Dienstag, 13. Mai 2014

Buttertag

Sonntag hatten wir den ganzen Tag Buttertag, wie Le Petit ernst meinte. Wir haben einen schönen Fahrradausflug gemacht, bei dem mir ein schöner Wiesenblumenstrauß gepflückt wurde. Eigentlich wollte ich an dem Tag gerne ausschlafen, aber ich war wach. Stattdessen bin ich dann zeitig aufgestanden, habe die Kleine gewickelt und angezogen. Mein Mann hat mir in der Zwischenzeit Kaffee und Tee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt :-* (das macht er aber eigentlich immer). Als die Kleine wieder müde wurde, habe ich sie wieder hingelegt und hatte dann noch sicherlich eine Stunde Ruhe im Wohnzimmer, in der ich ein bisschen Blogs las und strickte. Chopin lief dabei auf ganz leiser Lautstärke (ich bin sehr lärmempfindlich geworden). Irgendwann stand Le Petit plötzlich im Wohnzimmer und hat was von Buttertag erzählt. Süß =)
Unser Ausflug begann sehr turbulent. Mein Mann war mit Lieschen schon draußen und verstaute sie im Anhänger, um sie zu beruhigen. Ich war gerade im Bad, als es ein unglaublich lautes Rumpeln im Flur gab, gefolgt von panischem Weinen meines Jungen. Er hatte (wieder einmal) alle Schubladen unserer schönen, großen Kommode aufgezogen und plötzlich ist sie umgestürzt. Überall lagen Schubladen und deren Inhalt, dazu mein laut schreiender Sohn. Es dauerte ein bisschen, bis ich mich durch die Schubladen gekämpft hatte und ihn endlich in die Arme nehmen konnte. Ich habe ihn ins Wohnzimmer getragen und immer wieder gefragt, ob ihm etwas weh tut. Er hat nur geschrien und gerufen, dass alles kaputt ist. Ich habe ihm gesagt, dass das jetzt egal ist und mir wichtig ist, dass es ihm gut geht. Da hat er sich langsam beruhigt. Ihm ist nichts passiert. Keine der schweren Schubladen mit der ganzen Kinderkleidung ist ihm auf den Kopf oder die Füße gefallen. Er hatte sich nur erschreckt. Ich habe ihn lange umarmt und gesagt, wie froh ich bin, dass ihm nicht passiert ist. Der Schreck ist mir so in die Glieder gefahren, dass mir ganz schön schlecht war. Über den ganzen Gerümpelkram bin ich dann noch nach unten gegangen, um meinen Mann zu informieren. Le Petit wollte seine Musikente, hat sich ganz viele Spielsachen geschnappt und ins Wohnzimmer gesetzt. Er brauchte Trost. Mit einigem Ruckeln und viel Kraft konnte ich die Kommode dann auch wieder hinstellen und wir haben unseren Ausflug begonnen.

Ja, aber ansonsten war es ein sehr, sehr schöner Buttertag.

Kommentare:

  1. Oh wei, was für ein Schreck! Gut, dass am "Buttertag" alles gut ausgegangen ist. Wir hatten früher im Bad ein Schuhregal, das so verführerisch zum Klettern einlud. Eins von uns Kindern hat das dann auch mal ausprobiert ... Das Leben mit Kindern ist ein Abenteuer. :-)

    LG Doro

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    1. Oh ja ein Abenteuer, in dem man sich manchmal fragt, wie lange der Tag eigentlich noch dauert und am Ende des Jahres wundert, wo die Zeit schon wieder hin ist :-)

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  2. Oh diese Schrecksekunden, wo man denkt: was hätte um ein Haar alles passieren können... aber Gott sei Dank passiert nicht alles, was könnte. Wie gut, dass auch bei euch am Ende alles "in Butter" war (ich dauerschmunzele gerade wegen dieses herrlichen Wortes - Buttertag... - das muss man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen)!

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    1. Diese Nachgedanken sind eigentlich manchmal noch viel schlimmer, als das eigentliche Geschehniss, finde ich. Wenn man nur nicht so viel nachdenken müsste/ würde...
      Aber so ist bei uns zum Glück wirklich alles "in Butter", nur der Briefkastenschlüssel, den uns die Nachbarn da ließen, als sie in den Urlaub flogen, der ist immer noch nicht auffindbar...
      Vielen Dank noch mal für deinen aufbauenden Kommentar letztens!

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