Mittwoch, 10. Oktober 2012

Etwas Gutes tun

Seit Wochen geistert in unserer Familie ein sehr hartnäckiger Schnupfen und Husten herum und besucht uns nacheinander alle wieder. Langsam bin ich es leid, die ständig schniefende Nase meines kleinen Sohnes zu sehen. Oder zu hören, wie er Nachts immer wieder durch seinen Husten aus dem Schlaf gerissen wird. Das muss doch auch irgendwann mal aufhören? Ich begab mich also auf die Suche nach Hausmitteln gegen Husten und Schnupfen. Als passend erschien mir da ein Sirup, gewonnen aus schwarzem Kugelrettich. Da der lokale Gemuesehändler leider nur weißen Kugelrettich zu bieten hatte, griff ich auf den zurück und hoffe auf ähnliche Inhaltsstoffe. Der Rettich wird ausgehölt, die Inhalt sehr klein geschnitten und zu gleichen Teilen mit Zucker vermischt. In den hohlen Rettich piekst man am Boden ein Loch und füllt die Raspel-Zucker-Mischung wieder zurück. Jetzt muss man nur noch warten und gucken, wie der Sirup aus dem Loch tropft. Sehr lange warten musste ich nicht. Innerhalb kürzester Zeit hat sich eine beachtliche Menge angesammelt.

Rettich mit Hut!

Den Sirup gab es heute früh bei uns teelöffelweise zum Porridge dazu. Ich hoffe sehr auf seine Wirkung, aufdass uns der Schnupfen und Husten endlich verlässt.
Die Zubereitung des Sirups für mich und meine Familie ließ mich eine gewisse Wärme fühlen. Ich merke, wie ich in die Rolle als Mutter immer noch hineinwachse und ich sehr gerne meiner Familie etwas Gutes tue, mich um sie sorge (nicht im Sinne von Angst haben, sondern sie umsorgen). Ein kleines bisschen Angst machen mir allerdings die Werbefrauen, die in ihrer hellen, frischen Kleidung ihrer Familie etwas Gutes tun wollen, um dann einen chemischen Joghurtdrink zu kaufen. Hoffentlich bleibe ich mir treu!

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