Dienstag, 6. Mai 2014

Krieg und Frieden

Gut, dieser Titel ist ein bisschen übertrieben, kam mir aber heute morgen, als ich erschöpft im Auto saß, in den Sinn. Krieg und Frieden - so ist es irgendwie mit Le Petit. Er ist ein unglaublich lieber, netter, höflicher, witziger und auch frecher kleiner Kerl. Außer morgens und abends im Bad. Es vergeht selten ein Morgen, an dem es kein Drama gibt. Hauptthema ist das Waschen und wer ihn anzieht - und ob es Gummibärchen gibt oder wahlweise auch einen Keks. Gummibärchen und Kekse gab es by the way noch nie zum Frühstück außer zum Kindergartenstart. Dieses ganze Drama und Geheul (in einer Lautstärke) ist so unglaublich anstrengend und nervzehrend. Es lässt uns als Eltern einfach ganz schön erschöpft zurück. Ich denke auch, dass es für Le Petit doof ist. Ich glaube, dass es einerseits an seinem willensstarken Charakter liegt, ich denke aber auch, dass wir ihn wohl teilweise verzogen haben. Hm, verzogen ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber ich finde kein anderes.
Oft passiert es dann, so wie heute morgen wieder, dass es mir zu viel wird und ich anfange rumzuschreien - total sinnlos, denn dadurch heult er nur noch lauter und ein Vorbild wie man in solchen Situationen umgeht, bin ich dadurch auch nicht. Andererseits sieht er dadurch, dass mich die ganze Situation ebenfalls stresst. Ich würde wirklich gerne wissen, wie wir das in den Griff bekommen können. Ich möchte dabei aber auch nicht super streng sein. Ach, da sieht man es wieder. Die Inkonsequenz kommt von meiner Seite.
Im Juli letztens Jahres habe ich schon einmal einen ähnlichen Beitrag veröffentlicht. Damals gab es immer ein Riesendrama im Hausflur. Ab dem Zeitpunkt verlief es langsam besser. Vielleicht läuft es ja diesmal wieder so und die Situation verbessert sich jetzt langsam. Ich würde es mir wünschen.
So, diesen Beitrag habe ich jetzt sehr aufgewühlt geschrieben. In Wirklichkeit ist es vielleicht alles gar nicht so schlimm.

Kommentare:

  1. Es hilft dir jetzt vielleicht nicht wirklich, aber ich kann dir nur sagen: es geht vorbei! Ganz bestimmt! Es gibt immer wieder so Zeiten, wo man einfach nicht recht weiß, wie man es "richtig" machen soll - und vielleicht gibt es gar kein "richtiges" Erziehungsmittel gegen solche Trotzphasen, außer dass man möglichst man selbst bleibt und nicht die "strenge Mama" spielt, wenn man es nicht ist. Dass dir mal der Hut hochgeht und dein Sohn merkt, dass die Mama keine Nerven aus Draht hat, schadet ihm gar nichts. Er ist sich deiner Liebe sicher, auch wenn du mal schreist. Das ist die Hauptsache, denn dann wird alles gut werden.

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    1. Ach Brigitte, du weißt gar nicht, wie sehr mir dieser Kommentar hilft! Manchmal habe ich einfach das Gefühl, etwas nicht richtig zu machen. Danke für deinen Zuspruch!
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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