Mittwoch, 19. August 2015

19/2015 One portrait a week

I found even more old pictures, often I just don't manage it to post them up to date.

"A portrait of my children, once a week, every week, in 2015."

 J: Going hiking, you went up the hills like crazy, the rest was boring for you.

L: You were too young for walking but enjoyed the picknick.

Sonntag, 16. August 2015

PuppenMITmacherei 2015 | Das zweite Treffen

Jetzt komme ich nun endlich dazu am zweiten Treffen teilzunehmen. Ich war Abends zu sehr damit beschäftigt, die Puppe auch wirklich zu nähen. Denn in einer Woche - zur Taufe der Kinder - wird sie auch schon gebraucht. Und sie ist tatsächlich auch schon fertig. Naja, die Haare fehlen noch, ebenso die Kleidung. Außerdem möchte ich ihr mit roten Bäckchen noch Leben einhauchen. Aber im Moment ist alles an ihr dran.

Im zweiten Treffen soll es nun also um die Vorbereitung gehen. Ich habe mein Material über Wollknoll besorgt. Für meine Puppe kaufte ich dort:
Außerdem habe ich dabei auch Filznadeln gekauft, die ich für die Nase verwendet habe.



Den Rest nehme ich aus meinem Fundus, wie beispielsweise
  • Nähgarn (in orange, sieht man kaum),
  • Stickgarn für Augen  und Mund (endlich kommt mein wunderschönes Stickgarn mal zum Einsatz, übrigens gaaaanz altes vom Flohmarkt noch "damals" in Glauchau hergestellt, also gar nicht so weit weg),
  • Heilwolle zum Stopfen (gibt es in der Apotheke für ca. 5 Euro),
  • Wolle für die Haare, hier werde ich ganz normale Wolle nehmen, keine Puppenhaarwolle,
  • Stoff und Wolle für die Kleidung

Mit einer Anleitung habe ich mich ein bisschen schwer getan. Letztens Endes habe ich fast vollständig dieses Tutorial verfolgt. Im Prinzip ist es ja eigentlich auch nicht so schwer. Das Schnittmuster habe ich mir selber erstellt, habe mich bei den Proportionen aber auch an der Anleitung orientiert. Über die Beine habe ich lange nachgedacht. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

Insgesamt freue ich mich riesig, endlich eine große Puppe (ca. 40 cm) in Angriff genommen zu haben und dabei den Projekten der anderen folgen zu können.
Und hier bei den Naturkindern können die anderen Projekte bestaunt werden.

Freitag, 14. August 2015

15/2015 One portrait a week

I recently discovered two old pictures.
"A portrait of my children, once a week, every week, in 2015." 

 J: A very seldom situation; napping during day time.

L: You were able to climb a ladder before you could walk.

32/2015 One portrait a week


It has been some time since my last 52-posting. But here it is:

"A portrait of my children, once a week, every week, in 2015." 

J: Reaching for the stars while swinging. 

L: Eating cake with whipped cream (obviously) coming right from napping time at the grandparents.

Flickelefanten

Letztens hatte eine von Le Petits Lieblingssommerhosen (oder ist es meine Lieblingssommerhose für ihn?) Löcher an beiden Knien. Ganz plötzlich wie mir schien. Er sagte mir, dass ich das nähen müsse und brachte sogar einen Vorschlag wie. Seine Omi hat mal einen kleinen Aufnäher auf ein Loch genäht. Nach einer Weile fielen mir wieder die kleinen Elefanten von Kinderjubel ein. Höchst ungewöhnlich flickte ich noch am selben Abend der Entdeckung der Löcher. Und am nächsten Tag konnten die kleinen Elefanten mit auf den Ausflug der Kindergartenkinder in die Bibliothek gehen.


Gerade weilt unser Großer bei den Großeltern übers Wochenende. Heute morgen habe ich das kleine Mädchen also alleine in die Krippe gebracht. Und siehe da: sie lief nicht wie sonst zügig die Treppe hoch, sondern blieb stehen, ließ sich ablenken und wollte schließlich gar nicht mehr. Verhält sie sich ohne den Großen also ganz anders. Sicher wäre auch der Große als zweites Kind ganz anders.

Und gestern Abend habe ich wieder nicht die Bilder der Puppenmitmacherei hochgeladen, sondern stattdessen an ihr gebastelt. Ist auch nur noch eine Woche, bis sie fertig sein muss. Aber das schaffe ich.

Donnerstag, 13. August 2015

Kinderarzt und Eis

Eigentlich will ich seit Tagen endlich den Artikel zur Puppenmitmacherei schreiben. Uneigentlich habe ich abends keine Lust mehr darauf. Mist.
Am Dienstag war ich mit Le Petit zur U8. Alles prima, aber das hatte ich auch erwartet. Er ist ein aufgeschlossener, gut entwickelter Junge. Seine Größe ist ein bisschen unterhalb des Mittelwertes und sein Gewicht ein bisschen oberhalb =)
Seit kurzem malt er auch gegenständlich. Total toll auf seinen Bildern etwas zu erkennen. Eine Sonne mit Augenbrauen, eine Mami mit Füßen und Schuhen dran, eine Blume und ganz viel "Schrift". Für die U8 sollte er ein Haus und einen Baum malen. Er setzte sich am Abend vorher auch mit Eifer daran, war aber mit seinem Ergebnis sehr unzufrieden. Seine Händigkeit hat sich noch nicht festgelegt. Er hat früher öfter Dinge in die linke Hand genommen. Von der Generation meiner Eltern wurden wir immer angehalten, es ihm in die rechte Hand zu geben. Ganz falsch! Sollte man nicht machen. Heute nimmt er manchmal die rechte, manchmal die linke Hand. In ein, zwei Jahren sollte er sich entschieden haben.
Außerdem wurde er auch geimpft, MMR. Ich hatte ihn schon gebrieft: es piekst und tut weh und hört dann wieder auf. Keinen Mucks hat er von sich gegeben. Ein bisschen gezuckt hat er, aber sich nicht beschwert. Wow! Geholfen hat ihm dabei auch ein Kinderbuch aus der Bibliothek, an das er sich erinnerte. Darin wird ein Kinderarztbesuch beschrieben. Hätte ich nicht gedacht. Eigentlch finde ich solche Bücher immer ein bisschen unsinnig. (Ich hoffe, dass die Entscheidung zum Impfen keine schlechte war. Die Symptome treten nach 10 bis 14 Tagen auf, genau in dem Zeitraum, in dem die Kinder getauft werden. Aber bisher hatte Le Petit keine Probleme mit Impfungen.)

Im Anschluss gab es ein Eis für uns beide, denn Lieschen wurde vom Papa abgeholt und ich hatte sie nicht mit dabei (zum Glück). Das war dann auch der letzte Besuch bei diesem Kinderarzt, denn nun haben wir glücklicherweise einen näheren gefunden und müssen nicht mehr 45 Minuten quer durch die Stadt fahren.

Montag, 10. August 2015

Zeltstadt

Vor zwei Wochen habe ich mir einen potentiellen Kindergarten für nächstes Jahr angesehen. Ich habe mir gleich den ganzen Tag frei genommen und wollte eigentlich zu Hause ordentlich sauber machen (mal so in Ruhe!).
Stattdessen habe ich Kinderschuhe zusammengesucht, Zahnbürsten, -pasta und Windeln gekauft und bin in die #ZeltstaDD gefahren. Unsere Stadt macht sich ja gerade allseits "beliebt". Immer wieder schüttel ich fassungslos den Kopf darüber was es wieder neues zu berichten gibt. Da werden Hotels, in denen Flüchtlinge untergebracht sind, mit Steinen und Buttersäure beworfen, da werden Helfer vom DRK beim Aufbau der Zeltstadt fast angefahren und von überall gibt es laute und leise Proteste. Sie nennen sich gerne mal "besorgte Bürger". Ich sag das eigentlich nie, aber jetzt mal: Es ist so zum Kotzen!!
Da gibt es ganze Familien, die die weite gefährliche Reise auf sich genommen haben, um aus den Misständen ihres Landes zu fliehen. Schon der Entschluss, das zu wagen, hat sie viel Überwindung gekostet. Wer verlässt schon gerne seine Heimat? Endlich kommen sie in einem "sicheren" Land an, wollen aufatmen und werden von unserer "herrlichen" Willkommenskultur" begrüßt. Steine fliegen. Vielen Dank!

Ich bin fassungslos, dass es hier bei uns so viel Hass auf Ausländer gibt, der sich manifestiert. Wie dankbar bin ich, dass es doch auch andere Stadtbewohner gibt, die Taschen voller Spenden packen oder vor Ort mit anpacken. Ich habe auch das dringende Bedürfnis zu helfen.Aber selbst diese Hilfe ist nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Zwei Tage habe ich stundenweise geholfen Kleidung zu sortieren und an Flüchtlinge zu verteilen. Ich habe mir extra Urlaub genommen, um diesen Menschen ein klitzeklein wenig zu helfen. Ich weiß nicht, wieviel von meiner Hilfe ankam. Man kann eigentlich sagen, dass in der #Zeltstadd Chaos herrschte. Die Menschen stehen zu lange für ihre Mahlzeiten an. In den Zelten werden 30 Menschen auf engsten Raum untergebracht. Es gab Dixieklos, die schon von außen stanken. Nirgends habe ich fließend Wasser oder die Möglichkeit sich zu waschen gesehen. Die Verteilung der Kleidung, Schuhe und Spielzeug war völlig unorganisiert und wurde von freiwilligen Helfern, die jeweils nur ein paar Stunden da waren getragen. Die Spenden waren da, aber sie kamen einfach nicht bei den Flüchtlingen an. Es fehlte an einer Strategie.
So sieht es aus in Deutschland. Applaus für unsere Ordnungsliebe und unser Organisationstalent. Ich bin wirklich erschüttert und entäuscht und schäme mich für meine Heimat.