Mittwoch, 16. Oktober 2013

Kindermund

Im letzten Post über Le Petit habe ich vergessen ein paar seiner Wortkreationen zu erwähnen. Das möchte ich unbedingt noch nachholen. Als erstes hat er ein Wort für sich und zwar "Änne", welches seinem eigentlichen Namen total unähnlich ist. Seine Großeltern bezeichnet er als "Mine und Pupa". Total niedlich ist es, wenn er sie ruft. Vor ein paar Wochen noch, rief er bei Wut und Ärger immer "Mille, mille, mille, mal". Das hat sich leider gegeben. Nur noch ganz selten sagt er "Pille, pille" so als Füll- und Spaßwörter. Dafür sagt er immer ganz lieb "tschüss" und "hallo" ("A-u") zu allen möglichen Leuten. In der Krippe verabschiedet er sich sogar mit der Hand.
Im Moment ärgert es ihn sehr, wenn ich ihn nicht verstehe. Er sagt ein Wort und ich rate, was es bedeuten könnte. Wenn ich nicht drauf komme, dann wird er sauer und sagt seine Variante noch einmal ganz, ganz deutlich. Nur leider hilft das auch nicht weiter. Armer Le Petit, ich kann verstehen, dass das nervt.
Er glaubt übrigens, dass er auch ein kleines Baby im Bauch hat und Papi auch! Das allerhäufigste Wort zur Zeit ist übrigens "auch". Ganz oft "Ich auch!", bzw. "Mami auch, Papi auch". Er fühlt sich irgendwie ganz oft benachteiligt. Hm, eine "super" Phase, um ein kleines Geschwisterchen zu bekommen.
Es ist wahnsinnig interessant, wie sich seine Sprache so entwickelt und ändert. Toll, dass wir das beobachten können.

Kommentare:

  1. Ja, das mitzuerleben ist wirklich etwas Schönes und Spannendes!
    Mir fällt eine kleine Story dazu ein: Mein Jüngster (damals vielleicht im gleichen Alter wie Le Petit) sagte eines Abends vor dem Zubettgehen ein Wort, das ich bis dahin noch nie gehört hatte: "Devololo!" Als ich nicht reagierte, wiederholte er es immer dringlicher, ich fragte: "Was denn, was willst du denn?" - "Devololo! DE-VO-LO-LO!!!" Er wurde ganz verzweifelt und weinte schon fast, als der große Bruder schließlich meinte: "Jetzt gib ihm doch endlich sein Betthupferle!" - "Ach so, du willst ein Betthupferle," sagte ich. Und strahlend (endlich hat's die dumme Mama begriffen) bestätigte er: "Ja, Devololo!" Und bekam natürlich eines...
    Ab da sagte die ganze Familie: Devololo!

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    1. Ha, das ist niedlich! Genau so kenne ich das. Er spricht sein Wort wunderbar deutlich aus, aber für mich eben trotzdem völlig unverständlich, da ich das Wort noch nicht in mein "Wörterbuch" aufgenommen habe. Interessant, dass der große Bruder das Wort erkannt hat!
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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  2. Ich finde das ja total interessant - Sprachentwicklung bei Kindern - und was LePetit schon so alles sagt. Noch süßer finde ich ja, dass er denkt, dass er auch ein Baby im Bauch hat. Und der Papa auch. Hihi - das wird ne Großfamilie, was? ;-)

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    1. Oha, gleich drei neue Kinder auf einmal? Da wären wir dann tatsächlich eine Großfamilie =)
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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  3. Ha, das erinnert mich gleich daran, als mein Mittelkind verzweifelt jammernd nach "Mentschitschin" verlangte. Es dauerte eine ganze Weile, bis mir klar wurde, dass sie getrocknete Cranberrys knabbern wollte ... :-)

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    1. Uff, also von "Mentschitschin" auf getrocknete Cranberries zu schließen ist aber auch nicht ohne. Ich finde es süß, wie überzeugt und deutlich die Kleinen ihre Wünsche dann äußern, auch wenn wir sie nicht verstehen.

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