Freitag, 15. August 2014

Kindermund mit drei

Geburtstagswünsche eines Fast-Dreijährigen:
"Le Petit, du hast bald Geburtstag. Was wünscht du dir denn?"
"Hmm, vielleicht Dudelade? Oder Bummibärchen?"

Na, das lässt sich vielleicht machen.

Donnerstag, 14. August 2014

Ins Bett gebracht

Le Petit schläft im Moment Abends schlecht ein, kommt noch mehrmals aus dem Bett, muss noch mal auf die Toilette etc. Wahrscheinlich läuft das in anderen Familien ähnlich ab. Gestern durfte er deswegen ein bisschen länger aufbleiben. Und während Lieschen schon friedlich schlummerte, spielte er noch im Wohnzimmer. Er legte sein Schäfchen schlafen, deckte es zu, gab ihm ein Gute-Nach-Küsschen und sang noch ein Lied. Anschließend sollte ich mich aufs Sofa legen. Das Schäfchen wurde neben mich gebettet, wir wurden zugedeckt, bekamen ein Küsschen und ein Lied und dann bin ich auch ganz schnell eingeschlafen ;-)
Nicht einmal das Wetter bei den Nachrichten habe ich mitbekommen, obwohl ich mich so bemüht habe zuzuhören. Danach bin ich schnell ins richtige Bett gehüpft, wobei mein Mann und (gezwungenermaßen) Le Petit dann auch mitkamen. Gute Nacht (um kurz nach acht)!

Dienstag, 12. August 2014

Schon wieder Ferien





Wir hatten schon wieder Ferien. Diesmal haben wir die anderen Großeltern besucht. Wie toll, dass wir bei den Großeltern immer ein bisschen Urlaub machen können. Bei meinen Schwiegereltern können wir dann auch immer ein bisschen das Meer genießen. Diesmal haben wir sogar einen Ausflug an die Nordsee gemacht und ließen uns so richtig durchpusten. Nur die Kinder fanden den Wind nicht so schön. Le Petit hat sich noch ein bisschen anfreunden können, Lieschen hat aber immer geweint, wenn ihr Köpfchen in den Wind kam (was dann die Bewegungsfreiheit des Tragenden ein bisschen einschränkte). Ich war in der Ostsee baden, mein Mann genoss beide Meere (beide Meere, wie toll das klingt). Wir hatten sogar Zeit für uns beide, ließen die Kinder bei den Großeltern (beide!) und fuhren nach Flensburg. Ich hätte die Zeit  mit meinem Mann auch noch ein bisschen mehr genießen können, hätte ich nicht die ganze Zeit Bedenken gehabt, dass wir entweder die Großeltern überlasten oder dass Lieschen die ganze Zeit weint. Letzten Endes lief es dann tatsächlich prima. Ach, diese Gedanken einer Mutter...
Einen frühen Morgen habe ich genutzt, um ganz alleine mit dem kleinen Mädchen einen Spaziergang übers Land zu machen. Herrliche Sonnenstrahlen in Nebellandschaft, tropfenbenetzte Spinnenweben, Rehe und Hasen, Ruhe, diese Ruhe. Zeit für mich (Lieschen war im Wagen wieder eingeschlafen).
Auf der Rückfahrt gab es wieder mal Stau. Neuruppin ist das Lehrte des Ostens, haben wir festgestellt. Die Kinder haben sich großartig benommen. Le Petit zeigte das erste Mal Einsicht, dass es weit ist und beruhigte sich zwischendrin immer selber "Dauert nicht mehr lange, wir sind bald da."
Wie immer nach einem längeren Ausflug, haben wir uns danach ein bisschen verändert. Die vielen neuen Eindrücke werden verarbeitet und formen uns (äh, also eher die Kinder und dadurch dann wir). Jetzt gibt's erst mal wieder Alltag. Auch ok.

Montag, 4. August 2014

Er hat's nicht leicht

Er hat's nicht leicht. Unser Junge, unser Großer, fast schon drei Jahre alt. Steckt mitten fest in einer Phase zwischen liebevoll, fürsorglich, verständig und bockig, verneinend, zerstörerisch.
Letzte Woche als ich ihn aus dem Kindergarten abholte, entdeckte ich ihn auf der Wiese, wie er Blumen pflückte. Ich stellte mich direkt vor ihn und sagte: "Hallo J." Und als ob er nichts anderes erwartet hättet, als dass just in diesem Moment seine Mami auftaucht, blickte er auf, streckte mir die Blümchen entgegen und sagte:
"Hier, die habe ich gepflückt zu dir!"


Oh, mein Herz quoll über. Auf der Fahrt nach Hause im Auto folgender Dialog:
J: "nuschel nuschel"
ich: "Wie bitte?"
J: "Ich hab mit L. geredet." (mit der kleinen Schwester)
ich: "Ach so, ich dachte, du redest mit mir."
J: "Ich hab zu L. gesagt, ich gehe schon in den Kindergarten."
Geschwisterdialoge :-)

Und dann die andere Seite, wenn er aus dem Nichts heraus seine kleine Schwester, mich, den Papi, ... plötzlich haut, tritt, knufft, schubst, beist, untermalt von den Worten: "Böse! Böser ...(Name einsetzen)". Wenn er aus dem Fenster guckt, festellt, dass es regnet, ich das bestätige und er meint "Nein, es regnet nicht." und erwartet, dass ich das ebenfalls bestätige (wozu ich keine Lust habe). Wenn er den Mund zum Zähneputzen nicht aufmacht, mit Essen herumwirft, wenn er auf der Straße plötzlich stehen bleibt und nicht weitergeht, wenn er einfach sehr anstrengend ist.

Ich möchte zu gern wissen, was in ihm vorgeht. Ich würde diese Phase gerne jetzt beendet wissen. Zu nervtötend und anstrengend ist es mit den zwei Kleinen. Mein Geduldsfaden ist spinnwebenzart und zerreißt viel zu schnell. Der Hausbau tut sein übriges. Meinen Mann erwischt zu oft ein (oder mehrere) unwirsches Wort aus meinem Mund. Zwischen meinen Ohren rauscht es und auf meiner Brust lasten Steine. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich die Zeit gerne um ein halbes Jahr vorspulen würde.

Was mich immer wieder lächeln lässt, sind diese wunderschönen Wiesenknöpfe, sowie der Sommerwildblumenstrauß von den Elbwiesen und natürlich ganz besonders die Kindersträuße von Le Petit.


Sonntag, 3. August 2014

Sonntagsfreude



Ein Picknick mit Popcorn in der Küche. Zusammen mit meinem Sohn, während mein Mann mit der kränkelnden kleinen Tochter (die Zähne?) schlummert. Die Hitze flimmert in den Straßen, in der Küche auf dem Boden mit einer Decke ist es angenehm. Jeder hat sich etwas zu lesen geholt und Charlotte liegt auch mit dabei. Ein unglaublich schöne, ruhige Stunde, aus der ich viel Kraft schöpfen konnte. Zur Zeit segelt Le Petit nämlich meist auf Kollisions- und Zerstörungskurs, wenn er mit mir (und damit zwangsweise auch mit Lieschen) zusammen ist.
Eine Sonntagsfreude, die Maria auf ihrem wunderbaren Blog sammelt.

Freitag, 1. August 2014

August

Oh, wie schön ist der August. Der August ist für mich der erste Monat der Überfülle an frischem Gemüse und Obst der Ernte. Natürlich gibt es vorher bereits so feine Dinge wie Spargel, Rhabarber,  Erdbeeren und all die anderen leckeren Sommerbeeren. Die richtige Überfülle der Erntezeit jedoch beginnt für mich im August (als ob ich das beurteilen könnte, in der Stadt lebend ohne Garten und Natur). Wenn die Marktstände überquellen mit Klaräpfeln und Pflaumen, mit Tomaten, Kürbis und Kartoffeln. Ich liebe diese reiche Überfülle. Ein bisschen läutet der August den Herbst ein. Noch essen wir zuckersüße, saftige Melonen und Pfirsiche, doch schon bald werde ich den ersten duftenden, zimtigen Apfel-Pflaumenkuchen aus dem Ofen holen. Und dann dauert es nicht mehr lange bis die ersten Blätter bunt werden und der Wind uns um die Ohren pfeift.
Willkommen lieber August!