Dienstag, 17. November 2015

Im Herbst lesen wir

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Die Blätter sind endgültig von den Bäumen geflogen, draußen stürmt der Herbstwind und es wird allmählich wieder kühler. Anfang Herbst habe ich alle Herbstbücher zusammengesucht und in die Bücherkiste in der Küche gestellt.


Als liebstes Herbstbuch mag ich "Herbst" von Eva-Maria Ott-Heidmann. Wir haben all ihr Jahreszeitenbücher. Die Bilder sind wunderschön gestaltet und fangen die Stimmung genau ein. Mit eines meiner liebsten Bilder ist das Novemberbild. Kalter, grauer Nebel, kahle Bäume, rote Mützen.

Ebenfalls wunderschöne stimmungsvolle Bilder enthält "Merlind, die kleine Zauberin". Die Geschichte ist ein bisschen seltsam, aber die Bilder sind wunderschön.

"Frederick" passt für mich in den Herbst und in den Winter. Der Geschichte stehe ich auch zwiegespalten gegenüber. Einerseits finde ich es schön, wie Frederick all den Sommer und die Wärme und das Licht und die Farben einsaugt, um im kalten Winter davon zehren zu können. Andererseits finde ich diese Einstellung nicht arbeiten und Vorräte anlegen zu müssen ein bisschen seltsam. Unsere Ausgabe enthält eine stimmungsvolle CD, die sich Le Petit gerne anhört und dazu die Bilder ansieht. Auf diese Idee kam er alleine!

Erst vor kurzem bei uns eingezogen ist "Sankt Martin". Ich selbst bin mit der Geschichte von Sankt Martin nicht aufgewachsen. Zwar gab es bei uns auch Laternenumzüge, aber die Geschichte dahinter erfahre ich erst, seit Le Petit im Kindergarten ist. Das Buch erzählt die Geschichte sehr schön und kindgerecht kurz. Obwohl ich Fühlbücher nicht leider kann, gefällt es mir hier, dass man den Stoff des Bettlerumhangs und des Mantels fühlen kann.

"Zehn Blätter fliegen davon" ist ein Herbstbuch, das ich nicht leiden. Die Idee der Geschichte, den Flug der zehn Weidenblätter zu beschreiben, ist zwar sehr schön, weder sprechen mich jedoch die Collagen noch dieser extrem unkindliche Text an. Ich lese es vor allem wegen des holprigen Textes nur sehr ungern vor.

Jetzt vergehen noch zwei Wochen und dann hole ich schon die Weihnachts- und Winterbücher hervor.

Kommentare:

  1. Mir ging es mit der Frederickgeschichte zunächst ebenso. Dann kamen mir Gedanken wie, Kunst und Kultur sind wunderbar und führen auch nicht unmittelbar zu einem Mehrwert. Seitdem ich weiß, dass Frederick auch eine, aber andere Leistung als wir sie gewohnt sind, erbringt, die für die Gemeinschaft wichtig ist, gefällt mir die Geschichte sehr. :) Die Geschichte hat mich nachdenken lassen, dass Leistung viel zu viel mit Dinge schaffen zu tun hat, Produktivität und so. Das Schöne an der Begebenheit ist, dass sein Erzählen für die Mäuse überlebensnotwendig ist. Das Sammeln hätte vielleicht weniger faul wirken dürfen. :)

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  2. Interessant zu lesen, was ihr so lest. Und vor allem deine ehrliche Meinung dazu. Die Frederick-Geschichte erinnert mich an eine ganz ähnliche, die wir haben, da ist es eine "faule" Grille, die alle durch ihr Fiedeln erfreut und letztendlich dafür auch von den Ameisen durch den Winter gebracht wird. "Werte" sind eben relativ. Ich kenne das, wenn man Bücher nicht so gern vorliest. Die Jüngste bekam zum Kindergeburtstag ein Buch von der Eiskönigin. Da kommt man mit 4jährigem Kindergartenmädel einfach nicht drumrum. ;-) Aber das Buch ist scheußlich, eine holprige Inhaltsangabe der Filmgeschichte, sehr hölzern formuliert. Ich muss es trotzdem immer wieder lesen. Was tut man nicht, wenns glücklich macht ... ;-)

    Liebe Grüße, Doro

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  3. Vielen Dank für eure Gedanken! Das Buch mit der Grille kenne ich auch. So ist es eben mit der Kunst und Kultur. Da wird ein anderer Wert geschaffen. Ja, was mich wahrscheinlich am meisten stört ist tatsächlich, dass das "Gefiedel" und "Farben sammeln" so faul wirkt. Dabei ist ja gerade Kunst und Kultur so wichtig. Noch einmal vielen Dank für eure Gedanken!
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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