Mittwoch, 22. Juli 2015

Unterwegs im Raum-Zeit-Gefüge

Eigentlich sollte man meinen, dass wir viel unterwegs sind. Wir fahren fast ausschließlich mit dem Rad. Morgens auf Arbeit, Nachmittags eventuell Kinder abholen und nach Hause. Freitag Abend  mit dem Fahrradanhänger (aber ohne Kinder) zum Wocheneinkauf. Auch am Wochenende unternehmen wir vieles mit dem Rad. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir große, schwere Dinge mit dem Rad transportieren können. Da die Kinder noch klein sind und in den Anhänger passen, ist das Fahrrad für uns DAS Transportmittel der Wahl in der Stadt. Kein Stau, freie Luft, weniger stressige Autos. Man muss allerdings anmerken, dass unsere Räder motorisiert sind. Was für eine Erleichterung, wenn man den Anhänger die 11km von KiTa nach Hause zieht! Auf den ganzen Wegen kommen pro Woche so circa 100 km zusammen. Wohlgemerkt pro Person, also mein Mann und ich. Wenn ich bedenke, was wir da alles an Treibstoffkosten/ Ticketkosten/ CO2-Ausstoß sparen! Das Auto brauchen wir vor allem, um Besuche außerhalb der Stadt zu unternehmen. Wenn wir zu den Großeltern fahren (was entweder zum Glück nur 100km oder eben leider 650 km weit weg ist) oder Freunde außerhalb treffen. Ich bin richtig, richtig zufrieden mit unserer Fahrradfahrerei.
Wie schon gesagt, könnte man meinen, dass wir viel  unterwegs sind. Sind wir aber gar nicht! Wir fahren jeden Morgen zwischen 7:30 und 8 Uhr die gleiche Strecke ab. Die Kinder werden immer zur gleichen Zeit abgeholt und Einkaufen fahre ich auch jeden Freitag gegen 19 Uhr. So gesehen ist unsere Bewegung in der Raum-Zeit minimal. Und wahrscheinlich begegenen wir unterwegs auch immer den gleichen Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit. Und so decken wir eben einen winzigen Raum-Zeit-Zipfel ab.

Letzte Woche gab es einen Rekord. Mein Fahrrad zeigte mir 200 km an. Wow, das ist schon cool. Zwar gehörten 20 km davon meinem Mann, der sich mein Fahrrad borgte, aber das macht eigentlich nichts. Hoffentlich bleibt mein kleines Bike noch lange bei mir und ich singe im Kopf 

Kommentare:

  1. Dann mal weiter frohes Fahren! Wir leben ähnlich. Vor allem ich bin viel mit dem Rad unterwegs. Ich hab ein ganz bequemes "Oma-Fahrrad" mit Korb vorn und Kindersitz (meistens) hinten. Bald kommt da auch noch ein ordentlicher Korb drauf. Das ist das, was ich brauche. Ein sportliches Rad ist für mich nix. Ich kann zum Beispiel gar nicht ohne Rücktritt. Mir doch egal, ob das cool ist. :-)
    Mein Mann kann zur Arbeit laufen und überlässt die Radplätze lieber denen, die es weiter haben. Zur Schule in Sichtweite braucht der Große auch kein Rad. :-) Aber die Mädels radeln gern zur Kita. Was für ein Riesenschritt jedesmal, wenn das Kleinste auf eine größere Radgröße umsteigen kann und die Sache gleich viel schneller geht. :-) Einen Anhänger hab ich nicht, für die Großeinkäufe hab ich einen Schwiegervater mit Auto. Da der sowieso fährt und mich mitnimmt, ist das auch schon gesparte Energie.
    Wir haben gar kein Auto und sind dafür Mitglied bei Teilauto. Ist eigentlich sehr bequem, keine Reparaturen, kein Reifenwechsel, kein TÜV ... Wir holen einfach nur das gerade größentechnisch passende Auto bei Bedarf ab.
    In der Stadt braucht man das Auto meistens ja wirklich nicht.
    So kann man wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, der Welt etwas zusätzlichen Dreck zu ersparen ...

    LG Doro

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    1. Ich finde es bewundernswert, dass ihr gar kein Auto besitzt. Mit einem Teilauto ist man ja dann doch nicht ganz so flexibel. Zumindest befürchte ich das. Aber warhscheinlich kann man sich auch darauf prima einstellen.
      Ich sehe dabei auch hauptsächlich den Umweltaspekt, also den CO2-Ausstoß und das Öl.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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  2. Hallo, freut mich wirklich! Wir leben auch so, besitzen gar kein Auto. Haben auch zwei kleine Kinder und bewältigen auch alles mit dem Fahrrad inkl. Fahrradanhänger. Hin und wieder geht uns ein Auto schon ab, aber das kommt eigentlich sehr selten vor. Man kann auch mit dem Zug in den Urlaub fahren. So tun wir unserer Geldbörse und unserer Umwelt was Gutes. Vor allem letzterer Aspekt ist wichtig, da wir ja alle wollen, dass auch die Kinder unserer Enkelkinder in einer Welt mit einer guten Luft aufwachsen dürfen. Leider wird es immer schlimmer - unser CO2 Sensor zeigt unschöne Werte der Luftqualität an. Aber wir hoffen auf Besserung... Lg

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    1. Hut ab, dass ihr echt kein Auto besitzt. Gerade was den Urlaub angeht, sind wir meist ein bisschen anspruchsvoll. Da wird das Auto randvoll mit Fahrrädern und Anhänger gepackt, um dann das Auto irgendwo abzustellen und einen Fahrradurlaub zu machen =) Das wäre mir mit dem Zug zu stressig.
      Und gerade der Umweltaspekt ist mir ansonsten auch am wichtigsten.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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