Dienstag, 9. April 2013

Ein letztes Mal

Ein letztes Mal bin ich heute die Weg zu meiner alten Arbeitsstelle gefahren. Vorbei an dem großen Park und am Stadion zur Uni. Ein letztes Mal habe ich mein Fahrrad hinter dem Institut geparkt, mir einen Kaffee geholt, ein letztes Mal am Computer angemeldet. Ich habe meine Belegexemplare für die Unibibliothek gedruckt und binden lassen. Noch einmal in der Mensa gegessen und letztendlich meinen Schreibtisch geräumt. Ein bisschen melancholisch war ich, aber nur kurz. Ich freue mich auf die neue Stelle.

Tschüss Teilchenphysik, hallo Verkehrswissenschaften.

(Vor zehn Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal von der Teilchenphysik mit Freude lossagen würde.)

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche - äh, naja nicht ganz.
Wir waren dieses Jahr sicherlich nicht die einzigen, die ihren Osterspaziergang im Schnee unternommen haben.
Hier sieht man den MeiTai, den ich genäht habe. Das Tragetuch hat ausgedient. Le Petit zu tragen ist aber weiterhin manchmal von Vorteil.




Ja, ist auch schön. Aber ganz so kalt muss es meiner Meinung nach nicht sein. Wir haben knapp eine Woche bei den Eltern meines Mannes verbracht. Das nutzen wir immer, um ein paar Stunden für uns beide abzuzwacken und in die Stadt zum "Bummeln" zu fahren und einen Kaffee ganz in Ruhe zu zweit zu trinken. Außerdem besuchen wir immer den Strand. Das hier ist eine meiner Lieblingsstellen.





Wilder Strand, Sand, Steine, Gras. Es war wieder sehr schön. Aber jedes Mal, wenn wir zu Hause (nach immerhin sieben Stunden Fahrt) ankommen, sagt mein Mann: "Woanders ist es schön, aber zu Hause ist es eben doch am besten". Da hat er Recht!

Montag, 8. April 2013

Sonntagseindrücke

Wir hatten ein wunderschönes Wochenende. Bildlich hab ich allerdings nur Sonntagseindrücke festgehalten.

Schönes gemeinsames Frühstück mit meiner Lieblingstasse  (mein Mann nennt sie Vase mit Henkel, jaha....)


Die Soleier sind fertig! (Gibt es bei uns traditionell eigentlich zu Ostern, dieses Jahr waren wir jedoch unterwegs, deswegen eben nach Ostern.)

Endlich, endlich, endlich die ersten Sonnenstrahlen mit Temperaturen sogar im ZWEIstelligen Bereich (es waren 11°C...).

Samstag war auch toll. Meine Cousine hat mit ihrer Familie in der Nähe Urlaub gemacht, sodass wir uns sehen konnten. Auch wenn das Wetter mies war (grau, neblig, kalt), war es ein sehr schöner Ausflug. Der Saurierpark, in den wir eigentlich gehen wollten, dann aber aufgrund des Wetter gelassen haben, ist auf jeden Fall für schöneres Wetter vorgemerkt.


Freitag, 5. April 2013

Emotionen

Seit Le Petit da ist, bin ich viel emotionaler geworden. Da reicht manchmal ein einzelner Text, um mir dir Tränen in die Augen zu treiben. Nicht, weil ich es traurig finde, sondern weil ich einfach von Emotionen und Gefühlen überwältigt bin. Wer noch einmal nachempfinden möchte, wie es für ein Kind, möglicherweise für das eigene Kind (wenn auch erst in ein paar Jahren) auf dem Rummel ist, dann bitte hier entlang zu Maximilian Buddenbohm. Das hat er wirklich beeindruckend beschrieben.
Und jetzt schlägt mein Herz auch wieder auf Normalniveau. Ich hoffe, mein kleiner Junge erlebt seine Welt auch so. Ich möchte ihm so viel zeigen und geben (oh man, DAS klingt jetzt wirklich schmalzig...).

Viele Emotionen (gut, das ist jetzt auch ein bisschen übertrieben) gab es auch gestern. Ich habe mich mit meiner Schwester und meiner Mutti zu unserer jährlichen "Bummeltour" getroffen. Diesmal in Leipzig. Ein wunderschöner Tag war das! Wir haben viel geschwatzt und Gedanken ausgetauscht, lecker gegessen und ich habe ein tolles Kleid gefunden. Auf der Zugfahrt habe ich ganz entspannt und in Ruhe stricken können, hing meinen Gedanken nach und genoss die vorbeifliegende Landschaft. Ein toller Tag, leider viel zu kurz, aber wunderschön!

Mittwoch, 3. April 2013

Beim Trödler

Heute morgen war ich zum ersten Mal bei einem Trödler. Zu oft lese ich von all den Schätzen, die von Flohmärkten und Trödlern nach Hause getragen werden. Ich sehe kleine feine Spitzendeckchen und hübsche Tassen und feine Leinentücher. Und dann stehe ich dort zwischen den staubigen Regalen mit all dem Krempel darin. Ich entdecke alte Tischdeckchen. Alle sind gelb und speckig oder aus hässlichem Plastikgarn. Fällt mir eines in die Hände, das doch ein bisschen ansehnlicher ist, dann stelle ich mir vor wie es auf dem von mir erdachten Platz bei uns zu Hause liegt, seufze und denke "Ach nee". Irgendwie ist es doch nicht so meins. Ich bin nicht so verspielt, ich halte nicht viel von Dekoration, obwohl ich mir bei uns manchmal ein bisschen mehr wünschen würde. Nur weiß ich dann wieder nicht wohin damit.
Wahrscheinlich werde ich weiter die Bilder auf anderen Blogs bewundern und mir ein bisschen wünschen, das es bei uns auch manchmal so aussieht. Aber insgeheim weiß ich jetzt wohl, Trödler sind nicht so meins (Flohmärkte schon eher) und Dekorieren liegt mir nicht.

Dienstag, 2. April 2013

In den Schlaf finden oder eben nicht

Unglaublich, gerade eben habe ich meinen Sohn über einen Stunde "in den Schlaf begleitet", wie manche Mütter sagen würden. Aus meiner Sicht saß ich neben ihm, legte ihn gefühlte tausend Mal wieder hin und hielt Händchen. Ja, Händchen halten ist süß und es ist auch total schön anzusehen, wie einem Kind langsam die Augen zufallen und es in den Schlaf gleitet. Aber ich muss mir das nicht jeden Tag ansehen, vom kalten Schlafzimmerboden aus, eine ganze Stunde lang. Wenn mein Mann Le Petit ins Bett bringt, legt er ihn hin, singt zwei Schlaflieder, sagt Gute Nacht und geht raus. Probiere ich das, dann ist Drama angesagt. Sein Kuschelschaf fliegt aus dem Bett und anschließend wird herzzerreißend danach gerufen. Bleibe ich da und schimpfe, wenn er dauernd wieder aufsteht, dann lacht er und denkt, es sei Spaß! Uff, so kann es nicht weitergehen. Ich habe danach einfach keine Energie mehr und der Tag ist gelaufen. Ich wollte eigentlich endlich ein Kleid für mich zuschneiden. Jetzt bin ich zu müde und lustlos.

Kein Student mehr

Seit gestern bin ich nun offiziell kein Student mehr. Ich muss zugeben, dass mich das irgendwie ein wenig erschreckt. Seit 9 1/2 Jahren hatte ich jetzt den Status 'Student'. Ich habe im Ausland studiert, mein Diplom gemacht, ein Kind gezeugt geboren, Mutterschutz und Elternzeit genossen und letztendlich meine Doktorarbeit aufgeschrieben und verteidigt. Und nun - plötzlich - bin ich kein Student mehr. Das heißt: kein Semesterticket mehr, voller Preis in der Mensa und die Frage, ob es bei Eintritten auch Ermäßigung auf Studenten gibt, erübrigt sich. Ich werde in unserem örtlichen Schwimmbad eine Karte als 'ganz normaler Mensch' kaufen. Nein wirklich, ich war so lange Student, das Gefühl keiner mehr zu sein, ist völlig neu.
Meine Schwiegermutter hat es richtig in Worte gefasst: 'Dafür bist du jetzt promoviert'. Stimmt, aber daran habe ich mich auch noch nicht gewöhnt.