Dienstag, 22. Oktober 2013

Unser Glück

Unter der Woche läuft unser Leben relativ planvoll ab. Nicht selten fühle ich mich gehetzt, obwohl ich das eigentlich gar nicht müsste. Unsere Wochenenden dagegen kosten wir mit allen Sinnen und Gefühlen aus. Das ist wirklich Quality-Time.
Den Samstagvormittag nutzen wir meist, um auf dem Markt frisches Obst und Gemüse, sowie Käse zu kaufen. Danach geht es meist nocheinmal auf den Spielplatz. Diesen Samstag gab es kleine Pfannkuchen/ Pancakes zum Frühstück (dafür bin ich sogar extra vor 8 aufgestanden, obwohl die Familie noch schlief. Aber zur Zeit bin ich morgens sowieso meist munter). Oh lecker! Mit Rübensirup oder Fichtenwipfelhonig, ein Hochgenuss. Die Übriggebliebenen, sowie ein bisschen Brot haben wir dann Mittags gegessen. Mittagsschlaf war bei Le Petit auch diesmal wieder nicht angesagt und wir holten ihn nach einer Weile wieder ins Wohnzimmer. Dafür haben wir dann mit ihm ausgemacht, dass jetzt Bücher angeguckt werden. Ging auch ganz gut. Nachmittags sind wir an den Fluss zum Drachensteigen gegangen. Meinen beiden Männern hat es diesmal sehr gut gefallen. Selbst Le Petit hielt den Drachen (mal fest und nicht nur locker) und freute sich. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht mit, sehr schade! Wir haben noch eine große Runde gedreht und kamen dann gegen 5 wieder zu Hause an. Während mein Mann sich gleich um die Hühnersuppe gekümmert hat (wir waren alle angeschlagen), habe ich mit meinem Sohn das erste Mal etwas gebastelt! Wir haben ein Herbstblatt fürs Fenster gebastelt. Die Inspiration habe ich von Frische Brise. Le Petit konnte zwar das Papier nicht so gut zerreißen, da er es immer geknüllt hatte, aber im Endeffekt haben wir  doch zusammengebastelt. Jetzt hängt es am Küchenfenster und er freut sich jedes Mal, wenn er es sieht.
 
Sonntag Vormittag waren wir nicht draußen. Da mein Mann viel mit Le Petit gespielt hat, kam ich sogar dazu eine Kinderhose zu nähen! Eine ganze Hose, inklusive Zuschneiden und Stoff raussuchen in einem Rutsch. Wahnsinn. Nur die letzte Naht ging daneben und das Hüftbündchen wurde links auf rechts getackert. Mist. Nach dem schnellen Mittag ging mein Mann mit seinem schnellen, schicken Fahrrad eine Runde fahren. Mir wurde ans Herz gelegt ebenfalls eine Pause zu machen und keinen Kuchen zu backen und Le Petit hat tatsächlich Mittagsschlaf gemacht! Am Nachmittag sind wir alle zusammen mit dem Bobby-Car in den Park, haben Frisbee gespielt und haben getobt (also ich eher weniger). Le Petit ist richtig viel rumgerannt. Während mein Mann ihn dann zu Hause in der Dusche gebadet hat, habe ich das Abendbrot vorbereitet - gebratene Äpfel und Zwiebeln zu Kartoffeln mit angebratener Blutwurst und Apfelsenf. Herrlich herbstlich!
Ach der Herbst könnte ewig weitergehen, finde ich. Wieder ein sehr ausfüllendes Wochenende. Unsere Familienzeit, unser Glück.
Die nächsten werden dann erst einmal anders, da mein Mann zur Konferenz auf die andere Seite der Welt fliegt.

1 Kommentar:

  1. Ich kann das Glück richtig rausspüren aus deinen Worten, es ist ansteckend... Mögen die Mann- bzw. Vater-losen Wochen und -enden auch ihre glücklichen Stunden haben - und wie schön wird es sein, wenn dann alle wieder beisammen sind! (Ich habe das auch öfter erlebt und dabei immer ganz stark gespürt, wie kostbar all die gemeinsame Zeit und das gemeinsame Erleben ist).

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