Donnerstag, 11. September 2014

"Fastfood"

Irgendwie schmecken die vom Mann zubereiteten supertollen Burger nur halb so gut, wenn das Abendbrot damit beginnt, dass Le Petit erst seinen Becher weg schubst, weil er keine Milch will, sich daraufhin seine Milch beim selber einschenken daneben kippt, anfängt zu weinen, weil die Hose nass ist, man selber aufsteht, um eine neue Hose zu holen, derweil das kleine Mädchen immer heftiger weint, trotz Nahrung im Mund, Durst hat sie auch keinen (Check), der Nuckel sich nicht mehr finden lässt, der Mann sie schließlich ins Bad und Bett bringt (währenddessen kann ich, solange ich mein Gehör und mein Mamagewissen abschalte, das Abendbrot genießen), ich anschließend auch noch einmal ins Schlafzimmer gehe, um die immer noch weinende L. zu beruhigen und über all dem ich auch noch beginne mit meinem Mann über eine völlige Lappalie zu streiten. Wenn ich dann nach dem Abendbrot sehe, dass Le Petit einen Minibissen genommen hat, das kleine Mädchen wegen Übermüdung gar nichts gegessen hat, dann frage ich mich, warum wir unser Abendbrot nicht gemütlich zu zweit genießen, wenn die U4-Fraktion im Bett ist. Es geht eben nichts über ein Familienessen mit allen gemeinsam am Tisch :-)

Kommentare:

  1. "...der Nuckel sich nicht finden lässt...": wer es nicht erlebt hat, glaubt es nicht, aber das sind mit die härtesten Prüfungen im Elterndasein. ;-)
    Ach, ich wünsch euch viel Zuversicht - es wird besser, wirklich, irgendwann...!
    Liebe Grüße von
    Brigitte

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    1. Ach ja, die Zuversicht haben wir. Wir merken es ja bei Le Petit, wie er sich im letzten Jahr verändert hat. Bloß manchmal, in genau solchen Augenblicken, da bin ich dann doch irgendwie recht platt =)

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  2. :-) Hihi. Irgendwoher kenne ich diese Situation... bei uns ist es egal, um welche Uhrzeit das Abendbrot auf dem Tisch steht. Denn kaum wollen wir essen, braucht unser Erdbeermädchen ihre extra Portion Zuneigung. Plötzliche Schreiattaken von 0 auf 180 sind kein Problem... nicht für sie, nur für unsere Ohren. Entweder einer kümmert sich, der andere isst - abwechselnd - oder einhändig essen steht seitdem auf dem Programm. Für mich als absolute Rechtshänderin ist linkshändig essen ein echtes Abenteuer ;-) aber man glaubt ja gar nicht, wie schnell sich eine gewisse Art von Routine entwickelt *grins*....

    Liebe Grüße aus dem kleinen Haus am See (o:

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    1. Oh ja, das war bei unserem Erstgeborenem auch so =) Immer wenn wir essen wollten, fing er an zu weinen... Mit dem kleinen Lieschen ist es mittlerweile nicht mehr so, sie war einfach viel zu müde, die kleine Maus.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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