Dienstag, 4. Juni 2013

Über sieben Brücken...

Momentan ist eine von sechs Brücken gesperrt. Ich denke, dass es dabei bleiben wird, auch wenn der Pegel immer noch steigt. Wir sind also sowohl gestern als auch heute noch nach Hause gekommen =) Und es gibt einen Lichtblick im wahrsten Sinne des Wortes. Der Regen hat aufgehört! Mehr noch; die Sonne scheint (fast) und ich sehe Stückchen von blauem Himmel. Unglaublich! Ich glaube, dass wir zumindest endlich den Regen überstanden haben sollten.

Le Petit hat mittlerweile zu jeder Mahlzeit (in der Woche sind das zu Hause ja nur Frühstück und Abendbrot) eine Krise mit Heulen, alles runterwerfen und so weiter. Das ist (gelinde gesagt) ein bisschen anstrengend. Heute morgen ließ er sich wenigstens von seiner Püppi überzeugen sich hinzusetzen. Sie saß mit ihm im Hochstuhl. Dann hat er ihre Hand genommen, an den Löffel geführt und "Bitte" oder "Löffel" (klingt alles sehr, sehr ähnlich) gesagt. Hihi, ziemlich niedlich! Dennoch ließ er sich dann nur durch mich füttern und hat nicht selber gegessen. Ich frage mich, ob ich damit seine Trotzigkeit (die ganz schnell zu allergrößter Verzweiflung bei ihm führt) unterstütze oder ob er morgens einfach noch zu schlecht gelaunt ist (Morgenmuffel), um selber zu essen (hat er aber auch schon ganz prima selbst gemacht). Ach, ich weiß einfach nicht, was das richtige ist. Sollte ich mal hart bleiben und ihn nur selber essen lassen, sodass er eventuell ohne sein Frühstück das Haus verlassen muss (und daraus lernt?), oder sollte ich ihn einfach füttern, wenn gar nichts anderes geht, weil er das braucht? Ich weiß es nicht! (Eltern sein ist nicht so leicht, wo ist das Handbuch?)

Kommentare:

  1. haha, ich hab mich gestern auch gefragt, wo eigendlich milos gebrauchsanweisung ist :) zur zeit die frage "heulend in seinem bett einschlafen lassen, damit er lernt, dass er dort schlafen soll oder bis in alle ewigkeit bei uns im bett zusammen einschlafen, weil er eben nähe braucht"

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    1. Hmm, schwierig, schwierig! Als Le Petit nur mit meiner Hand einschlafen konnte und sonst immer wieder sofort im Bett stand, wurde mir der Tipp gegeben einfach zu sagen 'Der Papi kommt dann gleich noch mal'. Erst dachte ich, das kapiert Le Petit doch eh nicht. Habs aber trotzdem ausprobiert und siehe da, er hat doch kurz auf Papi gewartet, der dann natürlich auch kam. Dann hat mein Mann nochmal Schlaflieder gesungen und ist dann rausgegangen. Le Petit schläft dann trotzdem nicht sofort ein und protestiert auch noch mal (dann nochmal rein...), aber seitdem funktioniert das alles halbwegs. Ein bisschen heulen lassen würde ich ihn schon, um zu gucken, ob er sich wieder beruhigt. Aber so richtig lange, das kann ich nicht...
      Viel Glück!
      Kathrin

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  2. Im Rückblick bin ich froh, dass ich während so mancher anstrengenden Phase nicht zu viel mit den Kindern "gekämpft" habe, dass ich nicht stur irgendwas durchgesetzt habe, damit "das Kind etwas lernen soll". Die meisten "Macken" verschwinden von selbst wieder. wenn man sie mit einer gewissen Leichtigkeit behandelt: Vielleicht z.B. mal eine Zeitlang füttern, ohne weitere Umstände, als ob das ganz normal wäre - ich könnte mir denken, dass es dem Kind bald langweilig wird und es wieder selber essen will - ist doch viel interessanter ;-)!

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    1. Hallo Amselgesang,
      ja, ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, dass es nicht so viel bringt, wenn man sich immer durchsetzt. Dass es dem Kind bald langweilig wird gefüttert zu werden, ist auch ein gutes Argument! Vielen Dank für deine Gedanken.
      Liebe Grüße,
      Kathrin

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