Donnerstag, 12. Februar 2015

Fahrrad ade

Heute morgen habe ich geflucht. Lange und ausgiebig und beinahe geheult. Da ich gar nicht so gut fluchen kann, belief es sich dabei auf ein ständiges Wiederholen von Sch... Heute morgen also stand ich nämlich vor einer Einkaufspassage (ich habe ein paar Kleinigkeiten für ein frisches Baby und dessen Eltern gesucht) und dort, wo zuvor noch mein Fahrrad stand, stand nichts mehr.
Mein gutes, treues, hübsches, wertvolles, wichtiges Fahrrad! Ich fahre es jeden Tag. Seit dem Sommer hat es mich 1700km weit getragen, auf dem Weg zum Haus, zum Kindergarten und wieder zur Wohnung zurück und seit Januar dann eben auch auf Arbeit. Mein Mann hatte es im Sommer motorisiert. Jeden Tag habe ich mich darüber gefreut und das hat mir so viel abgenommen. Ich mag die kalte, klare Winterluft im Gesicht, den Geruch von Sonnenstrahlen in der Nase, das unkomplizierte Vorankommen und das Vorbeifahren an endlosen Autoschlangen. Und jetzt hat es mir jemand geklaut! So ein dreckiger Schurke!
Man! Ist ja auch nicht so, dass uns das Geld aus den Taschen fällt, jetzt wo das Häuschen fertig ist. Ich bin missmutig und frustriert!

Dabei wollte ich eigentlich schreiben, dass wir ein schömes, gemütliches Wochenende hatten. Dass wir uns eine Couch ausgesucht haben und uns die leckere Suppe nach dem Rezept von 60GradNord schmecken ließen. Besonders das Lieschen ließ es sich schmecken. Jeden Löffel nahm sie (selbst!) mit einem lauten "Haam" in den Mund, drei kleine Kellen hat sie gegessen. Auch Le Petit fand sie super:"Das hast du aber schön gekocht, Mami."


Tja und gestern hatten mein Mann und ich uns frei genommen. Von den Schwiegereltern bekamen wir zu Weihnachten einen Gutschein für einen Tagesbesuch einer großen Sauna geschenkt. Beide Kinder waren in der KiTa und wir in der Sauna! Herrlich! Aber fast auch ein bisschen langweilig. Es ist gar nichts passiert, ich hab immer die Nerven behalten und konnte ganz viel lesen. Sehr ungewohnt. Danach haben wir noch lecker gegessen und Pflanzen für verschiedene Zimmer gekauft. Unglaublich, jetzt haben wir auf einmal Pflanzen (also Pflanzen außer Chilis...). Hoffentlich gehen sie nicht ein... Ich hab so ein Händchen für.

Tja, das war heute also der Tag, an dem mir das Fahrrad geklaut wurde. Ich weiß noch, wie oft ich auf dem Fahrrad saß und dachte:"Oh man, wenn mir das mal geklaut wird, dann fehlt mir ein großes Stück." So ein Sch...!

Kommentare:

  1. Oh wie gemein. Vor allem persönlich aufgemöbelt, menno.
    Bei uns geht auch nichts ohne Fahrrad. Unser Mädchen ist auch schon ganz radlbegeistert und gibt sich jeden Tag Mühe ein Stückchen zu wachsen, dass sie endlich vom Laufrad auf Pedale umsteigen kann.
    Ich wünsch mir bei Diebstählen immer dass der Dieb es noch dringender brauchte als ich. Tja, beim Rad unwahrscheinlich, aber vielleicht kann man sich damit trösten? :)

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    1. Unser Sohn saß mit drei Jahren auf seinem Fahrrad und lernte am gleichen Tag das fahren. Das Laufrad mochte er auch nicht so.
      Meine Schwester versuchte mich zu trösten, indem sie daraufhin wies, dass es "nur" das Fahrrad ist und kein Personenschaden. Da hat sie Recht.
      Liebe Grüße und alles Gute!
      Kathrin

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  2. Och, wie traurig! Das ist wirklich eine ganz riesengroße Sch... und außerdem eine bodenlose Gemeinheit. Ich frag mich ja immer, wie man es fertigbringt, jemandem sowas anzutun. Aber darüber denkt wohl mancher nicht nach.
    Vielleicht findet sich dein treues Fahrrad ja wieder. Ansonsten wünsche ich dir bald guten Ersatz, den du lieben lernen kannst.
    Ach Mensch ... :-(

    LG Doro

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    1. Ich finde es auch als Frechheit. Ich denke, solche Leute probieren das Klauen einmal aus und wenn sie merken, dass das ganz einfach geht und man damit Geld machen kann, dann ist die Hemmschwelle ganz stark gesunken. Tja, leider.
      Ich hoffe auch noch, dass es vielleicht wieder auftaucht.
      Ansonsten habe ich einen tollen Mann, der gestern meinte er freue sich darauf, mir ein neues zu basteln.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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  3. Ich kann gut verstehen, dass du geflucht hast (so gut du eben konntest ;-)). Man steht fassungslos vor so einer Gemeinheit, dass da jemand sich einfach bedient mit etwas, das ganz und gar einem selbst gehört und das einem viel bedeutet.
    Meinem großen Sohn wurden im zweiten Semester in Magdeburg gleich zwei Fahrräder gestohlen: erst sein gutes, mit dem er jahrelang zur Schule gefahren war, und dann das billige Second-Hand-Rad, das er sich extra auf dem Flohmarkt besorgt hatte in der Annahme, dass so ein altes Rad nicht geklaut würde. Das dicke Schloss, das daran hing und genausoviel gekostet hatte wie das Rad, war einfach mit einem Bolzenschneider durchgeknipst worden! Seither fährt er Straßenbahn...
    Mensch, ich würde dir so sehr wünschen, dass du es wiederbekommst! Aber ich fürchte, die geklauten Räder werden genauso Richtung Osten verscherbelt wie die Autos.
    Mitfühlende Grüße von Brigitte

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    1. Unfassbar, dass selbst das billige Rad geklaut wurde!
      Ich vermute auch, dass das Fahrrad längst auseinander genommen wurde (schluck) und jetzt in Einzelteilen irgendwo angepriesen wird. Menno!
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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  4. Ach je. Das ist wirklich doof. Ich kann dich sehr gut verstehen... und hoffe, dass du bald einen guten Ersatz findest...
    Deine Kleine ist allerliebst :-) Sie sitzt da wie eine Große - richtig toll!!!! :-)
    Ganz liebe aufmunternde Grüße aus dem kleinen Haus am See (o:

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    1. Danke für dein Mitgefühl.
      Unsere Kleine ist wirklich schon eine Große. Aber sie ist so klein und leicht, dass sie mir immer jünger vorkommt. Seit kurzem will sie immer irgendwas vom Tisch habe und schüttelt total niedlich vehemmt den Kopf, wenn ich ihr das falsche anbiete.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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