimmersatt. Das kleine Lieschen verdrückt unglaubliche Mengen (und bleibt trotzdem klein und zierlich). Sie scheint den Umsatzwirkungsgrad des Papas geerbt zu haben. Sie alleine war es aber nicht, die unseren über- und prachtvollen Obst- und Gemüsekorb des Wochenendes geleert hat. Ich liebe diese Fülle an Gemüse und Obst. Deswegen ist mir auch der Herbst die liebste Jahreszeit.



Mit geholfen bei der Dezimierung haben statt dessen meine Schwester und ihr Freund, sowie liebe Freunde, die uns besucht haben. Wir haben zusammen einen schönen Fahrradausflug zum Haus gemacht, zusammen gekocht, viel gequatscht und die gemeinsame Zeit genossen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Völlig verrückt/ Kindermund mit drei

Le Petit hat uns am Wochenende völlig geplättet. In einer Kinderzeitschrift aus der Apotheke standen einige englische Fakten, die Le Petit gerne vorgelesen haben wollte. Ich hätte es ja, wie Mamis halt so sind, übersetzt, damit er es versteht. Mein Mann hat es also auf Englisch vorgelesen und danach gefragt: "Und, hast du es verstanden?"
Le Petit euphorisch: "Jaah - yes!"
What?!
Von uns hat der Dreijährige kein "yes" gelernt. Wir vermuten, dass er es von einem Mädchen aus dem Kindergarten hat, deren Vater englisch spricht. Aber sein yes hat uns ersteinmal umgehauen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Zeitumstellung - in die falsche Richtung

Unsere Kinder haben eine sehr gute innere Uhr. So vergisst das kleine Mädchen Nachts nie eine Stillmahlzeit (vorsichtshalber fragt sie manchmal auch lieber zweimal nach - doppelt hält besser). In der Nacht der Zeitumstellung, sind beide ungefähr zu gleichen Zeit wach geworden. Le Petit kam zu uns ins Bett gekrochen und auch das Lieschen ist nach dem Stillen nicht wieder eingeschlafen. Ich lag also auch wach daneben und flüsterte mit Le Petit. Draußen war es stockfinster. Aber das ist es sonst 6 Uhr morgens auch. Da ich selber ungewöhnlich munter war, dachte ich auch es sei morgens. Als ich irgendwann doch einmal auf die Uhr blickte, da guckte mich finster eine vier an, nach der alten Zeitrechnung! (Sie sind quasi genau zur Zeitumstellung aufgewacht. Vielleicht wollten sie mal gucken, was da passiert. Vielleicht kommen da auch Langoliers und fressen die alte Zeit auf? Es ist irgendwie einfach gar nichts passiert. Einmal fuhr ein Auto vorbei, sonst nichts.) Instruktion an Le Petit, es wird noch geschlafen, Lieschen wurde wieder in ihr Bett verfrachtet und schlief dann auch bald wieder ein. Und so sind wir dann - oh Wunder - alle erst halb acht (alte Zeitrechnung) wieder aufgewacht.
Die wirkliche Zeitumstellung vollziehen wir traditionsgemäß immer erst Montag morgen. Eine Stunde mehr zum Schlafen, Trödeln und Frühstücken. Nützt aber irgendwie nichts. Die Kinder waren Abends zur gewohnten Zeit müde, eigentlich sogar noch eher. Hmm, mal sehen, was das wird. Zur Not leben wir den ganzen Winter in der anderen Zeit und machen Winterschlaf.

Montag, 27. Oktober 2014

Grandioses unverhofftes Glück

Da schrieb ich noch gestern, wie anstrengend die letzte Woche war und wie ungeduldig ich mit den Kindern bin und heute? Heute durfte ich einen wunderschönen Tag mit meinen beiden Kleinen verbringen. Le Petit und ich wurden heute morgen im Kindergarten mit der Aussage begrüßt, dass ein ansteckender Magen-Darm-Virus bereits das halbe Haus flachgelegt hat. Nach einigem Hadern und Zaudern (ein Tag alleine mit den beiden kleinen Venstern Kindelein?) beschloss ich ihn doch lieber wieder mit zu nehmen. Ich wäre untröstlich, würde sich erst Le Petit anstecken und dann auch meine Eltern, zu denen er morgen fährt. Trotz dieser Bedenken also und den Gedanken an letzter Woche gab es heute den ganzen Tag nur Vorzeige-Bilderbuch-Kinder. Le Petit hatte verstanden, dass es etwas Besonderes war, dass er wieder mit nach Hause kam. Er war auch ein bisschen traurig, dass er heute nicht mit "seinen Blaumeisen" (die Gruppe) spielen konnte. Ab und an hat er nach ihnen gefragt. Aber wir hatten so viel Spaß zusammen. Zusammen auf dem Spielplatz, wo Le Petit und das Lieschen zusammen gerutscht sind. Sie hat gequiekt vor Freude. Ich habe einen Vanilleeiskuchen gebacken bekommen, mit Kerzen "weil ich Deburtstat habe". Zum Mittag gab es Grießbrei mit Pflaumen (auf meinen Wunsch hin *hüstel*). Zu Hause wurde friedlich zusammen gespielt. Eine ganze Stunde lang saßen wir mit den Bauklötzchen auf dem Boden und haben gebaut und eingeworfen. Und am späten Nachmittag kam dann auch noch der Papi mit auf den Spielplatz und hat uns quasi abgeholt.
Nach dem Abendbrot sind sie beide noch nach alter Zeitrechnung ohnen einen Mucks ins Bett gefallen.
 Idylle! Bullerbü! Bilderbuch! So will ich es in meinen Gedanken verwahren.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Durchhänger

In den letzten anderthalb Wochen hatte ich einen Durchhänger. Einerseits war ich krank. Zuerst war nur meine Stimme weg. Unschön, aber erträglich. Schließlich landete ich doch noch im Bett. Meinem lieben Mann hab ich es zu verdanken, dass ich fast den ganzen Samstag im Bett liegen bleiben konnte. Die Kinder hatten es gut  mit ihm. Aber nicht nur körperlich hatte ich einen Durchhänger. Meinen Nerven waren nur noch hauchdünn. Manchmal reichte eine Kleinigkeit, die mich vollends aus dem Gleichgewicht brachte. Dann wurde ich laut, haute auf den Tisch, wurde ungeduldig, bis irgendwie die Tränen anfingen zu laufen. Mein kleines Mädchen ist gerade sehr anhänglich. Eines meiner Beine ist ständig besetzt von einem quakenden, weinerlichen, kleinen Baby. Ich habe keinen Freiraum, kann mich nicht so bewegen wie ich will. Es zehrt an meinen Nerven. Le Petit ist wie ein dreijähriger Junge ist. Manchmal laut, manchmal nähebedürftig, meist nichts hörend, wenig kooperativ. Zusammen mit dem Lieschen wurde es mir diese Woche einfach ständig zu viel.
Abends, wenn meine Kinder dann im Bett waren, saß ich geknickt auf der Couch. Enttäuscht von mir selbst, dass ich ihnen gegenüber nicht die notwendige Geduld aufbringen kann. Wieso kann ich das als Mutter nicht? Bin ich gut genug? Viele, viele Selbstzweifel und Nerven dünn wie Pergament.
Ich habe das Gefühl, dass ich langsam auf dem Weg der Besserung bin. Gesundheitlich sowieso, aber auch im Umgang mit meinen Kindern. Diese Woche wird sowieso etwas besonderes, da Le Petit drei Tage Urlaub bei der Oma machen darf.