Freitag, 29. Mai 2015

In meinem Garten im Mai




Anfang Januar sind wir in unser (Reihen)Haus gezogen und hatten endlich einen Garten! Ein wirklich sehr kleines Stückchen Land, das wir gestalten dürfen (der Kompost gehört schon zum Nachbarn). Kurz nach Ostern wurde unsere Erde angeliefert (das war cool! Direkt hinter unserem Haus schaufelte ein riesiger Bagger Erde. Le Petit blieb cool und wollte lieber Lego spielen, während ich dauernd rief, dass ich noch weiter dem Bagger zugucken müsse.). Wir steckten den Garten nach unserem Plan ab. Ein Gemüsebeet, ein Kräuterbeet mit Erdbeeren, die Terasse und eine windstille Ecke (so die Hoffnung). Unser erste Ausflug in den Gartenmarkt war ein bisschen planlos und wir waren überwältigt vom Angebot. Bald darauf zog ein Apfelbäumchen ein (in der Mitte zwischen Kräuter- und Gemüsebeet), wir holten eine Zwergkiwi (an der Mauer, am Spalier), drei Tomaten und einen Fliederbusch. Vor dem Haus pflanzten wir Kletterrosen. Die Steine, die das Gemüsebeet begrenzen haben wir in mühevoller Arbeit mit der Schubkarre vom Fluss geholt (ich hatte ziemlichen Muskelkater). Schließlich habe ich ein bisschen gesät. Vorgezogen habe ich Grünkohl und äh noch zwei Dinge. Aber eigentlich hat nur der Grünkohl geklappt. Auch Bohnen sind im Haus nichts geworden. Draußen habe ich Pflücksalat (braunen und grünen), sowie Spinat ausgesät. Anschließend schlug mein Mann vor, dass es wohl sinnvoller wäre, vorher mal umzugraben. Hab ich anschließend auch wohl oder übel gemacht und jetzt kommt der Spinat und der Salat völlig ungeordnet, aber er kommt! Ordentlich in Reihen habe ich Mangold, Petersilienwurzel und lila Möhren ausgesät. Ich hätte mir die Reihen aber mal markieren sollen. Denn entweder kommt da nichts oder es sieht alles wie Unkraut aus. Dementsprechend kann ich dort kein Unkraut pflücken... Hmm. Bohnen und Erbsen habe ich Mitte Mai ausgesät und die kamen prompt alle! Das freut mich sehr! Außerdem habe ich noch ausgetriebene Kartoffeln (das passiert uns manchmal) ausgesetzt. Von denen kommen auch drei von fünf. Ich freue mich, dass wir jetzt ein bisschen gärtnern können! Als Beetumrandung habe ich Ringel- und Strohblumen gesät. Mal sehen, ob die blühen werden.
Gestern habe ich einen Salat aus Pflücksalat und Spinatblättern gemacht. Mit Mozarella und Pinienkernen. Hmm, das war gut! Und aus UNSEREM Garten (hab ich am Tisch auch nur ca. 5 Mal erwähnt).

Gestern hat außerdem Le Petits Kindergartengruppe "Hänsel und Gretel" aufgeführt. Ach, das war süß. All die kleinen Drei- und Vierjährigen. So unterschiedlich in ihrem Temperament und Wesen. Ich hatte nur ein paar Tränen in den Augen, die ich erfolgreich wegblinzeln konnte. Wir haben uns so gefreut das zu sehen.
Später haben wir Le Petit gesagt, wie toll er gespielt hat (er war eine Eule). Aber er dreht immer alles um und sagte, er hätte BLÖD gespielt. Und heute gehen sie mit der Gruppe auch NICHT auf den Bauernhof. Und wenn ich ihn nachher frage, war es bestimmt auch NICHT SCHÖN dort...

Donnerstag, 28. Mai 2015

Das Experiment

Wie lange ist es schon her, dass ich mein Experiment begann? Es war zu Anfang der Fastenzeit, also vor nunmehr 14 Wochen. Hoppla, die Zeit vergeht einfach zu schnell. Ich wollte die Fastenzeit nutzen mich einmal vegetarisch zu ernähren. Mich reizte der Gedanke schon länger, fand aber nie den richtigen Zeitpunkt das einfach mal auszuprobieren. Ich habe eine kleine Runde an Bloggern um Unterstützung gebeten und bekam dabei tolles Feedback von 60°Nord und KleinesHausamSee. 60°Nord schrieb eine lange Liste an vegetarischen Gerichten der deutschen Küche, viele leckere Wintersalatvariationen und noch vier Lieblingsrezepte. Besonders die Cashewbällchen haben bei uns großen Anklang gefunden! Ich hab sogar ein Bild davon gemacht. Aber das schlummert schon seit Ewigkeiten auf der Karte. Ich hab's nicht so mit Bildern von der Kamera auf den Computer übertragen. Außerdem brachte sie mir den Begriff Flexitarier, also Leute, die versuchen so wenig Fleisch wie möglich zu essen, bei Besuch oder besonderen Anlässen aber auch mal nicht-vegetarische Gerichte zu sich nehmen. Den Begriff hatte ich schon einmal von einem Freund gehört. Dachte aber, er hätte sich den ausgedacht. Scheint also ein allgmeingültiger Begriff zu sein.
KleinesHausamSee brachte ebenfalls zwei leckere Rezepte, welche ich aber beide leider noch nicht ausprobiert habe. Vielen lieben Dank ihr beiden für euren Aufwand und die Hilfe!
Eine große Fundgrube sind ebenfalls die Rezepte von Jademond und Ringelmiez, beide leben vegan. Außerdem schaue ich mir immer mal wieder auf dem Blog einer in Frankreich Lebenden an, die ebenfalls unglaublich gute vegetarische Rezepte bringt. Viele Rezepte habe ich bei Pinterest gesammelt.
Zu Anfang der Fastenzeit tat ich mich tatsächlich ganz schön schwer. Ich hatte ständig Appetit auf Salami oder Schinken, aß einmal aus Versehen eine Hackfleisch-Lauchsuppe oder musste angekaute Wurst von Le Petit essen. Glücklicherweise zog mein Mann mit und verzichtete ebenfalls auf Wurst und Fleisch, sodass ich wenigstens nicht mehr so großen Appetit auf Salami zum Abendbrot hatte. Das Kochen am Wochenende fiel mir sehr leicht, dank vieler grandioser leckerschmecker Rezepte. Insgesamt fiel mir auf, dass ich mich nach dem Essen meist viel besser fühlte. Ich war nicht so träge und schlapp und mein Magen war nicht so schwer.
Die Fastenzeit endet ja bekanntlich Ostersonntag. Bereits Gründonnerstag sind wir zu meinen Schwiegereltern gefahren. Aus Rücksicht habe ich mein Experiment verschwiegen und so habe ich bereits zum Karfreitag das Vegetarierdasein mit einem Hackbraten beendet.

Was bleibt? Das Experiment hat mir sehr gut gefallen. Der anfängliche Fleischappetit ebbte langsam ab. Auch jetzt bleibe ich dabei und esse so gut wie kein Fleisch - bin also Flexitarier, um das Wort noch einmal hervorzukramen. Nicht nur, dass ich mich dadurch besser und leichter fühle, es ist auch günstiger und (meiner Meinung nach) vielfältiger (hier noch ein paar Sesamkörner drüberstreuen, da ein kleiner Salat und Radieschen aufs Brot). Ich habe neue Erfahrungen gemacht, Frischkäse selber hergestellt. Trotzdem gibt es ab und an etwas Fleischiges. Letztens beim Wandern hatte ich für jeden zwei Wiener eingepackt, vor ein paar Wochen grillten wir (Fleisch) und dieses Wochenende gabs kleine Nürnberger. 
Was ich auf aber auf keinen Fall mag, ist jede Art von Tofu. Es schmeckt mir einfach nicht bzw. empfinde ich die Konsistenz als eigenartig. Ich finde es sowieso seltsam, dass so viele Fleischersatzprodukte angeboten werden. Vegetarische Würstchen oder so. Da schüttelt es mich. Was soll da drin sein? Dann lieber Halloumi oder so.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Kindermund mit drei-einhalb

Vor mittlerweile zwei oder drei Monaten besuchte Le Petit mit seinen Blaumeisen die Semperoper. Wir haben uns darüber unterhalten, ist so ähnlich wie ein Puppentheater und so weiter. In trieben insbesondere so wichtige Fragen um, ob man die Schuhe ausziehen muss und auch die Matschhose, ob man da in Hausschuhe herumläuft. Am nächsten Morgen:
"In der Semperoper dürfen aber keine Mamas und Papas rein, nur Opas..." Semperopa...
Er war dann auch ein bisschen enttäuscht, dass er mit den Kindergartenkindern hinging und nicht mit dem Opa (mit dem er nämlich im Puppentheater war).
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"Und wenn ich mal groß bin, so wie bei dir Mami, ein Mädchen, dann trage ich auch einen Rock. In rosa oder pink oder lila."
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Le Petit sehen uns ein Buch aus der Bibliothek an: Der kleine Inuit.* Es geht darum, dass man alles werden kann, wenn man groß ist. Ich fasse es nocheinmal zusammen für ihn und frage, was er einmal wird.
"Ein Rex-Dinosraurier. Weil der so gefäährlisch ist. Und wenn ich noch größer bin ein Wildschwein, weil das auch so gefäährlisch ist."
Ach so.
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"Den Frentin mag ich nicht, der hat mich geärgert. Und Mädchen mag ich auch nicht. Ich mag nur Jungs! Aber dann mag ich ja auch den Frentin, hmm."
Le Petit spricht noch kein "K", das wird dann "fr" oder ähnliches. Er macht auch gerne Fratsch und der Kuckuck macht Tutut =)

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Dienstag, 26. Mai 2015

Geldgedanken und Fortschritt

Am Wochenende habe ich Sauerteigbrot gebacken (dabei WIEDER einmal vergessen vom Sauerteig was abzunehmen und aufzubewahren) und Joghurt und Frischkäse hergestellt. Ich bin dem Selbermachgedanken ein bisschen verfallen. Ich dachte laut darüber nach (soweit man denken kann, wenn man von Kinderseite ständig unterbrochen wird), wie schade es ist, dass man nicht mehr selber machen kann, da dazu einfach die Zeit fehlt. Ich gehe arbeiten, um Geld zu verdienen, damit ich mir Dinge kaufen kann, die ich sonst selber machen würde. Außerdem stecken in den gekauften Produkten haufenweise überflüssige und ungesunde Sachen. Zum Beweis griff ich mir die Mayonaiseflasche (!) und wollte laut anklagend vorlesen. Zu meiner Überaschung fand ich nur Säuerungsmittel und Antioxidationsmittel. Da geriet meine Argumentationskette schon ein wenig ins Wanken. Dann gab mein Mann ein paar kluge Worte von sich. Warum sollte jeder sein eigenes Brot backen, seinen eigenen Frischkäse herstellen. Ein paar spezialisieren sich auf die Backkunst, andere gehen in die Käserei. Wieder andere stellen mit ihrer Arbeit nichts Materielles her, sondern entwickeln Ideen. Nur so kann Fortschritt entstehen. Wenn jeder den ganzen Tag nur mit seiner eigenen Nahrungsbeschaffung beschäftigt ist, entsteht kein Fortschritt. *seufz* Das stimmt wohl. Im Moment würde ich jedoch lieber damit beschäftigt sein, als mit der Forschung.

Freitag, 22. Mai 2015

20/2015 One portrait a week


"A portrait of my children, once a week, every week, in 2015."


 J: You love to do physical stuff, making stunts and other things.

L: You are still exploring walking and coordinating your body.

Linking with Practising Simplicity.

Hahaha, von wegen wöchentlich....

Donnerstag, 21. Mai 2015

Geld und Psychologie

Ich bin in der glücklichen Lage keine Geldsorgen zu haben. Jeden Monat kann ich ein bisschen Geld zurücklegen. Zum Sparen, Eis essen, Dinge, die mich glücklich machen oder kleine Geschenke.
Aber ich kann mich gut an die Zeit in Stockholm erinnern. Ich wohnte ein halbes Jahr dort und arbeitete als Student in einer Forschergruppe mit. Spannend war es! Geld bekam ich keins, bis auf die übliche monatliche Summe, mit der meine Eltern mein Studium unterstützten finanzierten (tausend Dank!). In Stockholm war es erstmals so, dass diese Einnahmen deutlich geringer als meine monatlichen Ausgaben waren. An sich kein Problem, da ich bereits auf ein gespartes Sümmchen blicken konnte. Dennoch machte mich der Gedanke, dass das immer weiter, mit jeder Ausgabe, mit jedem Monat sinkt, einfach fertig. Ich suchte nach preiswerten Rezepten, klaubte die günstigsten Lebensmittel aus den Regalen, verbot mir einigen Gemeinschaftsspaß (Bier in der Stadt, hahaha!). Eigentlich lebte ich auch dort nicht schlecht. Ich gönnte mir hin und wieder eine Kanelbulle mit Kaffee, buk Kuchen oder kaufte mir auch Kleidung. Aber dieser Gedanke an das Geld begleitete mich ständig. Ich bereue es manchmal ein bisschen, dass ich dadurch in Stockholm manches nicht ausprobiert habe. Meist denke ich dabei an die Chokladbollar oder anderen Süßkrams.
Durch eine Unachtsamkeit unsererseits haben wir diesen Monat plötzlich weniger Geld, als wir dachten. Sobald das klar war, geht mir der Geldgedanke nicht mehr aus dem Kopf. Plötzlich fallen mir ganz viele Sachen ein, die ich gerne kaufen würde. Da spielt mir die Psychologie irgendwie einen Streich. Sobald ich weiß, dass ich etwas nicht kaufen kann, habe ich besonders großes Verlangen danach. Ich muss noch einmal betonen, dass wir uns wirklich sehr, sehr glücklich schätzen können, keine Geldsorgen zu haben. Und nur nach diesen beiden Erlebnissen kann ich nachvollziehen, wie anstrengend und nervzehrend wirkliche Geldsorgen über Monate oder gar Jahre hinweg sein mögen.

Eine glückliche Begebenheit ergab sich gestern Abend, als die Nachbarin plötzlich mit einer Packung Käse vor der Tür stand, da sie ihn nicht mögen. Soetwas kommt genau dann vor, wenn wir etwas knapp bei Kasse sind?!

Dienstag, 12. Mai 2015

Anna Maria Charlotte Bruwolf


Wer kennt sie nicht, die berühmte Lyrikerin Anna Maria Charlotte Bruwolf. Ach nein, das war ja ein Mann. Und eigentlich hieß er Rainer und sein Nachname war auch ganz anders. Aber bei uns zu Hause lebt jetzt eine Anna Maria. An dem langen Wochenende vor dem 1. Mai vergaß ich (ja: ich!, die ich mich immer darüber aufrege, dass mein Mann die Kleidung aus dem Kindergarten nicht mitnimmt.) Le Petits Puppe Charlotte im Kindergarten. Am Abend, als der Verlust im Bett bemerkt wurde, gab es bittere Tränen. Ich habe mir zusammen mit Le Petit ausgemalt, wie Charlotte jetzt zusammen mit den anderen Kindergartenpuppen schlafen geht und haben ihr ein Luftküsschen geschickt. Am nächsten Morgen habe ich mich mit ihm zusammen an die Nähmaschine gesetzt und wir haben aus dem Stegreif eine Puppe zusammengeschustert genäht. Er hat mir geholfen, so stopfte er zum Beispiel den Kopf aus. Die Proportionen sind mir ein bisschen misraten, aber im Grunde sieht sie eigentlich ganz herzig aus. Nach zwei Stunden Arbeit war sie fertig. Nachdem klar war, dass sie nicht ebenfalls Charlotte heißen kann, taufte Le Petit sie auf den klangvollen Namen:
Anna Maria Charlotte Bruwolf.
Er hat ein Faible für Doppel- und Dreifachnamen. Die echt Charlotte heißt nämlich eigentlich Lina Linda Charlotte. Ob das ein Ausgleich ist, dass unsere armen Kinder nur mit einem einzigen Vornamen auskommen müssen? Egal, Anna Maria gehört jetzt zur Familie und wird ebenfalls wie Charlotte sehr geliebt. Als nächstes ist dann ein Brüderchen gewünscht.

Donnerstag, 7. Mai 2015

"Der Wind, der Wind,

das schümmlüsche Kind." - Le Petit glaubt mir nicht, dass es eigentlich "himmlisch" heißt.
Traumhaft heute! Sonnig, blauer Himmel, windig, klar, kühl, luftig - wie ein Sommertag in Dänemark - oder in Schleswig Holstein, nicht wahr mein Schatz?
Und obwohl ich den Wind sehr mag, wie er durchs Haar zaust und an den Blättern zieht, so macht er mich in der Stadt irgendwie nervös. Diese ganzen, vielen kleinen Blätter an den großen Ästen, alle wirbeln durcheinander und rauschen beständig. Das ist mir zuviel.
In Dänemark oder Schleswig Holstein stört mich das nicht. Im Gegenteil! Da mag ich es. Denn da bin ich im Urlaub und bin entspannt. Da kann ich ruhig der Natur lauschen und den Windböen übers Wasser nachblicken. Ach ja, Urlaub ist schon schön.

By the way, heute morgen hat Le Petit bitterlich geweint, weil eine Nachbarin 5 Jahre alt geworden ist, er aber erst 4 Jahre alt wird. "Ich will aber auch 5 sein!"

Mittwoch, 6. Mai 2015

Osterhasi


Ostern ist schon lange vorbei? Macht nichts! Ich zeig trotzdem noch die kleinen Osterhasis.
Zwei Wochen vor Ostern hatte ich die Idee den Kindern ein Kuscheltier zu stricken. Ich habe auf ravelry ein bisschen nach Hasen gesucht, aber sie entsprachen meinen Vorstellungen nicht so ganz. Fündig bin ich dann bei der Zeitrschrift Brigitte, die eine sehr nette Anleitung dafür hat. Auf die Kleidung habe ich von Anfang an verzichtet. Schon mal einen Hasen in Hose und T-Shirt gesehen? Die zwei Wochen Vorlauf waren gerade so richtig. Später hätte ich den Einfall nicht haben dürfen. Am Abend vor Ostersonntag habe ich das letzte Häschen noch zu Ende gestopft, festgenäht und bestickt. Nicht ohne Grund hat das zweite Häschen auch kürzere Ohren =)
Das Garn hatte ich mal in einem Discounter (ohoh!) gekauft. Es ist Sockengarn! Wo ich doch so viele Socken stricke! (Ich habe mal für Le Petit welche angefangen, die zweite wartet immer noch auf Vollendung und ich frage mich, ob sie wohl dem Lieschen noch passen würden)
Das Garn war also perfekt für kleine Osterhasen. Ausgestopft habe ich sie mit Schurwolle. Die kaufe ich immer als Heilwolle in der Aptheke. Ob man das waschen kann, weiß ich nicht. Das habe ich noch nicht ausprobiert.
Die Kinder haben sich über die Hasen sehr gefreut. Am Abend habe ich Le Petit gefragt, wie sie wohl heißen. Er antwortete sehr spontan: "Molly und äh Polly!" Sehr überaschend. Ich kenne keine Geschichte, die wir ihm vorgelesen haben könnten und Molly und Polly enthält. Aber mir ist das sehr recht. Und hier sind sie: Molly und Polly!
Molly und Polly vor unserem Kräuterbeet.

Dienstag, 5. Mai 2015

Sommerstromermütze



Als ich klein war, sind wir nach draußen zum Herumstromern gegangen. Unsere Matschosen, die damals keine Regenhosen sondern robuste Stoffhosen waren, hießen Räuberhosen. An Sonnenmützen kann ich mich interessanterweise nicht so erinnern.

Mütze mit Blick auf unser Apfelbäumchen und das Kräuterbeet.

Für Le Petit habe ich dafür aber eine Sommerstromermütze genäht, nach dem Schnittmuster von Lillemo. Der Außenstoff ist eine abgetragene Jeans von mir. Das Futter ist von Le Petit heiß geliebter Pilzstoff, den ich mal auf dem Stoffmarkt kaufte. Daraus sind schon eine dünne Hose entstanden, sowie Applikationen einer Jacke. Das Schnittmuster ist gut gemacht und die Mütze lässt sich schön nähen. Ich habe die größte Größe genommen. Le Petit hat einen großen Kopf. Wie diese Größe allerdings einem erwachsenen Mann passen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Den Gummi am Hinterkopf hab ich zwar mit eingenäht, aber wie schon so oft, kräuselt er eigentlich nicht ein, obwohl ich ihn wirklich stark gedehnt habe. Ich hätte wohl ein dickeres Gummiband nehmen sollen.


Auf jeden Fall steht Le Petit die Mütze sehr gut. Manchmal hab ich ein bisschen Bedenken, dass er damit zu frech aussieht, wenn er mal wieder wild spielt.

Noch im Schlafanzug Probetragen.




Das letzte Bild trügt ein bisschen. Sieht so aus, als ob er sich über die Mütze freut, nicht wahr? Grundsätzlich findet er neugenähte Sachen frühmorgens aber ersteinmal blöd und er trug stattdessen lieber die gestrickte Mütze, die er vorher nicht tragen wollte. Mittlerweile hat er sich aber zum Glück mit der Stromermütze angefreundet.