Sonntag, 4. Mai 2014

Einflug der Ausgeflogenen

Meine beiden Männer sind wieder auf der Rückfahrt und ein für mich schöner Urlaub neigt sich dem Ende. Vor ein paar Monaten hätte ich vehement protestiert, dass wir getrennt Urlaub machen. Urlaub ist für mich eindeutig Familienzeit und das bleibt es auch jetzt für mich. Aber die letzten Wochen waren sehr anstrengend für uns und zwei "Einzel"kinder sind einfach unstressiger. Und so hatte ich eine herrlich ruhige Zeit und ich hoffe, dass es meinem Mann und Le Petit ebenfalls so ging. Mit Ausschlafen war es übrigens gar nichts. Die Kleine war immer vor sechs wach und ich habe mich jeweils dann dazu entschieden noch eine Weile neben meinem maulendem und quengelndem Baby ein bisschen liegen zu bleiben. Um gleich aufzustehen, war ich einfach zu müde. Das lag sicherlich auch daran, dass ich - kaum war mein Mann weg - in mein altes Muster zurückgefallen bin und spät ins Bett ging. Dafür habe ich, ganz untypisch, zwei Mal Mittagsschlaf gemacht. Hach, herrlich.

Ich habe ein bisschen genäht (bin aber mit der Hose unzufrieden, die Passform ist schlecht, die Farben bzw. das Erscheinungsbild aber genial), ein bisschen gestrickt, mit meinem kleinen Mädchen gespielt und spazieren gewesen. Ich war am Stadtrand am Fluss spazieren und habe einen Wiesenblumenstrauß gepflückt und zwei Kohlrabi von einem kleinen privaten Stand gekauft. Ich habe aber auch viel Wäsche gemacht und Kindersachen sortiert, mit der Kleinen im Tuch die Wohnung gesaugt (ächz) und Le Petits morgigen Kindergartenstart vorbereitet. Ernährt habe ich mich von Brot, Tiefkühlpizza, leckeren Joghurt-Obst-Hafer-Smoothies und viel, viel Tee. Das Abendbrot für heute Abend ist soweit vorbereitet und die Wohnung ist mehr oder weniger ordentlich.
Es überrascht mich, wie entspannt ich die Zeit mit Baby alleine zu Hause empfand. Mit Le Petit habe ich mich immer sehr schwer getan, länger (also über Nacht) mit ihm alleine zu sein.
Ab morgen hat uns der Alltag wieder. Wir werden ihn hoffentlich erfrischt meistern können.

P.S.: Noch eine kleine Episode der vorletzten Nacht. Ich lag lausig frierend im Bett und habe die ganze Zeit darüber gegrübelt, weshalb ich jetzt so friere und im Winter nicht. In aller Herrgottsfrühe fiel es mir dann ein. Ich hatte den ganzen Winter über Socken im Bett an sowie einen Schal. Die Socken lagen sogar noch am Fußende des Bettes. Hätte mich also minimal bewegen müssen, um mich mal ein bisschen aufzuwärmen. Naja...

Kommentare:

  1. Lach, das kenn ich zu gut. Wenn mein Lieber nicht da ist komm ich vor Mitternacht nicht in die Federn und richtig Essen krieg ich da auch nie gebacken.
    Solche allein (mit Baby) Zeiten dürfen doch auch mal guttun. Aber so lange weg vom Kind, das ist für mich noch unvorstellbar. Ein Wiedersehen, das kann ich mir schon besser ausmalen.
    Lieben Gruß!

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    1. Du hast Recht. Alleinzeiten dürfen auch gut tun. Als Le Petit noch so klein war, wie deine kleine Maus, konnte ich mir das auch nicht vorstellen. Auch diesmal habe ich meine beiden "Großen" schon ganz schrecklich vermisst, bevor sie losfuhren. Die vier Tage waren dann aber herrlich ruhig =)
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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